DBU aktuell Nr. 4 | 2020

Informationen aus der Fördertätigkeit der Deutschen Bundesstiftung Umwelt

Er ist vermutlich so alt wie die Landwirtschaft selbst: Der Blick zum Himmel, um kommenden Regen abzuschätzen. Doch wie sieht es mit der Feuchtigkeit im Boden aus? Wie lässt sich ermitteln, ob der „Wasservorrat“ auch in der Tiefe, wo die Pflanzen wurzeln, ausreicht oder ob Bewässerung nötig ist?

Hier setzt das Start-up SmartCloudFarming GmbH aus Berlin mit einem innovativen digitalen Werkzeug an. Die Vision des DBU-geförderten grünen Jungunternehmens: „Wir wollen die Böden in 3D kartografieren und mithilfe von Erdbeobachtungsdaten ein datengestütztes, ferngesteuertes Bodenmanagement ermöglichen“, beschreibt Suvrajit Saha, einer der Mitbegründer von SmartCloudFarming. Anhand der erhobenen Daten sollen Landwirtinnen und Landwirte kontinuierlich aktuelle Bewässerungsempfehlungen für ihre Flächen erhalten und die Bewässerung vollständig automatisieren können.

Möglich macht dies die Software „SoilEye“, bestehend aus satellitengestützten Wetter-, Klima-, und Bodenfeuchtigkeitsdaten und einem Cloud-basierten Künstliche Intelligenz (KI)-Modul. Damit ist SmartCloudFarming derzeit der einzige Akteur in seinem Geschäftsfeld, der kontinuierlich 3D-Bodenfeuchtigkeitsdaten mit einer Flächenauflösung bis 100 Meter mal 100 Meter und einer Tiefenerfassung von 90 Zentimetern erheben kann.

Für die Landwirtschaft bedeutet eine bedarfsgenaue Bewässerung eine Ersparnis an Zeit, Energie, Kosten und vor allem – Wasser: In Hochtechnologieländern entfallen üblicherweise etwa 20 Prozent des Gesamtwasserverbrauchs auf die Landwirtschaft, in Ländern mit weniger hoch technologisierter Landwirtschaft sogar bis zu 90 Prozent des Gesamtwasserverbrauchs. Durch Überbewässerung und daraus resultierende Versalzung wird jedes Jahr weltweit eine Fläche von mehreren Millionen Fußballfeldern gesunden Bodens unfruchtbar. Neben der Präzisionsbewässerung soll SoilEye auch die optimale Nährstoffversorgung der Böden durch angepasste Düngung unterstützen: Zurzeit wird daran gearbeitet, die Versorgung mit Stickstoff, Phosphat und anderen Spurenelementen kontinuierlich zu kartieren mit dem Ziel, Überdüngung und den Eintrag von Düngemitteln in Gewässer zu vermeiden.

Erste Einsatzorte für SoilEye sind Deutschland und Italien: „Wir verfügen über Pilotpartner aus der Landwirtschaft in Brandenburg, der Region Emilia-Romagna und den Abruzzen, die besonders schwer von der Dürre der vergangenen Jahre betroffen sind“, so Saha. „Für uns spielen neben den wirtschaftlichen Zielen auch ökologische und soziale Aspekte eine wichtige Rolle. Wir haben es uns zur Aufgabe gemacht, die Bodenfruchtbarkeit und -produktivität zu erhalten und zu verbessern und damit das gesamte Potenzial der Ökosystemdienstleistungen des Bodens zu erschließen.“

Auch in der Coronakrise gehen die Entwicklungsarbeiten von SmartCloudFarming weiter. Mitbegründer Saha: „Die Corona-Pandemie hat vieles durcheinander gebracht. Aber wir legen oberste Priorität darauf, den Unternehmenswert aufzubauen und Produkte zu Kunden zu bringen und möchten bis Ende des Jahres einen voll funktionsfähigen Prototypen vorstellen. Die DBU-Förderung hat es uns ermöglicht, so weit zu kommen. Es gibt Interesse von Unternehmen in Brasilien und Serbien an Pilotprojekten. Diese Chance möchten wir nutzen.“

DBU stützt grüne Gründungen

Die Green Start-ups von heute sind die Marktführer von morgen – nach dieser Auffassung unterstützt die DBU seit dem vergangenen Jahr verstärkt grüne Gründerinnen, Gründer oder Gründerteams. Seit Juni 2019 wurden 18 Start-ups zur Förderung gebracht. Der Anteil der erfolgreichen Anträge beträgt rund 20 Prozent. Das Green Start-up-Sonderprogramm erfreut sich einer hohen  Nachfrage und eines weiter steigenden Anteils an Gründerinnen. Eine weitere Förderrunde folgt Ende Juni. Bewerbungen sind jederzeit möglich unter https://www.dbu.de/startup.

Zum Weiterlesen und -hören:

Mehr zum DBU-Start-up-Programm: Interview mit Dr. Stefanie Grade und Dr.-Ing. Jörg Lefèvre, beide DBU, auf YouTube

Die Webseite zum Programm: https://www.dbu.de/startup

Mehr zum Thema: DBU-geförderter Green Start-up-Monitor 2020 von Borderstep Institut und Bundesverband Deutsche Startups

Wie viel Bewässerung ist nötig? Die Software „SoilEye“ erhebt 3D-Bodenfeuchtigkeitsdaten - hier eine mögliche Pilotfläche auf Zypern.
© Michele Bandecchi
SoilEye könnte für diese mögliche Pilotfläche kontinuierlich aktuelle Bewässerungesempfehlungen liefern und so Zeit, Energie, Kosten und vor allem Wasser einsparen helfen.
© Michele Bandecchi
SoilEye ist eines der von der DBU geförderten Start-ups. Mehr zur DBU-Green Start-up-Förderung im Interview von Dr.-Ing. Jörg Lefèvre und Dr. Stefanie Grade (Vorschaubild)
©

Ressourcen und Energie einsparen und gleichzeitig Kosten senken? Gerne! Aber wie?

Der digitale Wandel bietet große Potenziale, aber insbesondere für kleine und mittelständige Unternehmen kann die Digitalisierung eine Herausforderung sein. Doch es gibt Lösungen: Das DBU-geförderte Start-Up Fine|alyze aus Hannover entwickelt Software sowie Dienstleistungen, um industrielle Prozesse zu analysieren und zu optimieren. Mittels datengetriebener Analyse werden Einsparungs- und Optimierungspotenziale identifiziert sowie innovative Lösungen entwickelt, mit denen auch bestehende Anlagen nachgerüstet werden können.

Dabei spezialisiert sich das Start-up auf produzierende mittelständische Unternehmen aus der Lebensmittel-, Getränke-, Kosmetik-, Pharma-, und Papier-Industrie. Seine Anwendungen kommen dabei beispielsweise in den Bereichen Fertigung oder Abfüllung und Verpackung zum Einsatz. Der Clou: Viele Tools von Fine|alyze, beispielsweise das Fine|IIOT (Industrial Internet of Things), sind herstellerübergreifend und in verschiedenste Systeme integrierbar. Zudem wird gewonnenes Wissen über eine Datenbank dem kompletten Kundenkreis zur Verfügung gestellt.

Bisherige Ergebnisse zeigen dabei deutliche Einsparungen: So konnte in Verpackungsprozessen eine Energieersparnis von 20 Prozent erzielt werden. Durch eine optimierte Qualitätskontrolle konnte an anderer Stelle der Produktionsausschuss ebenfalls um 20 Prozent reduziert werden.

Freut die Firma – und die Umwelt!


DBU stützt grüne Gründungen

Die Green Start-ups von heute sind die Marktführer von morgen – nach dieser Auffassung unterstützt die DBU seit dem vergangenen Jahr verstärkt grüne Gründerinnen, Gründer oder Gründerteams. Seit Juni 2019 wurden 18 Start-ups zur Förderung gebracht. Der Anteil der erfolgreichen Anträge beträgt rund 20 Prozent. Das Green Start-up-Sonderprogramm erfreut sich einer hohen  Nachfrage und eines weiter steigenden Anteils an Gründerinnen. Eine weitere Förderrunde folgt Ende Juni. Bewerbungen sind jederzeit möglich unter https://www.dbu.de/startup.

Zum Weiterlesen und -hören:

Mehr zum DBU-Start-up-Programm: Interview mit Dr. Stefanie Grade und Dr.-Ing. Jörg Lefèvre, beide DBU, auf YouTube

Die Webseite zum Programm: https://www.dbu.de/startup

Mehr zum Thema: DBU-geförderter Green Start-up-Monitor 2020 von Borderstep Institut und Bundesverband Deutsche Startups

Christian Hansen, Mauro Riva und Ilja Maurer (v.l.), Fine|alyze, Hannover
© DBU

Mikrofinanzierungen sind ein wichtiges Mittel zur Armutsbekämpfung. Solche Investitionen fördern die Entwicklungszusammenarbeit und ermöglichen umfangreiche „grüne“ Impacts. Durch eine zuverlässige Stromversorgung kann beispielsweise auf den Einsatz von Brennholzherden, Petroleumleuchten und Dieselgeneratoren verzichtet werden. Doch wie sollen Mikrofinanzinstitute (MFI) und Impact-Investoren wissen, ob ihre Investitionen nachhaltig wirken werden?

Hier setzt das Berliner Start-Up HEDERA an, welches im Rahmen des DBU-Green Start-up-Sonderprogramms gefördert wird: Es werden digitale Lösungen entwickelt, um auf Basis erhobener Daten fundierte Entscheidungen zur Nachhaltigkeit geplanter Investments zu treffen. Beispielsweise kann sich ein Mikrofinanzinstitut mit verschiedenen HEDERA-Tools ein detailliertes Bild von den Grundbedürfnissen einzelner Haushalte verschaffen, seine Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter an praktischen Fällen schulen sowie Kontakte zwischen den verschiedenen Interessensgruppen der Mikrofinanzbranche organisieren und Akteursnetzwerke knüpfen.

In der Corona-Krise finden diese Angebote zusätzliche Anwendungen: Da Workshops und Konferenzen nicht wie gewohnt stattfinden können, dürfen Organisationen, welche sich für nachhaltige Entwicklung einsetzen, stattdessen bis Ende September die Schulungsplattform HEDERA Training kostenlos nutzen. Zudem wurden einfache COVID-19 Fragebögen entwickelt und in das HEDERA Impact Toolkit integriert. Mit ihrer Hilfe können in Entwicklungsländern tätige lokale Organisationen die sozialen Auswirkungen der Krise besser verstehen und gegebenenfalls gezielt gegensteuern. Außerdem lassen sich Infizierte schnell und einfach identifizieren.

 

Ein Interview mit HEDERA-CEO Natalia Realpe Carrilo und weitere Informationen finden Sie auf der Seite der Kompetenzplattform nachhaltig.digital


DBU stützt grüne Gründungen

Die Green Start-ups von heute sind die Marktführer von morgen – nach dieser Auffassung unterstützt die DBU seit dem vergangenen Jahr verstärkt grüne Gründerinnen, Gründer oder Gründerteams. Seit Juni 2019 wurden 18 Start-ups zur Förderung gebracht. Der Anteil der erfolgreichen Anträge beträgt rund 20 Prozent. Das Green Start-up-Sonderprogramm erfreut sich einer hohen  Nachfrage und eines weiter steigenden Anteils an Gründerinnen. Eine weitere Förderrunde folgt Ende Juni. Bewerbungen sind jederzeit möglich unter https://www.dbu.de/startup.

Zum Weiterlesen und -hören:

Mehr zum DBU-Start-up-Programm: Interview mit Dr. Stefanie Grade und Dr.-Ing. Jörg Lefèvre, beide DBU, auf YouTube

Die Webseite zum Programm: https://www.dbu.de/startup

Mehr zum Thema: DBU-geförderter Green Start-up-Monitor 2020 von Borderstep Institut und Bundesverband Deutsche Startups

Das Team von HEDERA (v.l.): Dr. Lilo Wagner, Alberto Diaz-Durana, Dr. Natalia Realpe Carrillo, Dr. Alfonso Caiazzo.
© HEDERA

Laut Green Start-up-Monitor 2020 stehen Grüne Start-ups für überdurchschnittlich hohe Performance, ebenso wie für zusätzliche gesellschaftliche und ökologische Mehrwerte.

Um die jungen Unternehmen in dieser wichtigen zivilgesellschaftlichen Rolle in besonderer Weise zu unterstützen fördert die Deutsche Bundesstiftung Umwelt (DBU) Start-ups nicht nur finanziell, sondern strebt auch eine wirksame ideelle Förderung an.

Hier spielen Sie, liebe Leserin und lieber Leser, als Bestandteil des starken DBU-Netzwerks die wichtigste Rolle: Wir suchen Sie als Mentorinnen und Mentoren, die bereit sind, die DBU-Start-ups ehrenamtlich auf ihrem Weg zu begleiten.

Relevant sind alle Kompetenzfelder und Nachhaltigkeitsbereiche im gesamten Netzwerk – von der engagierten Unternehmerin bis zum Umweltpreisträger. Wer als Mentorin oder Mentor aktiv werden will, findet eine Übersicht der Start-ups unter https://www.dbu.de/startup“.

Ihre Ansprechpartnerin für das Mentoring ist Dr. Stefanie Grade, s.grade@dbu.de.
Wir freuen uns, von Ihnen zu hören!

Persönlichkeiten mit "Schubkraft" gesucht: Die DBU möchte Mentorinnen und Mentoren mit Green Start-ups vernetzen.
© Eisenhans - stock.adobe
Ansprechpartnerin für das Mentoring der DBU-geförderten Green Start-ups: Dr. Stefanie Grade
© Deutsche Bundesstiftung Umwelt

Nach der Passage einer Kläranlage werden die gereinigten Abwässer üblicherweise in Oberflächengewässer, die sogenannten Vorfluter eingeleitet und gelangen damit in die Umwelt. Daher ist es unabdingbar, umweltschädigende Substanzen möglichst restlos aus dem Abwasser zu entfernen. Eine besondere Herausforderung stellen anthropogene Spurenstoffe dar, beispielsweise Pharmazeutika wie Antibiotika oder Schmerzmittel, aber auch Pflanzenschutz-, Wasch- und Reinigungsmittel sowie Industriechemikalien. Um diese Stoffe zurückzuhalten, haben sich vor allem Verfahren mit einer Ozonbehandlung des Abwassers oder die Adsorption der Spurenstoffe an Aktivkohle innerhalb einer vierten Kläranlagen-Reinigungsstufe bewährt. Ozon oder Aktivkohle werden dabei in einer voreingestellten Menge dosiert, die durch stichprobenartige Laboranalysen des Kläranlagenablaufs in größeren Zeiträumen überprüft und entsprechend angepasst wird.

Deutlich effizientere Möglichkeiten der Schadstoffanalyse und Hilfsstoffdosierung bietet ein neues Online-Messsystem, mit dem sich die Spurenstofffracht im Abwasser kontinuierlich überwachen lässt. Die Entwicklung der drei Karlsruher Projektpartner UNISENSOR Sensorsysteme GmbH, Hochschule Karlsruhe und Technologiezentrum Wasser Karlsruhe (TZW) nutzt eine patentierte Form der Absorptionsspektroskopie, um die Konzentration bestimmter Verbindungen im Abwasser zu bestimmen. Da jede Verunreinigung ein spezifisches Spektrum, das heißt, einen spezifischen physikalischen "Fingerabdruck" aufweist, der als einzigartiger Identifikator fungiert, kann das System kontinuierlich verschiedene Arten von chemischen Verunreinigungen und deren Konzentration detektieren.

In einer ersten Projektphase gelang die Online-Detektion der fünf häufig vorkommenden Substanzen Diclofenac und Ibuprofen (Schmerzmittel), Mecoprop (Herbizid), Galaxolid (Duftstoff) und Benzotriazol (Korrosionsschutzmittel), die als Indikatorsubstanzen für die Spurenstofffracht des Abwassers dienten. Zurzeit wird das Verfahren in einer zweiten Projektphase im Klärwerk Mannheim erprobt und validiert. Die Onlinemessung der Summen-Schadstoffkonzentration im Zu- und Ablauf der vierten Stufe zeigte bereits, dass sich mit dem neuen System Schwankungen in der Schadstoffkonzentration ermitteln lassen, die die herkömmlichen Methoden nicht erfassen. Am Beispiel Benzotriazol ließ sich nachweisen, dass auch die quantitative Online-Detektion eines einzelnen Spurenstoffes im praktischen Kläranlagenbetrieb möglich ist.

Auf diese Weise können die Hilfsstoffe Ozon oder Aktivkohle bedarfsgerecht dosiert werden, so dass einerseits plötzlich auftretende, hohe Spurenstoffkonzentrationen sicher zurückgehalten werden. Andererseits lassen sich so Überdosierungen vermeiden, was Einsparungen an aufwendig hergestellter Aktivkohle beziehungsweise Ozon bedeutet. Damit vereint das neue Verfahren ökologische und ökonomische Vorteile.

 

Das neu entwickelte Messsystem "Watertrace" spürt chemische Verunreinigungen im Abwasser auf.
© UNISENSOR

Digitaler Wandel und neue umweltfreundliche Technologien – laut der Mehrheit der Bundesbürgerinnen und -bürger bieten sie eine Chance für Gesellschaft und Umwelt. Das ist das Ergebnis zweier repräsentativer Umfragen der forsa Politik- und Sozialforschung (Berlin), die vor der Corona-Pandemie im März 2020 und erneut während der Kontaktbeschränkungen im April 2020 durchgeführt wurden. Befragt wurden 1.029 Bundesbürgerinnen und -bürger ab 14 Jahren.

47 Prozent der Befragten sahen im April 2020 im digitalen Wandel Vorteile für die Umwelt. Lediglich für 9 Prozent überwiegen die Gefahren. Besonders im Vergleich zu den Ergebnissen vom März veränderte sich hier die Sichtweise deutlich: Im März sahen nur 37 Prozent der Befragten einen Vorteil für die Umwelt.

Trotzdem halten es über 90 Prozent der Befragten für wichtig, dass sich die Politik, Unternehmen und die Gesellschaft stärker mit dem Themenkomplex Digitalisierung und Nachhaltigkeit beschäftigen. So befürchten viele Bürgerinnen und -bürger negative Entwicklungen durch mehr Elektromüll sowie Material- und Energieverbräuche durch die Zunahme von elektronischen Geräten. Dies deckt sich mit dem „DBU-Umweltmonitor: Digitalisierung“ aus dem Jahr 2018, mit dem die Umfrageergebnisse verglichen wurden.

Gleichzeitig erwartet im April 2020 eine deutliche Mehrheit der Befragten (87 Prozent), dass besonders durch neue umweltfreundliche Technologien Energie gespart werden kann und dass neue Dienste – wie Carsharing und Home-Office – zu einem geringeren Verkehrsaufkommen mit positiven Folgen für die Umwelt führen werden. Was hervorsticht: Die positive Betrachtung von Heimarbeit und Videokonferenzen ist während der Corona-Pandemie stark gestiegen.


Interessiert? Der DBU-Umweltmonitor: „Digitalisierung und Nachhaltigkeit“ steht als Download bereit.

Laut Umfragen-Vergleich sehen immer mehr Menschen in der Digitalisierung Vorteile für die Umwelt.
© Deutsche Bundesstiftung Umwelt

Nach 29 Jahren als Justitiar, Abteilungsleiter und Prokurist der Deutschen Bundesstiftung Umwelt (DBU) ist Josef Feldmann Ende Mai in den Ruhestand verabschiedet worden. Er habe „die DBU von Anfang an begleitet und geprägt“, die rechtlichen Rahmenbedingungen zum Aufbau des DBU-Fördergeschäftes auch mit Blick auf dessen Anerkennung durch die Europäische Kommission „maßgeblich entwickelt und betreut“ und sei immer „kompetent, zuverlässig und durchsetzungsstark“ gewesen, so die DBU-Kuratoriumsvorsitzende Rita Schwarzelühr-Sutter MdB.

„Sie haben viel dazu beigetragen, die Stiftung zu dem zu machen, was sie heute ist“, würdigte auch DBU-Generalsekretär Alexander Bonde die Leistungen Feldmanns in einer digital übertragenen Feierstunde.

Feldmann studierte in Münster an der Westfälischen Wilhelms-Universität Rechtswissenschaften und arbeitete als Beamter des Landes Niedersachsen von 1986 bis 1991 im Landwirtschafts-, Bundesrats- und Umweltministerium, bevor er im Rang eines Regierungsdirektors auf eigenen Antrag aus dem Landesdienst ausschied und Mitte April 1991 als Justitiar in die erst sechs Wochen junge privatrechtliche DBU einstieg. Im März 2001 übernahm er auch die Leitung der neugegründeten Stabsabteilung der DBU, im September 2007 wurde er zusätzlich Prokurist der neu ins Leben gerufenen DBU Naturerbe GmbH. Seit 1998 ist Feldmann von der Rechtsanwaltskammer in Hamm als Rechtsanwalt zugelassen und wird in dieser Funktion auch weiterhin tätig sein.

Feldmanns Nachfolge übernehmen Klaus Jongebloed als Abteilungsleiter Stab und Marius Keite als Justiziar und Prokurist der DBU Naturerbe GmbH (siehe DBU aktuell 03/2020).

DBU-Pressemitteilung zum Thema

Nach rund 29 Jahren in der DBU ging Justitiar, Abteilungsleiter und Prokurist Josef Feldmann Ende Mai in den Ruhestand.
© Deutsche Bundesstiftung Umwelt
„Kompetent, zuverlässig und durchsetzungsstark“: DBU-Kuratoriumsvorsitzende Rita Schwarzelühr-Sutter MdB lobte den scheidenden Josef Feldmann bei seiner Verabschiedung in den Ruhestand. (Foto wurde am 11.3.2020 aufgenommen)
© Deutsche Bundesstiftung Umwelt

Seit dem 1. Mai verstärkt Dr. Stefanie Grade das Team des Green Start-up-Programms der DBU und betreut unter anderem die Bereiche Coaching, Mentoring und Networking. Nach dem Promotionsstudium der Gartenbauwissenschaften an der Leibniz Universität Hannover war Grade sechs Jahre als Dozentin und stellvertretende Abteilungsleiterin in der Abteilung Biosystemtechnik tätig. 2016 wurde sie Bereichsleiterin für Forschung und Entwicklung der Klasmann-Deilmann GmbH, Geeste. Dort hatte Grade bereits regen Kontakt zu grünen Start-ups und kennt die Herausforderungen, denen sich grüne Gründerinnen und Gründer stellen müssen.

Dr. Stefanie Grade verstärkt ab sofort das Green Start-up-Team der DBU
© Deutsche Bundesstiftung Umwelt

Erfolg für die DBU und den Projektpartner Euronatur: Seit vielen Jahren engagieren sich die beiden Stiftungen für den Erhalt der grandiosen Berglandschaft im Grenzgebiet von Albanien, Mazedonien und dem Kosovo. DBU aktuell 08/2019 berichtete unter der Überschrift "Naturschutz entlang des grünen Bandes auf dem Balkan" über den Gebirgszug Sharr/Šar Planina/Korab-Koritnik. Nun sind die ersten Schritte für die Errichtung eines Nationalparks erfolgt.

Mehr dazu in einer Pressemitteilung von Euronatur

Die DBU unterstützte das Vorhaben durch folgende vier Förderprojekte:

Das "Grüne Band Balkan" bildet ein Mosaik verschiedenster Lebensräume ab und ist damit Rückzugsraum für bedrohte Tier- und Pflanzenarten.
© Dalibor Petrić
Die Wiesenotter ist eine der seltensten Schlangenarten Europas, viele Populationen stehen unmittelbar vor dem Zusammenbruch. Am Grünen Band Balkan findet Vipera ursinii noch geeignete Lebensräume.
© Patrik Katona

Neu auf der DBU-Webseite:

Mit dem #Spotlightprojekt präsentieren wir in der Regel jeden Monat ein ausgewähltes, beispielhaftes Förderprojekt ausführlich. Wir möchten Ihnen damit jeweils exemplarisch einen tieferen Einblick in die praktische Förderarbeit der DBU ermöglichen. Dabei decken die Themen nach und nach die gesamte Bandbreite unserer Fördertätigkeit ab. 

Wir freuen uns, Ihnen dabei auf mehrere Tage verteilt verschiedene Sichtweisen auf ein Projekt bieten zu können. Dazu gehören beispielsweise informative Interviews mit unseren Projektpartnerinnen und -partnern sowie DBU-Referentinnen und -Referenten, ergänzt um aufschlussreiche Hintergrundinformationen zum Projekt. Wir möchten positive, nachhaltige Impulse mit auf den Weg bringen – und insbesondere auch Lösungsansätze zeigen, die Sie ausprobieren und umsetzen können!

Hier geht es zum #Spotlight-Projekt des Monats Juni: Ems21

Das Öko-Institut e.V. hat – gefördert von der DBU – konkrete Vorschläge für nachhaltige Konjunkturmaßnahmen erarbeitet und diese auf ihre Konsequenzen für den Klimaschutz sowie ihre Beiträge zur Krisenresilienz analysiert.  Im Rahmen eines #DBUdigital Online-Salons hat das Öko-Institut die Konjunkturmaßnahmen einem Nachhaltigkeitscheck unterzogen und Empfehlungen für eine nachhaltigere Ausgestaltung vorgestellt.

#DBUdigital Online-Salon „Konjunkturmaßnahmen im Nachhaltigkeitscheck"
© Deutsche Bundesstiftung Umwelt

Die DBU fördert eine Reihe von Projekten, die sich mit den Auswirkungen der COVID-19-Krise und ihren Folgen für die Erreichung der Umwelt- und Klimaziele und entsprechenden Lösungsansätzen befassen.

Im Rahmen einer digitalen Auftaktveranstaltung zu dieser Förderinitiative am Dienstag, 7. Juli, von 16:30 Uhr bis 18:00 Uhr wollen wir die Folgen der Pandemie aus verschiedenen Perspektiven betrachten und diskutieren, wie die Resilienz der Gesellschaft gegenüber künftigen sozio-ökologischen Krisen gestärkt werden kann und welche Maßnahmen die „große ökologische Transformation“ jetzt befördern können.

Hier gelangen Sie zur Anmeldung.


Das Programm:

Einführung: Alexander Bonde, DBU-Generalsekretär

Podiumsdiskussion: Wie kommen wir nachhaltig aus der Krise und welche Instrumente brauchen wir dafür?

Impulse:

anschließend Fragerunde aus dem Publikum

Schlusswort: Alexander Bonde, DBU-Generalsekretär


Mehr zur DBU-Förderinitiative "Coronafolgen" unter: https://www.dbu.de/coronafolgen


Zu Zeiten von Corona präsentiert sich die DBU verstärkt online: Mit den #DBUdigital Online-Salons sowie weiteren Online-Veranstaltungen greift die DBU aktuelle Entwicklungen sowie Neuigkeiten aus dem Fördergeschäft auf und diskutiert sie mit Expertinnen und Experten.

Aktuelle Ankündigungen der Online-Veranstaltungen bieten die DBU-Social-Media-Kanäle und die DBU-Webseite. Schauen Sie doch mal rein!

Sie sind DBU-Projektpartnerin oder -Projektpartner und möchten selbst eine digitale Veranstaltung organisieren? Wir unterstützen Sie gern mit technischen Know-How! Sprechen Sie uns an: S.Bonhaus@dbu.de

Die Welt im Ausnahmezustand
© Deutsche Bundesstiftung Umwelt

Wie lassen sich digitale Innovationen, Prozesse oder Konzepte für nachhaltiges Wirtschaften einsetzen? Um den Einstieg für Sie und Ihr Unternehmen so einfach wie möglich zu gestalten, hat die Kompetenzplattform nachhaltig.digital nachhaltig.digitale Bausteine mit praktischen Ansatzpunkten für kleine und mittlere Unternehmen zusammengestellt, die ab Juli Monat für Monat vorgestellt werden. Die Sammlung der Bausteine umfasst verschiedenste Themen – von digitalen Technologien, wie dem 3D-Druck, bis hin zu Aspekten, wie der digitale Wandel im Unternehmen ressourcensparsam gestaltet werden kann – unter dem Baustein Green IT.

Im Netzwerk voneinander lernen und sich gegenseitig (be)stärken: Die Bausteine sollen ein hohes Übertragungspotenzial auf unterschiedlichste Bereiche, Betriebe und Branchen ermöglichen – welches in den Praxisbeispielen und der Diskussion mit dem nachhaltig.digital-Netzwerk herausgearbeitet wird.

Prelaunch in Themenmonaten:

Bevor die Baustein-Sammlung als Gesamtpaket präsentiert wird, können Sie bereits ab Juli jeden Monat einen der nachhaltig.digitalen Baustein kennenlernen. Am ersten des Monats erhalten Sie Einblick in das jeweilige Prinzip und die Vorteile des Bausteins für Unternehmen. Im Verlauf eines Monats beleuchtet nachhaltig.digital verschiedene Aspekte eines Themas, jeweils donnerstags.

Das Highlight des Monats: ein digitales Event am letzten Donnerstag im Monat von 11:00 bis 12:00 Uhr. Bei diesem Online-Dialog will nachhaltig.digital mit seinem Netzwerk, also Ihnen, als Expertinnen, Experten, Umsetzerinnen und Umsetzern aus Forschung und Praxis diskutieren und ins Gespräch kommen.

Gipfeln werden die Themenmonate in der virtuellen Jahreskonferenz im November, wo nachhaltig.digital die komplette Sammlung der ersten zehn Bausteine präsentieren und in praktischen Workshops diskutieren wird.  

Das sind die Baustein-Themen der kommenden Monate:


Gemeinsam an der Zukunft arbeiten, zusammen neue Wege erproben und somit zukunftsfähige, resiliente Geschäftsmodelle schaffen. Für eine nachhaltige und digitale Wirtschaft. Sind Sie dabei?

Mehr dazu unter: https://nachhaltig.digital/bausteine

Medien & Infos

Herausgeber
Deutsche Bundesstiftung Umwelt DBU
An der Bornau 2
49090 Osnabrück
Tel. 0541|9633-0
Fax 0541|9633-190
www.dbu.de

Redaktion
Verena Menz, Tim Wilhelm Andreae, Fabian Deffner
DBU Zentrum für Umweltkommunikation
An der Bornau 2
49090 Osnabrück
Tel. 0541|9633-962
Fax 0541|9633-990

Verantwortlich
Prof. Dr. Markus Große Ophoff

Erscheinungsweise
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