MOE-Fellowship

Ilona Petrenko

Die Bildung der ökologischen Denkweise von SchĂŒlern im Informatik-, Informations- und Kommunikationstechnologien-Unterricht

Die hohe Relevanz von Ökologie und Informationstechnologien (IT) fĂŒr unsere heutige Welt ist vermutlich unstrittig. Der Zustand der Ökologie beeinflusst im Allgemeinen die Möglichkeit der Menschheit, auf der Erde zu leben. Informationstechnologien sind von der Menschheit entwickelt und haben sich in allen Bereichen des Lebens verbreitet. Weniger offensichtlich sind die ZusammenhĂ€nge zwischen Ökologie und IT, sowohl im positiven als auch im negativen Sinne. Als eine negative Folge der Einwirkung von IT auf die Umwelt kann man z. B. den hohen Energieverbrauch nennen oder auch die nicht einfache Wiederverwertung von wertvollen Materialien in der Elektronik. Es gibt aber auch positive Einwirkungen, wie eine mögliche Reduzierung vom Papierverbrauch mit Hilfe des elektronischen Dokumentenverkehrs, Videotelefonate zur Reduzierung von Reisen usw.

Es ist ganz wichtig, dass man rational mit beiden Bereichen umgehen lernt. Um dieses Ziel zu realisieren muss auch ökologisches Denken der Menschen im Zusammenhang mit IT entwickelt werden. Es scheint sinnvoll, diese Bereiche bereits im Schulunterricht miteinander zu verzahnen, weil je frĂŒher man diese Kenntnisse mitbekommt, desto besser merkt man sich das. Grundidee meines Projektes ist, den SchĂŒlern ökologisches Denken im Rahmen eines Faches „Informatik“ beizubringen. Das bedeutet, dass die SchĂŒler nicht nur Informatik lernen wĂŒrden, sondern auch Kenntnisse erwerben, wie man umweltfreundlich mit IT-Mittel umgehen muss und wie diese zur Verbesserung der Umwelt eingesetzt werden. Zu berĂŒcksichtigen sind Erkenntnisse aus der Didaktik der Informatik, Grundlagen der Bildung von ökologischem Denken und aktuelle ökologische Probleme, die im Informatikunterricht besprochen werden können.

Methoden.

In den letzten Monaten wurden die folgenden Schritte durchgefĂŒhrt:

  1. Ich habe weiter nach Projekten recherchiert, die Informatik und Ökologie in einen Zusammenhang bringen.
  2. Außerdem habe ich das erste Konzept fĂŒr die Module im Rahmen des Informatikunterrichtes ausgearbeitet.
  3. Schließlich habe ich einen Fragebogen fĂŒr Informatiklehrer vorbereitet.

Ergebnisse.

1) In den ersten 6 Monaten meines Forschungsaufenthaltes habe ich viel nach Projekten recherchiert, die mit Informatik in der Schule verbunden sind (oder verbunden werden können) und zur Bildung von ökologischem Denken dienen können. Die gefundenen Projekte wurden in einem grafischen Modell gruppiert dargestellt. Ein neues Projekt, das sowohl fĂŒr die Informatik als auch fĂŒr die Umwelt geeignet ist ‚senseBox‘. Das Projekt wird vom Institut fĂŒr Geoinformatik ausgearbeitet und in zwei Varianten vorgestellt: senseBox:home fĂŒr eine selbststĂ€ndige Arbeit und senseBox:edu fĂŒr eine Arbeit in der Schule.

2) Mit Hilfe der Informationen, die in ersten 6 Monaten gesammelt wurden, habe ich das erste Konzept fĂŒr den Informatikunterricht skizziert. Das Konzept enthĂ€lt 2 Module – eins fĂŒr die Grundschule und Unterstufe und eins fĂŒr die Mittel- und Oberstufe.

3) Es war auch geplant, Expertenmeinungen einzuholen, indem man einen Fragebogen fĂŒr Informatiklehrer erstellt. Der Fragebogen wurde mit Hilfe EvaSys (Evaluationssystem) generiert und ist im Online-Modus verfĂŒgbar. Im Anlage 2 ist ein Screenshot der Umfrage zu sehen, der die Fragen an Lehrer erhĂ€lt. Leider sind noch keine Ergebnisse der Umfrage zu zeigen, da die zweite Runde der Befragung zum Zeitpunkt der Verfassung dieses Dokumentes noch durchgefĂŒhrt wird (im Laufe der ersten Runde wurden nicht genug RĂŒckmeldungen eingeholt).

Meine nĂ€chste Aufgabe ist es, die Unterrichtsmodule tiefer auszuarbeiten. Zum Beispiel muss ich die App fĂŒr MĂŒlltrennung programmieren und testen. Außerdem muss ich auf die weiteren Antworten der Informatiklehrer auf meine Umfrage warten, um diese analysieren zu können. Die Ergebnisse der Umfrage werden bei der weiteren Konzeptbearbeitung hilfreich sein.


Übersicht

Förderzeitraum

07.02.2017 - 06.02.2018

Institut

WestfĂ€lische Wilhelms-UniversitĂ€t MĂŒnster
Institut fĂŒr Didaktik der Mathematik und Informatik
FB Mathematik und Informatik

Betreuer

Prof. Dr. Marco Thomas

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