27.09.2011 | Wer ist der fleißigste Energie-Checker im Land: DBU-Kampagne nennt ihre Besten

Erstkontrollen im dreistelligen Bereich – Handwerker erfolgreich mit „Haus sanieren – profitieren“

Beratung zur Haussanierung
Bundesweit unterwegs mit Erfolg: Die zehn fleißigsten Handwerker der DBU-Kampagne wurden jetzt herausgefunden. Bis zu 190 Energie-Checks haben sie durchgeführt.
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Osnabrück. „Wer will fleißige Handwerker sehen“, beginnt ein beliebtes Kinderlied. Der muss zu Partnern von „Haus sanieren - profitieren“ gehen – könnte es fortgesetzt werden. Denn ebenso kinderleicht gibt es von der Klimaschutz- und Beratungskampagne der Deutschen Bundesstiftung Umwelt (DBU) erste Informationen zu energetischer Sanierung. „Unsere Partner nutzen den kostenlosen Energie-Check, um den Hausbesitzer ganz individuell zu informieren“, sagt DBU-Generalsekretär Dr.-Ing. E. h. Fritz Brickwedde. „Wir gratulieren unseren zehn besten Energie-Checkern zu ihrem erfolgreichen Engagement“, freut sich Brickwedde. Die Fortführung der erfolgreichen DBU-Initiative auf weitere vier Jahre bis Ende 2016 sei vor allem ihren Partnern und Handwerkern zu verdanken. Ganz bewusst setzten sie sich für mehr Klimaschutz durch energetische Sanierungen ein und flankierten so die Bestrebungen der DBU, den Ausstoß klimaschädlichen Kohlendioxids zu verringern.

Zehn Partnerfirmen aus zehn Bundesländern sind ausgezeichnet

Aus zehn Bundesländern wurden die fleißigsten Partner ermittelt. Sie haben zum Teil mehr als 190 Energie-Checks durchgeführt und sanierungswürdige Ein- und Zweifamilienhäuser unter die Lupe genommen. „Das bedeutet, dass unsere Handwerker mehrmals im Monat ausschwärmen und den kostenlosen Service anbieten“, sagt Kampagnenleiter Stefan Rümmele. Dabei am erfolgreichsten sind die Firmen Architektur + Energieberatung GO aus Hannover (Niedersachsen), HG Handwerker-Gemeinschaft GmbH aus Todendorf (Schleswig-Holstein), die Firmen von Heinz Beck in Ibbenbüren (Nordrhein-Westfalen) sowie Günter Geyer in Eckental (Bayern), La Casa Verde aus Frankfurt (Hessen), Rentschler Fenster + Türen in Schömberg (Baden-Württemberg), MEB Management-Energieberatung-Betreuung Partnergesellschaft Schmidt & Völker aus Völklingen (Saarland), das Ingenieur- und Sachverständigenbüro Wenzel in Blankenstein (Thüringen), die Rainer Müller GmbH & Co. KG in Halle (Sachsen-Anhalt) und das Büro ABR aus Rostock (Mecklenburg-Vorpommern).

Energie-Check-Bogen
Von rot bis grün bewertet der Energie-Check die einzelnen Bauteile.
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Kostenloser Energie-Check hilft bei den ersten Schritten im komplexen Thema

Energetische Haussanierungen sind komplex: Um den Eigentümer für das Thema zu sensibilisieren, erhalten Unternehmen, die sich an der Kampagne beteiligen wollen, eine Schulung. Dann kann es losgehen: Sie begutachten das Eigenheim, machen einen kurzen Energie-Check und überreichen dem Hausbesitzer eine Broschüre mit Hinweisen zu den nächsten Schritten. „Das Ganze soll nicht länger als eine halbe Stunde dauern“, erläutert Brickwedde. Mit der Kampagne „Haus sanieren – profitieren“ will die DBU bis 2016 Eigentümern einen Leitfaden an die Hand geben, um ihr Haus Schritt für Schritt zu sanieren. „Unsere Partner haben bis jetzt hochgerechnet mindestens 2,6 Milliarden Euro für Sanierungen angeschoben“, betont er. Ein typisches DBU-Projekt: Die weltweit größte Umweltstiftung hat mit ihrer Förderung vor allem kleine und mittlere Unternehmen im Fokus. Hochgerechnet über die bisherige Laufzeit der Kampagne konnten rund 340.000 Tonnen Kohlendioxid durch erfolgte Sanierungen eingespart werden

Partner-Handwerker generieren mehr Aufträge

Dass sich die Partnerhandwerker neben ihrem Beruf fortbilden und mit dem Energie-Check ein Marketinginstrument anwenden, zahlt sich aus, ergab eine Befragung des Marktforschungsunternehmens „Produkt + Markt“ 2010. Jeder fünfte Kampagnenpartner könne zusätzliche Aufträge für seine Firma erzielen. „Unsere Partner haben es verstanden, sich über unseren Check erfolgreich am Markt zu positionieren und gleichzeitig dem Klimaschutz auf die Sprünge zu helfen“, freut sich Brickwedde.

 

Einige Fotos der Partner sind zu erfragen bei Isabel Krüger und Katja Cherouny.