#DBUcirconomy – die DBU-Initiative für Wirtschaft und Gesellschaft der Zukunft

Circular Economy als Schlüssel zum Lösen globaler Krisen – DBU engagiert sich mit Projektförderung und Stipendienprogramm

Logo Circonomy © Deutsche Bundesstiftung Umwelt
Mit einer neuen Initative nimmt die DBU das Thema "Circular Economy" verstärkt in den Blick.
„Circular Economy – mehr als Kreislaufwirtschaft“: Interview mit Dr. Volker Berding, DBU-Referent für Ressourcenmanagement (Vorschaubild)
„Circular Economy – mehr als Kreislaufwirtschaft“: Interview mit Dr. Volker Berding, DBU-Referent für Ressourcenmanagement (Vorschaubild)

Die Circular Economy als Schlüssel für mehr Rohstoff- und Ressourcenschutz

Der Trend ist ungebrochen: Die globale Rohstoffentnahme übersteigt schon jetzt die Regenerationsfähigkeit der Erde und wächst weiter an. Im schonenden und effizienten Umgang mit Ressourcen liegt der Schlüssel zu einer nachhaltigen Entwicklung. Ressourcenschonung ist damit eine Kernaufgabe heutiger und künftiger Generationen – umso mehr, da der globale Rohstoffkonsum globale Fragen der sozialen Gerechtigkeit aufwirft: So werden viele Rohstoffe unter sehr problematischen sozialen und ökologischen Bedingungen gewonnen, häufig in Ländern, die von der Wertschöpfung wenig profitieren.

 

DBU-Umweltmonitor Circular Economy

Eine Umfrage der Deutschen Bundesstiftung Umwelt in Zusammenarbeit mit dem Meinungsforschungsinstitut forsa zeigt, dass eine erweiterte Kreislaufwirtschaft auf breite Akzeptanz in der Bevölkerung stößt. Die wesentlichen Ergebnisse und den Link zu den Befragungsergebnissen finden sie in unserer Pressemitteilung "Mehrheit der Deutschen für ein Pfand auf Smartphones".

 

Zirkulär statt linear

Einen Weg hin zu einer nachhaltigen Transformation von Wirtschaft und Gesellschaft bietet die Circular Economy: eine erweiterte Kreislaufwirtschaft, die den gesamten Produktlebenszyklus in den Blick nimmt. Sie umfasst nicht nur Ressourceneffizienz und -produktivität, sondern schließt auch ein nachhaltiges Produktdesign und eine lange und effiziente Nutzung hin zu Konzepten eines „Nutzen statt Besitzen“ mit ein. Die Digitalisierung leistet für diesen Transformationsprozess von einer linearen hin zu einer zirkulären Wirtschaft einen entscheidenden Beitrag.

Diese Umwandlung bietet Start-ups und etablierten Unternehmen Chancen für neue Geschäftsmodelle. Mit einer Circular Economy können sowohl ökologische Ziele wie Klimaschutz und Ressourcenschonung verfolgt werden als auch ökonomische Ziele wie Wettbewerbsfähigkeit, Rohstoffunabhängigkeit und Beschäftigungssicherung.

 

Von der Circular Economy zur Circular Society

Nicht zuletzt spielt das Verhalten der Verbraucherinnen und Verbraucher eine zentrale Rolle: Neben technischen Innovationen sind damit alternative Konzepte und Lösungen gefragt, die die Menschen als handelnde Personen in den Fokus stellen und das Verbraucherverhalten berücksichtigen. Beispiele sind das Um- und Wiedernutzen von Produkten, Sharing-Lösungen, aber auch das Vermeiden von Produkten.

 

#DBUcirconomy: Förderinitiative und Stipendienschwerpunkt

Die DBU erkennt in der Circular Economy ein enormes Potenzial. Mit ihrer Initiative für Wirtschaft und Gesellschaft der Zukunft „#DBUcirconomy“ nimmt die Stiftung das Thema verstärkt in den Blick – sowohl in ihrer Projektförderung als auch im Promotionsstipendienprogramm.

Das Einreichungsverfahren für Projekte im Rahmen der Förderinitiative ist vorrangig für kleine und mittlere Unternehmen (KMU) und Forschungseinrichtungen offen. Ausdrücklich erwünscht sind Kooperationsprojekte zwischen KMU und Forschungseinrichtungen, die Beteiligung weiterer Akteure (z. B. Großunternehmen) ist möglich. Es gelten die Förderleitlinien der DBU in der aktuellen Fassung. Informationen zur Antragstellung finden sich hier.

Im Promotionsstipendienschwerpunkt "Besser wirtschaften und leben in Kreisläufen – Transformationspotentiale der Circular Economy" werden Fragen aus sozial‑, geistes-, rechts- und wirtschaftswissenschaftlichen sowie künstlerischen Fachgebieten, aber auch aus technischen, mathematischen und naturwissenschaftlichen Disziplinen adressiert, mehr dazu hier.

 

Interview

„Wir müssen raus aus dem Kleinklein beim Klimaschutz“

DBU-Sprecher Jongebloed ordnet im hr-Interview den sechsten IPCC-Bericht ein

Mit teils drastischen Szenarien hat der Weltklimarat IPCC in seinem jüngst vorgelegten sechsten Bericht die Folgen des menschengemachten Klimawandels geschildert, wenn der Klimaschutz weiter so zögerlich wie bisher in Angriff genommen wird. Demnach wird etwa das angestrebte Ziel, der Erderwärmung im Vergleich zur vorindustriellen Zeit auf maximal 1,5 Grad zu begrenzen, laut Modellrechnungen viel früher als bisher kalkuliert überschritten – nämlich bereits binnen 20 Jahren.

Klaus Jongebloed, Sprecher und Abteilungsleiter bei der Deutschen Bundesstiftung Umwelt (DBU) mit Sitz in Osnabrück, nimmt zum IPCC-Bericht in einem Interview mit dem Hessischen Rundfunk Stellung. Sein Eindruck: Die vielen sattsam bekannten Warnungen vor der Klimakrise erreichen viele Menschen nicht oder nicht mehr. Sicher könne jede und jeder Einzelne etwas für mehr Klimaschutz tun. Viel entscheidender sei aber ein „systemischer Wandel“ hin zu einer Circular Economy, einer umfassenden Kreislaufwirtschaft, so Jongebloed. Er erinnerte in diesem Zusammenhang an ein Wort von Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier. Dieser hatte Anfang Juni dieses Jahres im Park von Schloss Bellevue während der sogenannten Woche der Umwelt, die die DBU traditionell zusammen mit dem Bundespräsidialamt veranstaltet, von einer „Transformation der Gesellschaft in einer gewaltigen Dimension“ gesprochen. Dazu Jongebloed: „Wir müssen diese Herausforderung klug annehmen.“ Für die DBU, eine der größten Umweltstiftungen Europas mit mehr als 10.200 und rund 1,9 Milliarden Euro geförderten Projekten in ihrem nunmehr 30-jährigen Bestehen, heiße die Devise „Anpacken“, so der DBU-Sprecher im hr-Interview. Um welche Projekte es da geht, und was das alles mit FCKW-freien Kühlschränken und der Textilindustrie zu tun hat, hören Sie im Mitschnitt des hr-Interviews.

© hr-iNFO, aktuelle Nachrichten gibt es hier: www.hr-inforadio.de

 

Pressemitteilungen

04.06.2021 | Mehrheit der Deutschen will Verbot von Einwegprodukten

27.06.2021 | Mehrheit der Deutschen für ein Pfand auf Smartphones

Kontaktdaten "Förderschwerpunkt: DBUcirconomy"
Hier finden Sie eine Übersicht nach Förderthemen und unser Organigramm als PDF.