Naturerlebnis

Ueckermünder Heide

„Eine Besonderheit in der Ueckermünder Heide sind viele, kleine, in den Wald eingebettete Kesselmoore. Spezialisierte Pflanzenarten wie Torfmoos, Sonnentau und das Schmalblättrige Wollgras wachsen in diesen nährstoffarmen Relikten der Eiszeit.“

Infotafeln für die Ueckermünder Heide

DBU-Naturerbefläche Ueckermünder Heide: Die drei Revierleitungen Maximilian Marr, Christina Möller und Fabian Maerkel mit ihren Jagdhunden vor einer neu aufgestellten Informationstafel
© Janette Liptak

Wer hier auf Erkundungstour geht, braucht Ausdauer und Zeit. Mit fast 10.000 Hektar ist die DBU-Naturerbefläche Ueckermünder Heide im Nordosten an der Grenze zu Polen mit Abstand das größte Areal im Nationalen Naturerbe – und zugleich eines der vielfältigsten. Wälder und Moore, Haffküste und Binnendünen, Magerrasen und Seen – es gibt viel zu entdecken in dieser abwechslungsreichen Landschaft. Insgesamt 95 Kilometer Wanderwege haben wir 2025 mit Bundesforst, dem Naturpark „Am Stettiner Haff“ und weiteren Akteuren aus Tourismus und Verwaltung abgestimmt und auf dieser Basis Informationstafeln für die vier Teilgebiete Halbinsel Altwarp, Eggesiner See/Bellin, Ahlbecker Seegrund/Rieth und Gottesheide/Glashütte erstellt.  Die neuen Tafeln informieren über Aussichtspunkte, Wanderrouten, Naturbesonderheiten und die Historie.

Dammer Berge

Gemeinsam haben sie die Anbindung der DBU-Naturerbefläche an das regionale Wegenetz des Landkreises Vechta vorangetrieben und umgesetzt: Nicole Bramlage (Landkreis Vechta), Dr. Wolfgang Krug (Gemeinde Holdorf), Christoph Bornhorst (Stadt Damme), Dieter Spradau (Büro für Planung & Entwicklung), Marion Tepe (Gemeinde Holdorf), Susanne Belting (DBU Naturerbe) und Wolfgang Hartmann (Bundesforstbetrieb Niedersachsen). © Kathrin Wiener/DBU Naturerbe

Neuer Zugang in die Dammer Berge

Das ehemalige Munitionsdepot der Bundeswehr nördlich von Damme war lange Zeit aufgrund ungesicherter Bunker und anderer Gebäude für Gäste gesperrt. Im Herbst 2024 haben wir die DBU-Naturerbefläche nach Rückbau und Sicherung von Gebäuden geöffnet und über einen rund fünf Kilometer langen Rundweg erlebbar gemacht. Ein knappes Jahr später folgte nun die Öffnung eines weiteren Zugangs in die Fläche von Westen aus. Mit Unterstützung der Gemeinde Holdorf hat Bundesförster Wolfgang Hartmann vom Bundesforstbetrieb Niedersachsen den Zaun geöffnet und den zugewachsenen Weg freigeschnitten. Damit gibt es seit Sommer 2025 eine direkte Anbindung an drei Routen des regionalen Wanderwegenetzes des Landkreises Vechta.

Pöllwitzer Wald

Learning by doing: Die Jugendlichen der Freien Waldorfschule Gerad packten tatkräftig an und erlebten Natur und Arbeitsalltag auf der Naturerbefläche hautnah. © Lucas Willax/DBU Naturerbe

Eine Schulwoche im Wald

Mit Unterstützung der Freien Waldorfschule Gera haben wir der Laubwaldentwicklung im Pöllwitzer Wald im Frühjahr 2025 etwas auf die Sprünge geholfen. Über fünf Tage pflanzten 20 Schülerinnen und Schüler einer neunten Klasse unter Anleitung von Revierleiter Lucas Willax junge Buchenwildlinge in einen nadelholzdominierten Waldbereich und erlebten dabei hautnah den Arbeitsalltag im Wald. Die rund 30 Zentimeter großen Buchenwildlinge waren vorab aus einem Altbestand der Fläche ausgegraben worden. Die Jugendlichen waren in Begleitung des Handwerklehrers und der Klassenbetreuerin die gesamte Woche vor Ort. Sie buddelten mit Hohlspaten, Pflanzhacken und sogenannte Wiedehopfhauen die jungen Laubbäume ein und konnten dabei so einiges über den Wald, die Natur und Nachhaltigkeit erfahren.