
Wer hier auf Erkundungstour geht, braucht Ausdauer und Zeit. Mit fast 10.000 Hektar ist die DBU-Naturerbefläche Ueckermünder Heide im Nordosten an der Grenze zu Polen mit Abstand das größte Areal im Nationalen Naturerbe – und zugleich eines der vielfältigsten. Wälder und Moore, Haffküste und Binnendünen, Magerrasen und Seen – es gibt viel zu entdecken in dieser abwechslungsreichen Landschaft. Insgesamt 95 Kilometer Wanderwege haben wir 2025 mit Bundesforst, dem Naturpark „Am Stettiner Haff“ und weiteren Akteuren aus Tourismus und Verwaltung abgestimmt und auf dieser Basis Informationstafeln für die vier Teilgebiete Halbinsel Altwarp, Eggesiner See/Bellin, Ahlbecker Seegrund/Rieth und Gottesheide/Glashütte erstellt. Die neuen Tafeln informieren über Aussichtspunkte, Wanderrouten, Naturbesonderheiten und die Historie.
Das ehemalige Munitionsdepot der Bundeswehr nördlich von Damme war lange Zeit aufgrund ungesicherter Bunker und anderer Gebäude für Gäste gesperrt. Im Herbst 2024 haben wir die DBU-Naturerbefläche nach Rückbau und Sicherung von Gebäuden geöffnet und über einen rund fünf Kilometer langen Rundweg erlebbar gemacht. Ein knappes Jahr später folgte nun die Öffnung eines weiteren Zugangs in die Fläche von Westen aus. Mit Unterstützung der Gemeinde Holdorf hat Bundesförster Wolfgang Hartmann vom Bundesforstbetrieb Niedersachsen den Zaun geöffnet und den zugewachsenen Weg freigeschnitten. Damit gibt es seit Sommer 2025 eine direkte Anbindung an drei Routen des regionalen Wanderwegenetzes des Landkreises Vechta.
Mit Unterstützung der Freien Waldorfschule Gera haben wir der Laubwaldentwicklung im Pöllwitzer Wald im Frühjahr 2025 etwas auf die Sprünge geholfen. Über fünf Tage pflanzten 20 Schülerinnen und Schüler einer neunten Klasse unter Anleitung von Revierleiter Lucas Willax junge Buchenwildlinge in einen nadelholzdominierten Waldbereich und erlebten dabei hautnah den Arbeitsalltag im Wald. Die rund 30 Zentimeter großen Buchenwildlinge waren vorab aus einem Altbestand der Fläche ausgegraben worden. Die Jugendlichen waren in Begleitung des Handwerklehrers und der Klassenbetreuerin die gesamte Woche vor Ort. Sie buddelten mit Hohlspaten, Pflanzhacken und sogenannte Wiedehopfhauen die jungen Laubbäume ein und konnten dabei so einiges über den Wald, die Natur und Nachhaltigkeit erfahren.