Newsletter des Stipendienprogrammes vom 30.09.2014

Infos aus dem Stipendienprogramm - Nr. 56 - Ausgabe III 2014

Liebe Stipendiatinnen und Stipendiaten, liebe Alumni,

es ist viel passiert in den letzten drei Monaten: Das Kuratorium der DBU wĂ€hlt Rita SchwarzelĂŒhr-Sutter zur neuen Vorsitzenden, die DBU zieht mit ihrem Jahresbericht Bilanz fĂŒr 2013, Bundesumweltministerin Dr. Barbara Hendricks stellt sich zusammen mit DBU-GeneralsekretĂ€r Dr. Heinrich Bottermann und BfN-PrĂ€sidentin Prof. Dr. Beate Jessel den kritischen Fragen der Teilnehmer des Jugendkongresses BiodiversitĂ€t Jugend│Zukunft│Vielfalt auf RĂŒgen und die neuen PreistrĂ€ger des Deutschen Umweltpreises stehen fest.

Wer die glĂŒcklichen AuserwĂ€hlten sind und wer bzw. was in den Stipendienprogrammen gewĂ€hlt, geleistet und diskutiert wurde, lesen Sie in dieser Ausgabe.

Viel Spaß wĂŒnscht

Christine Busch
fĂŒr das Stipendienprogramm-Team

Statuette Deutscher Umweltpreis
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Folgende Listen sind fĂŒr Sie verfĂŒgbar:

In der Zeit vom 1. Juli 2014 bis 30. September 2014 sind 26 StipendiatInnen neu in die Förderung gekommen.

In der Zeit vom 1. Juli 2014 bis 30. September 2014 lief fĂŒr 22 StipendiatInnen die Förderung aus.

Medien & Infos

Neue Promotionsstipendiatinnen und -stipendiaten
Neue MOE-Stipendiaten
Ausgeschiedene Promotionsstipendiatinnen und -stipendiaten
Ausgeschiedene MOE-Stipendiaten

Von 8 Stipendiaten erfuhren wir, dass sie ihre Promotion erfolgreich abgeschlossen haben. Das Referat Stipendienprogramm der DBU gratuliert ganz herzlich!

Liste Promotion

Am 26. Oktober 2014 wird BundesprĂ€sident Joachim Gauck im Rahmen einer Festveranstaltung im Kongress Palais Kassel den Deutschen Umweltpreis verleihen. TrĂ€ger des diesjĂ€hrigen Umweltpreises sind der Ökonom und Energieeffizienzexperte Prof. Dr. em. Peter Hennicke und Prof. Dr.-Ing. Gunther Krieg, Wissenschaftler und GrĂŒnder von UNISENSOR Sensorsysteme. Hubert Weinzierl erhĂ€lt den DBU-Ehrenpreis fĂŒr sein lebenslanges Engagement im Naturschutz. Weitere Informationen zum Deutschen Umweltpreis 2014 erhalten Sie hier.

Der Festakt findet von 11.00 bis 13.00 Uhr statt. Im Anschluss an die Verleihung des Deutschen Umweltpreises gibt es wieder einen Empfang fĂŒr alle GĂ€ste der Veranstaltung. Das Stipendienprogramm hat auch in diesem Jahr wieder einen Meetingpoint fĂŒr alle teilnehmenden Stipendiatinnen und Stipendiaten sowie Alumni eingerichtet. Er befindet sich im Kolonnadenfoyer im Erdgeschoss.

Am Vorabend der Festveranstaltung zur Verleihung des Deutschen Umweltpreises gibt es wieder das traditionelle Treffen aktueller und ehemaliger Stipendiatinnen und Stipendiaten.

Das Treffen wird am Samstag, den 25.10.2014, um 19.00 Uhr im Restaurant „Karlshospital“, Weserstr. 2a, 34125 Kassel, stattfinden.

Nach bewĂ€hrtem Modell wird die DBU zum abendlichen BĂŒfett einladen. Die GetrĂ€nke mĂŒssen in jedem Fall selbst finanziert werden. Anmeldungen können noch bis zum 07.10.2014 hier ĂŒber die Kommunikationsplattform erfolgen.

Des Weiteren findet am Samstag, den 25.10.2013, das Symposium zum Thema „Energiewende“ des Rates der UmweltpreistrĂ€ger im Kongress Palais Kassel statt.

Blick auf den Herkules
© Kassel Marketing GmbH

Außerdem lĂ€dt die Alumni-Vereinigung DBU-Alumni.de am Samstagnachmittag, 25.10.2014, zu einer StadtfĂŒhrung durch Kassel ein. Interessierte können sich noch bis zum 07.10.2014 hier ĂŒber die Kommunikationsplattform anmelden. Den Treffpunkt erhalten Sie nach Ihrer Anmeldung mit der BestĂ€tigungsnachricht.

Einen genauen Programmablauf zum Umweltpreiswochenende finden Sie im pdf-Dokument.

Bitte beachten Sie die attraktiven Sonderkonditionen der Deutschen Bahn zur Anreise zum Deutschen Umweltpreis 2014.

Christine Busch
fĂŒr das Stipendienprogramm-Team

Programmablauf Umweltpreiswochenende 2014

Die Teilwahl fĂŒr DBU-Alumni.de ist abgeschlossen und folgende Alumni sind als Vertreter in den Beirat gewĂ€hlt worden:

 

Nadine Austel, Dr. Martin Köppel und Dr. Dirk Tischler.

 

Die Portraits der Kandidaten finden Sie hier.

Von den Ă€lteren Mitgliedern sind Eva Koch, Prof. Dr. Natalie Eßig, Dr. Ingeborg Niestroy und Prof. Dr. Matthias Kleinke im Beirat vertreten, von der DBU Dr. Volker Wachendörfer, Dr. Hedda Schlegel-Starmann und Christine Busch.

Es haben sich insgesamt 79 ehemalige Stipendiatinnen und Stipendiaten an der Wahl beteiligt. Wir möchten noch einmal allen, die sich zur Wahl gestellt haben, herzlich danken, verbunden mit der Bitte, sich weiterhin aktiv an der Alumni-Arbeit zu beteiligen.

Am Samstagmorgen, 25.10.2014, vor der Verleihung des Deutschen Umweltpreises wird die nĂ€chste Sitzung des Alumni-Beirats in Kassel stattfinden. Hinweise und Anregungen fĂŒr die zukĂŒnftige Alumni-Arbeit nehmen wir selbstverstĂ€ndlich gerne entgegen und stehen auch fĂŒr RĂŒckfragen gerne zur VerfĂŒgung.

Viele GrĂŒĂŸe

Dr. Sabine Möllenkamp

Prof. Dr. Matthias Kleinke

Christine Busch

Dr. Volker Wachendörfer

 

PS. Das genaue Ergebnis der Wahl senden wir Ihnen auf Wunsch gerne zu.

Beirat DBU-Alumni.de
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Die diesjĂ€hrige DBU-Sommerakademie fand unter dem Titel "Nachhaltige Landwirtschaft – Vom Leitbild zum konkreten Handeln" vom 30. Juni bis 3. Juli 2014 im Internationalen Begegnungszentrum St. Marienthal in Ostritz (Sachsen) statt. Diesem umfangreichen Thema stellten sich Fachleute aus Landwirtschaft, ErnĂ€hrung, Handel, Verbraucher- und Naturschutz, Politik sowie DBU-Stipendiaten, Alumni und Interessierte mit anschaulichen PlenumsvortrĂ€gen, intensiven Arbeitskreisen und angeregten Diskussionen.

VortrĂ€ge zu globalen Herausforderungen bei Nahrungs- und Futtermitteln und Bereitstellung nachwachsender Rohstoffe (Prof. von Braun), der FlĂ€che als knappes Gut – Nutzungskonkurrenzen im Globalen Maßstab (Alexander MĂŒller) und Nachhaltigkeit konkret – Methoden, Indikatoren, Werkzeuge (Prof. Christen) zeigten bereits zu Beginn viele Problematiken der globalen Landwirtschaft auf und erste LösungsansĂ€tze wurden angedeutet.

Die Ausarbeitungen in den Arbeitskreisen sowie eine Vielzahl an VortrĂ€gen machten zudem deutlich, wie schwer die drei SĂ€ulen der Nachhaltigkeit Ökonomie, Ökologie und Soziales miteinander vereinbar sind. Zudem war die ĂŒberwiegende Mehrzahl der Fachleute sich einig, dass die kommende Agrarreform mehr Hindernisse als Vorteile auf dem Weg in Richtung einer nachhaltigen Landwirtschaft mit sich bringen wird.

Allerdings stimmten viele Praxisbeispiele aus Landwirtschaft, Produktion und Handel positiv und zeigten, dass mit Willen, Mut und Einfallsreichtum viele fĂŒr unmöglich gehaltene Vorhaben bereits in die RealitĂ€t umgesetzt werden konnten. Allen gemein war, dass es sich jedoch um Einzelfalllösungen handelt, was sicherlich auch der globale Weg sein wird. Es wird keine einfache Einheitslösung aller Probleme geben, sondern es muss an individuellen standortangepassten Lösungen gearbeitet werden. Aber auch der Verbraucher wird in Zukunft immer stĂ€rker gefragt sein, durch bewusste Kaufentscheidungen ein Umlenken der Produzenten herbeizufĂŒhren.

Sommerakademie 2014: Exkursion Stadtgut Görlitz
© Daniela Warzecha

Zum Nachdenken brachte der Vortrag von Dr. Dirscherl (Vertreter der Kirche) zu dem Thema ethische Anforderungen an eine nachhaltige ErnĂ€hrung, in dem er provokant die AnsprĂŒche von pflegebedĂŒrftigen Menschen mit denen von Tieren in der Massentierhaltung verglich.

Bei allem Ernst, welcher der Veranstaltung beigemessen wurde, kam auch der Spaß nicht zu kurz. DafĂŒr sorgten unter anderem das gerĂ€umige Festzelt, das am Abend zum gemeinsamen Verfolgen der Spiele der Fußball Weltmeisterschaft einlud, sowie der DBU typische gemĂŒtliche Gasthaus-Abend. Ein besonderes VergnĂŒgen bereitete den aktuellen Stipendiaten zudem ihre Unterbringung in einem 14-Personen-Schlafsaal.

Ein gelungener Ausklang bei bestem Wetter schuf die Besichtigung des Stadtguts Görlitz, einem ökologischen Landbau mit Obstplantagen, Acker, GrĂŒnland, Wald und einem Bioland Legehennenbetrieb mit 15.000 HĂŒhnern. Hier wurde nicht nur beobachtet und angefasst, es durften auch Kirschen vom Baum und gekochte Eier probiert werden.

Daniela Warzecha
DBU-Stipendiatin

Sommerakademie 2014: Exkursion Bioland Legehennenbetrieb
© Daniela Warzecha

Insgesamt 29 neu in die Förderung gekommene Promotionsstipendiaten fanden sich vom 07.07. bis 10.07.2014 im Zentrum fĂŒr Umweltkommunikation ein, um einen Einblick in die Arbeit und Zielstellung der Deutschen Bundesstiftung Umwelt zu erhalten, ihr Stipendienprogramm in seiner Arbeitsweise sowie die Mitarbeiter des Stipendienprogramms nĂ€her kennen zu lernen und erste Kontakte im Stipendiatenkreis zu knĂŒpfen.

Eingerahmt wurde das Seminar durch einen Festakt zur Verleihung der Stipendienurkunden durch DBU-GeneralsekretĂ€r Dr. Heinrich Bottermann. Anschließend berichteten die Alumni Dr. Isabelle Franzen-Reuter und Dr. Adrian Bischoff ĂŒber ihre Zeit als Stipendiatin bzw. Stipendiat der DBU und ihren beruflichen Werdegang. Die festliche Veranstaltung endete pĂŒnktlich, damit noch genug Zeit war, das Fußball-Halbfinalspiel Deutschland gegen Brasilien zu verfolgen.

Weiterhin gab es wĂ€hrend des 3-Tage-Seminars FĂŒhrungen durch die DBU-Ausstellung „Konsum Kompass“, durch die GeschĂ€ftsstelle der Deutschen Bundesstiftung Umwelt, durch das Rathaus und die Altstadt von OsnabrĂŒck sowie einen Besuch des StipendiatenParks.

Am letzten Tag hatten die Stipendiatinnen und Stipendiaten die Möglichkeit, an jeweils einem Workshop zum Thema „Erfolgreich argumentieren“ oder zum Thema „ZEIT managen“ teilzunehmen.

Christine Busch
fĂŒr das Stipendienprogramm-Team

EinfĂŒhrungsseminar Juli 2014: StadtfĂŒhrung durch OsnabrĂŒck
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Vom 9. bis 11. Juli 2014 fand das 1. Statustreffen des neuen Stipendienschwerpunkts „Integrierte Chemikalienbewertung“ statt. Nach dem „Kick-Off-Meeting“ in Aachen im Januar, an dem zunĂ€chst nur die Stipendiaten aus der ersten Auswahlrunde teilnahmen, fand das 1. Statustreffen unter Teilnahme von zwei weiteren StipendiatInnen statt, die in der zweiten Auswahlrunde in die Förderung und den Stipendienschwerpunkt der DBU aufgenommen wurden (Stefanie Wieck, Jonas Schubert). Zudem folgten zwei weitere DBU-Stipendiatinnen (Jessika Teuber, Anja KnĂ€bel) der Einladung von Herrn Hempel, um ihr Promotionsprojekt vorzustellen und das Themenspektrum zu bereichern.

Die StipendiatInnen sowie die Betreuer Dr. Hempel (DBU) und Prof. Dr. SchĂ€ffer (RWTH Aachen, Institut fĂŒr Umweltforschung) trafen sich zunĂ€chst in Frankfurt a. M. am Institut fĂŒr Ökologie, Evolution und DiversitĂ€t von Prof. Dr. Oehlmann. Dort lernte die Gruppe den neuen Campus der UniversitĂ€t Frankfurt kennen und konnte Einblick in die Institutsarbeit von Herrn Oehlmann gewinnen. Nach einer sehr angeregten und interessanten Diskussion ĂŒber aktuelle Beispiele der Chemikalienbewertung brach die Gruppe auf in Richtung Roßdorf im Odenwald. Dort befand sich die Unterkunft fĂŒr die nĂ€chsten zwei NĂ€chte. Nach den ersten vier VortrĂ€gen am Donnerstagmorgen startete die Gruppe von Roßdorf aus zunĂ€chst zu einer Werksbesichtigung der Firma „Ibacon“, ein Unternehmen, welches sich auf die Stoffbewertung von Chemikalien spezialisiert hat. Die Firmenleitung ermöglichte den StipendiatInnen eine umfangreiche FĂŒhrung durch die Labore und Versuchseinrichtungen der Firma und gewĂ€hrte Einblick in die Arbeit eines stark expandierenden Unternehmens.

Im Anschluss an die Besichtigung der Firma Ibacon fuhr die Gruppe weiter nach Darmstadt, um an der dortigen Hochschule Prof. Dr. Martin FĂŒhr und seine Mitarbeiter zu treffen. Prof. FĂŒhr ist Jurist und anerkannter Spezialist im Bereich des europĂ€ischen Chemikalienrechts und betreut in seiner Arbeitsgruppe mehrere juristische Dissertationen in diesem Themenbereich. Herr FĂŒhr gab der Stipendiatengruppe einen anschaulichen Einblick in das Chemikalienrecht der EuropĂ€ischen Union. Im Anschluss an den Vortrag von Herrn FĂŒhr machte sich die um die Arbeitsgruppe von Herrn FĂŒhr gewachsene Runde auf zu einem gemeinsamen Abendessen an einem schönen DarmstĂ€dter See.

Am dritten Tag des Statustreffens stellten die StipendiatInnen die Fortschritte ihrer Promotionsvorhaben vor. Schwierigkeiten wurden dabei genauso besprochen und diskutiert wie Erfreuliches.

Das 1. Statustreffen war eine gelungene Veranstaltung, die erneut die Möglichkeit zu fachlichem als auch persönlich intensivem Austausch bot. An dieser Stelle sei deswegen auch ganz herzlich Frau Stock gedankt, die im Vorfeld das Treffen akribisch vorbereitete.

Lisa Löffler & Marco Kraas
DBU-Stipendiaten

Statusseminar „Stipendienschwerpunkt Integrierte Chemiekalienbewertung“ Juli 2014
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Die NobelpreistrĂ€gertagung in Lindau war eine großartige Gelegenheit, um einmal persönlich NobelpreistrĂ€ger des Fachbereichs Medizin/Physiologie kennenzulernen.

Die Laureaten haben im Rahmen von VortrÀgen ihre bahnbrechenden Errungenschaften vorgestellt. Diskussionsrunden und Abendveranstaltungen boten ideale Möglichkeiten, um fachspezifische Fragen zu stellen, aber auch um den NobelpreistrÀgern sogar ihre persönlichen Geschichten zu entlocken.

Ich mochte insbesondere die packenden VortrÀge von Elisabeth Blackburn und Oliver Smithies, die unterschiedlicher nicht hÀtten sein können, und die inspirierenden Begegnungen mit anderen Teilnehmern aus der ganzen Welt. Ich werde noch sehr lange die spannenden und motivierenden Erlebnisse in Erinnerung behalten.

Elisa Schulz
DBU-Stipendiatin

NobelpreistrÀgertagung Lindau 2014
© Elisa Schulz

Wohnen in der Jugendherberge, Diskutieren im neuen Naturerbe Zentrum, Radfahren auf Deutschlands grĂ¶ĂŸter Insel - vom 13. bis 18.7.2014 fand in Binz auf RĂŒgen das 124. Stipendiatenseminar statt.

Es begann mit einem Paukenschlag: Kaum angekommen auf der Insel erlebten die 25 Stipendiatinnen und Stipendiaten des Seminars nach dem Kennenlernen und der BegrĂŒĂŸung durch Dr. Hedda Schlegel-Starmann, wie sich die deutsche Fußball-Nationalmannschaft bei der Weltmeisterschaft in Brasilien zum Titel kĂ€mpfte – Public Viewing in der Jugendherberge Prora machte es möglich.

Das GelĂ€nde der Unterkunft selbst ist historisch: Auf fĂŒnf Kilometern planten hier die Nationalsozialisten in den 30er Jahren einen riesigen GebĂ€udekomplex fĂŒr den Urlaub der Massen. 20.000 Menschen sollten im „Kraft durch Freude“ Seebad Erholung finden. Nach dem Krieg nutzte es die Nationale Volksarmee der DDR. Heute planen und bauen verschiedene Investoren an Eigentumswohnungen mit Meerblick. Zum eigentlichen Seminarort, dem Naturerbe Zentrum RĂŒgen, ging es jeden Morgen in knapp 10 Minuten mit dem Rad.

Am Montag startete das Seminar mit einem abwechslungsreichen PrĂ€sentationstraining unter Anleitung von Christina Pollmann. SprechĂŒbungen, Mini-VortrĂ€ge und Videoauswertung bereiteten dabei nicht nur auf die kommenden Referate vor, sondern fĂŒhrten ganz nebenbei zum entspannten Austausch und Kennenlernen der Stipendiatinnen und Stipendiaten. Nach erfolgreichem Workshop und dem Abendessen informierte Dr. Hedda Schlegel-Starmann am Abend noch zu den neuesten Entwicklungen bei der DBU.

Ab Dienstag wurde es dann auch fĂŒr die Stipendiatinnen und Stipendiaten Ernst, ihr Thema in 15 Minuten zu prĂ€sentieren, um danach Rede und Antwort zu stehen. Angesichts der mit Natur-, Sozial- und Geisteswissenschaftlern interdisziplinĂ€ren Gruppe waren auch die VortrĂ€ge entsprechend abwechslungsreich. Von KĂ€fern im Bayrischen Wald ĂŒber nachhaltige Entwicklung bei Jugendlichen und im Botanischen Garten, Solarexpeditionen, juristischen und sozialen Fragen bei Windkraftanlagen sowie Verbesserungen von Biogasanlagen bis hin zu neuartigen Syntheseverfahren und Optimierungen bei Flussbatterien sowie organischer und anorganischer Solarzellen war die Themenpalette Ă€ußerst vielfĂ€ltig. Mit und ohne Powerpoint waren die PrĂ€sentationen dabei auf hohem Niveau und boten jede Menge Stoff fĂŒr rege Diskussionen unter den Teilnehmenden, die meist in den Kaffeepausen weitergefĂŒhrt wurden.

Neben den VortrĂ€gen bot das Seminarprogramm zahlreiche Möglichkeiten fĂŒr Exkursionen und Infos zur Insel. So erklĂ€rte uns am Dienstag Oliver Thassler, Leiter des Umweltinformationszentrums des Naturerbe Zentrums RĂŒgen, in seinem Vortrag zur „Entwicklung von Landschaften und der Landschaftsmalerei auf RĂŒgen“ den Einfluss von Malerei und LandschaftsĂ€sthetik auf die Bewertung schĂŒtzenswerter Gebiete. Susanna Misgajski vom PRORA-ZENTRUM fĂŒhrte uns schließlich ĂŒber einen Teil des ehemaligen KdF-GelĂ€ndes mit ErklĂ€rungen zur abwechslungsreichen Geschichte. Am Donnerstag leitete uns wiederum Oliver Thassler ĂŒber die DBU-NaturerbeflĂ€chen – mit spannenden EindrĂŒcken von Wald, WasserbĂŒffeln und einmaligen Steinfeldern.

Ob am Strand, beim Grill oder zum Abschiedsessen in Binz war auch an den Abenden fĂŒr beste Stimmung gesorgt. Und so vergingen die ereignisreichen Tage auf RĂŒgen, bis die Teilnehmenden des 124. Stipendiatenseminars mit allerlei EindrĂŒcken, neuen Erfahrungen und vielleicht der einen oder anderen Inspiration am Freitag wieder von der Insel nach Hause fuhren.

Jens Marquardt
DBU-Stipendiat

Stipendiatenseminar Binz Juli 2014
© Christina Pollmann

22 Teilnehmer, dieses Mal ohne Ausnahme Naturwissenschaftler, saßen fĂŒr eine Woche bei fast ausnahmslos Nebel und Regen im Kloster St. Marienthal beisammen, um sich ĂŒber den Stand ihrer Arbeiten auszutauschen.

Aufgrund zweier kurzfristiger Absagen konnte das Programm in erfreulich entspanntem Zeitrahmen absolviert werden. Die hinzugewonnenen FreirĂ€ume wurden freudig angenommen und mit sozialer Interaktion gefĂŒllt. Die von der Klosterleitung freundlicherweise gestellten Überraschungsaufgaben, wie die Einrichtung eines lokalen Hochfrequenz-Randomisierers fĂŒr die Netzabdeckung auf dem KlostergelĂ€nde bei gleichzeitiger DĂ€mpfung des Signals sowie die willkĂŒrliche Verteilung von WLAN-Hotspots mit exorbitanter Einzelplatz-Buy-In Option, fĂŒhrte unter den Elitestudenten zu einem Motivationsschub.

Das Wetter zeigte sich gegen Ende des Seminars gnĂ€dig, was den Teilnehmern zu einem ĂŒberaus gelungenen Besuch auf dem Vattenfall-Abenteuerspielplatz im Braunkohletagebau Nochten verhalf. Die faszinierende wie verstörende Gigantomanie der dortigen Natureingriffe trug ihren Anteil zur mentalen AbhĂ€rtung des zukĂŒnftigen FĂŒhrungspersonals der deutschen Ökologie bei.

FĂŒr seelischen Ausgleich sorgte die Fahrradtour bei Kaiserwetter am Folgetag entlang den Vorzeigeprojekten der Stadt Ostritz zur ad-hoc (sĂ€chsisch fĂŒr: autark) -ökologischen Energieversorgung, die da wĂ€ren: Blockheizkraft- und FernwĂ€rmewerk mit Holzschnitzelverbrennung, Windkraftanlagen und Wasserkraftwerk an der Neiße.

FĂŒr einen gelungenen Abschluss sorgte der von der DBU gesponserte Grillabend am letzten Seminartag im mondĂ€nen Gartenambiente des Klosters, bei dem die Stipendiaten die vergangenen Tage bei St. MarienbrĂ€u und Riesling Revue passieren ließen.

Die Seminarleitung hatte SchĂ€fchen wie auch SchlafschĂ€fchen souverĂ€n im Griff und verhalf allen Mitgliedern zu einem gleichermaßen lehrreichen wie unterhaltsamen Stipendiatenseminar, von dem wir vieles Neues mitnehmen:

Durchwurzelbarkeitssteigerung des Lumbricus terrestris, suizidale Eisen-Eisen-Hydrogenasen, Mikroplastik-MĂŒllstrudel (auch beim Abendessen), Trockenstress, Parkplatzchaos im Halbleiter, artifizieller Rehverbiss, zwei kleine Löcher bringen die Buche nicht um und vieles mehr


Es war schön, mal wieder!

Nico Wöhrle/Martin Seßler
DBU-Stipendiaten

Stipendiatenseminar Ostritz September 2014
© Nico Wöhrle

Ende August wurde der DBU-Stipendiat Jan Engler mit dem Reviewer Award des Online-Begutachtungsservice "Peerage of Science" ausgezeichnet. Dieser Service soll den ĂŒblichen Begutachtungsprozess fĂŒr alle beteiligten (Autoren, Gutachter, Journal-Herausgeber) effizienter und transparenter machen (u. a. mit einer Begutachtung der Gutachten).

NĂ€here Informationen erhalten Sie hier.

Das DBU-Stipendienprogramm gratuliert ganz herzlich!

Jan Engler
© Jan Engler

Im Hotel Euphoria in Borovets, Bulgarien, fand vom 05. bis 07.09.2014 das diesjĂ€hrige Treffen aller DBU-Alumni-Netzwerke statt. Die Vertreter der einzelnen LĂ€nder waren: Agris Barkans und Ilze Kalvane (Lettland), Tönis Kattel (Estland), Konstantin Rubekin und Petras Selilionis (Litauen), Vera Petrova Asenova, Yana Mateeva, Vanya Ratarova-Georgieva und Zornitsa Stratieva (Bulgarien), Olja Kristic und Slobodan Miljatovic (Serbien), Ioana Anamaria Daraban (RumĂ€nien), Grzegorz Brzozowski-Zabost und Karol Mrozik (Polen), Lucia CachovanovĂĄ und Jarmila Leskova (Slowakei), Petr Dvorak und Zbynek Klose (Tschechien), Balazs Dietrich und Gabor Denes Szabo (Ungarn), Maria Katser und Evgeniia Kozhukharova (Kaliningrad) sowie Matthias Kleinke und Ingeborg Niestroy (Deutschland). Außerdem nahmen die DBU-MitarbeiterInnen Nicole Freyer-Wille, Christiane Grimm, Volker Wachendörfer, Sonja Beiderwellen sowie Christine Busch teil.

Der Tagungsort liegt ca. 70 km von Sofia entfernt im Rila-Gebirge. Er ist der grĂ¶ĂŸte und Ă€lteste Gebirgsurlaubsort in Bulgarien. Leider konnten wir aber aufgrund der nebeligen Wetterlage nur selten die Berge erblicken.

Der Workshop begann am Freitagnachmittag mit einer Vorstellungsrunde der einzelnen Teilnehmer. Anschließend wurden Neuigkeiten innerhalb der DBU ausgetauscht, u. a. ging es um das neue Kuratorium, die Entwicklung des Stiftungskapitals, neue DBU-Förderschwerpunkte, neue Projekte, neue DBU-NaturerbeflĂ€chen, die Einweihung des neuen Naturerbe-VerwaltungsgebĂ€udes sowie kĂŒnftige Veranstaltungen, z. B. die Verleihung des Deutschen Umweltpreises in Kassel.

Am nĂ€chsten Vormittag stellten die verschiedenen Netzwerke ihre AktivitĂ€ten und Kooperationen in der Alumni-Arbeit vor. In vielen LĂ€ndern werden regelmĂ€ĂŸige Treffen in Form von Jahressitzungen organisiert, daneben z. T. auch Fachveranstaltungen zu aktuellen Umweltthemen. Viele Alumni-Vereinigungen sind inzwischen mit einer eigenen InternetprĂ€senz vertreten und nutzen diese auch fĂŒr Werbemaßnahmen des MOE-Programms der DBU.

Im Anschluss gaben Sonja Beiderwellen und Christine Busch eine kurze EinfĂŒhrung in die Kommunikationsplattform und erhielten einige VerbesserungsvorschlĂ€ge fĂŒr den Aufbau der Plattform.

Danach berichtete das bulgarische Netzwerk ĂŒber die aktuellen Entwicklungen im Umwelt- und Naturschutz in Bulgarien. Anschließend erarbeiteten das MOE- sowie das deutsche Netzwerk weitere gemeinsame AktivitĂ€ten und Initiativen zur besseren Vernetzung der Alumni. So wird im MĂ€rz 2015 eine Stipendiatenakademie zu den Themen Nachhaltige Landnutzung und Ökologisches Bauen in Bad Bederkesa stattfinden. Auch DBU-Alumni.de plant eine Fachveranstaltung fĂŒr Mai 2015.

Der Nachmittag war geprÀgt von einer erlebnisreichen Exkursion nach Tsari Mali Grad, einer auf einem Berg gelegenen römischen Festung aus dem 6. Jahrhundert. Den krönenden Abschluss des Tages bildete der Besuch eines bulgarischen Restaurants in Samokov mit vielen leckeren landestypischen Gerichten.

Das abwechslungsreiche und gelungene Treffen war durch gute Laune und viele konstruktive GesprÀche geprÀgt. Die DBU freut sich auf den nÀchsten Internationalen Alumni-Workshop, der vom 05. bis 07.06.2015 in Deutschland, Hannover, stattfinden wird.

Christine Busch
fĂŒr das Stipendienprogramm-Team

Gruppenfoto Internationaler Alumni-Workshop 2014 in Bulgarien
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Am Wochenende vom 5. bis 7. September 2014 fand das internationale Treffen der DBU-Alumni-Netzwerke in Borovets im Hotel „Euphorie“ statt.

Die diskutierten Themen bei diesem Treffen waren rund um die Arbeit der Alumni-Netzwerke der anwesenden Vertreter aus folgenden LÀndern: Bulgarien, Deutschland, Litauen, Lettland, Estland, Polen, RumÀnien, Serbien, Tschechische Republik, Slowakei, Ungarn und Kaliningrad.

WĂ€hrend des Treffens wurde die Nutzung der Plattform der DBU zur Kommunikation zwischen den gegenwĂ€rtigen und ehemaligen Stipendiaten besprochen sowie die Möglichkeiten zum Anreiz fĂŒr ihre PrĂ€senz in der Plattform. Es wurden auch Ideen zur Optimierung der Plattform diskutiert.

Ein Teil der Konferenz war der aktuellen Entwicklung des Themas „Umwelt und Naturschutz in Bulgarien“ gewidmet. Die anwesenden Vertreter der DBU erzĂ€hlten ĂŒber einige der Projekte, welche durch die Stiftung in Bulgarien finanziert werden.

Zum Schluss, um Bulgarien und ihre Schönheiten ins Herz zu schließen, wurde fĂŒr alle Teilnehmer an der Konferenz eine Exkursion zur Festung „Tsari Mali Stadt“ nahe dem Dorf Belchin organisiert.

Wir, die Gastgeber, schenkten den Teilnehmern zum Andenken ein T-Shirt mit dem Logo der DBU, welches von der talentierten Rusana Tsvetanova handgemalt wurde.

Das Treffen verlief in freundlicher Stimmung, welche durch das wolkige und nasse Wetter nicht getrĂŒbt werden konnte.

Vera Asenova
Bulgarisches Alumni-Netzwerk

Exkursion Internationaler Alumni-Workshop 2014: Römische Festung Tsari Mali Grad
© Vera Asenova

Ehemaliger rumÀnischer DBU-Stipendiat mit Nachwuchswissenschaftlerpreis ausgezeichnet

Dan Vodnar, ehemaliger rumĂ€nischer DBU-Stipendiat, wurde als erster rumĂ€nischer Wissenschaftler mit dem „Danubius Young Scientist Award 2014“ ausgezeichnet. Dr. Dan Vodnar war in der Zeit von September 2008 bis Februar 2009 DBU-Stipendiat im MOE-Austauschstipendienprogramm. Er absolvierte das Stipendium am Leibniz-Institut fĂŒr Agrartechnik Potsdam-Bornim e. V., Abteilung Bioverfahrenstechnik.

Dr. Vodnar ist seit dem Stipendienende an der UniversitĂ€t fĂŒr Landwirtschaft und VeterinĂ€rmedizin, Institut fĂŒr Lebensmittelwissenschaften und -technik, in Cluj Napoca als Juniorprofessor tĂ€tig. Die Auszeichnung bekam er fĂŒr seine Forschungen auf dem Gebiet der antimikrobiellen Verpackungen aus Algen, Muscheln und anderen umweltfreundlichen Materialien. NĂ€here Informationen finden Sie hier.

Dr. Vodnar wurde bereits in den vergangenen Jahren mit mehreren nationalen Wissenschaftspreisen ausgezeichnet und hat fĂŒnf Patente.

Siehe auch DBU-Newsletter hier.

Das MOE-Austauschstipendienprogramm der DBU mit RumÀnien (seit 2005) ist sehr erfolgreich. Mehrere ehemalige Stipendiaten haben in den letzten Jahren bereits Patente erworben und sind Juniorprofessoren an rumÀnischen UniversitÀten oder haben sich mit eigenen Umweltfirmen in RumÀnien niedergelassen.

Dr. Dan Vodnar
© Dr. Dan Vodnar

Alumnitreffen der baltischen DBU-Stipendiaten

Vom 9. bis 11. Mai 2014 fand in Estland auf der Insel Saaremaa das zweite Alumnitreffen der baltischen DBU-Stipendiaten statt. Ehemalige Stipendiaten aus Estland und Lettland sowie ein Alumnivertreter aus Serbien und DBU-Vertreter nahmen an dem Treffen teil.

Am Samstagvormittag gab es verschiedene PrĂ€sentationen. Herr TĂ”nu Talvi vom Umweltamt Estland hielt einen Vortrag ĂŒber Naturschutzprobleme auf der Insel Saaremaa. Die ehemalige lettische Stipendiatin Ilze Kalvane hielt einen Vortrag mit dem Titel „Die Naturwerte der Ostsee. Unsere Herausforderungen, AktivitĂ€ten und Aktuelles“ und gab einen sehr informativen und anschaulichen Überblick ĂŒber das gesamte Ökosystem der Ostsee.

Nachmittags wurde eine Exkursion in den Nationalpark Vilsandi gemacht. Der Nationalpark Vilsandi ist das Ă€lteste Naturschutzgebiet in den baltischen Staaten. Es liegt an der WestkĂŒste der Insel Saaremaa. Die FlĂ€che des Nationalparks betrĂ€gt 237,6 kmÂČ, wovon sich 162,3 kmÂČ im Meer und 75,3 kmÂČ auf dem Festland erstrecken. Der Nationalpark hat ca. 160 Inseln, Eilande und Riffe. Charakteristisch fĂŒr diese Region sind das Meeresklima, viele Arten von Seevögeln, Estlands grĂ¶ĂŸte LiegeplĂ€tze fĂŒr Kegelrobben und die aufregende Fauna des Meeresbodens.

Exkursion im Nationalpark Vilsandi
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Am Ende des Tages besuchten alle Teilnehmer auch die Kaali-Meteoritenkrater, die in Europa einzigartig sind. Der Hauptkrater ist ein grĂŒnlicher TĂŒmpel von etwa 50 Metern Durchmesser, umgeben von einem 16 Meter hohen Erdwall mit einem Durchmesser von 110 Metern. Im Umfeld des Einschlagkraters lassen sich acht Nebenkrater finden, die mit Durchmessern zwischen 15 und 40 Meter deutlich kleiner ausfallen. Der wahrscheinlich vor 4.000 Jahren eingeschlagene Meteorit wurde zwar in keinen einheimischen Schriften erwĂ€hnt, doch hinterließ der Einschlag Spuren in finnischen und skandinavischen Überlieferungen und soll vom griechischen Autor Pytheas in seinen Aufzeichnungen erwĂ€hnt worden sein.

Trotz Estlands kĂŒhlem FrĂŒhlingswetter war es schön, zusammenzukommen. Das nĂ€chste Alumnitreffen der baltischen DBU-Stipendiaten findet in Lettland im Jahr 2015 statt.

Tönis Kattel
Alumnivertreter in Estland

Teilnehmer beim Kaali-Meteoritenkrater
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Jahrestreffen des tschechischen und slowakischen Alumni-Netzwerks in Devin-Bratislava, Slowakei

Vom 23. bis 25.05.2014 fand das gemeinsame Jahrestreffen des tschechischen und slowakischen Alumni-Netzwerks in Devin-Bratislava in der Slowakei statt. Es war bereits das zweite Treffen der beiden Alumni-Netzwerke, wobei das erste in SĂŒdmĂ€hren stattfand.

Am wunderschönen Ort des Zusammenflusses von March und Donau, unter der Burg Devin, einem historisch wichtigen Nationaldenkmal, trafen sich die ehemaligen DBU-Stipendiaten, um ĂŒber ihre beruflichen und auch privaten TĂ€tigkeiten mit den alten Kollegen und Freunden zu sprechen.

Das gemĂŒtliche Beisammensein fing am Freitag mit einer traditionellen Weinprobe an, diesmal des Thebener Ribiselweins. Im Rahmen des fachlichen Programms am Samstag prĂ€sentierten die Alumni die Ergebnisse ihrer frĂŒheren oder aktuellen Arbeit, die von Umweltbildung, Abfallentsorgung und -minderung ĂŒber effiziente Energienutzung bis zur Umsetzung der Wasserrahmenrichtlinie aus der rechtswissenschaftlichen Sicht vielfĂ€ltige Bereiche abdeckte.

Um die Umgebung von Bratislava den Teilnehmern nĂ€her zu bringen, wurde eine Wandertour zum Naturreservat Devinska Kobyla – Thebener Kogel im Gebirge Kleine Karpaten gemacht, die mit einer Exkursion im Rahmen des Projekts „Arten- und Biotopschutz im Naturreservat Devinska Kobyla‘‘, gefördert durch die DBU, verbunden war. Die AktivitĂ€ten des Instituts der angewandten Ökologie, dessen Vertreter uns durch das Naturgebiet gefĂŒhrt hat, sind auf Schutz, Renaturierung und Management der wertvollen Wiesen, Feuchtgebiete und Moore ausgerichtet. In Zusammenarbeit mit anderen UmweltverbĂ€nden kam es zur Erneuerung von Weiden in den Schutzgebieten in der Umgebung von Bratislava, was zur RĂŒckkehr der ursprĂŒnglichen Pflanzenarten fĂŒhren soll.

Die Burg Devin am Zusammenfluss von March und Donau
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Der letzte Tag des Alumni-Treffens galt den Donau-Auen, die im Gebiet von Bratislava noch relativ ungestörten Charakter haben. Nach einem Vortrag konnten die Teilnehmer bei einer Kanutour von Hainburg in Österreich bis Bratislava die Schönheit der Donau-Auen mit ihren erhaltenen Biotopen bewundern und nĂ€her kennenlernen. Die gemeinsam verbrachte Zeit brachte jedem viel und alle waren sich wieder einig, dass es immer wichtig ist, sich regelmĂ€ĂŸig zu treffen. Die mitgeteilten Kenntnisse, Meinungen und Kontakte vertiefen das Umweltdenken, egal ob es sich um Teilnehmer handelte, die immer noch im Umweltfach tĂ€tig sind, oder um die, die beruflich in eine andere Richtung gegangen sind.

Das nĂ€chste Jahrestreffen des tschechischen und slowakischen Alumni-Netzwerks soll in Tschechien stattfinden. Wir alle hoffen, dass wir uns nĂ€chstes Jahr in noch grĂ¶ĂŸerer Anzahl treffen.

Jarmila Leskova
Alumni-Vertreterin Slowakische Republik

Die tschechischen und slowakischen Teilnehmer
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Ungarisches Alumni-Jahrestreffen in BalatonszĂĄrszĂł 23. bis 25. Mai 2014

In diesem Jahr haben wir uns fĂŒr das Thema beispielhafte Energiesparprojekte in Ungarn entschieden. Deswegen wurde als unser Zielort das evangelische Konferenz- und Missionszentrum in BalatonszĂĄrszĂł ausgewĂ€hlt. Dieses GebĂ€ude wurde in 2004 im Rahmen eines komplexen Nachhaltigkeitsprojekts erneuert. Es ist nicht nur umweltfreundlich, sondern auch kinderfreundlich, also ideal fĂŒr unsere Alumni-Großfamilie. Die jĂŒngste Generation (0-4) war nĂ€mlich auch massiv vertreten. Wir haben mit diesem schönen Haus echt GlĂŒck gehabt. Es liegt direkt am Plattenseeufer, so haben wir neben der reichen fachlichen FĂŒhrung auch im Wasser Spaß gehabt. Das Wetter ist ja schön sommerlich gewesen.

Am Freitagabend sind alle glĂŒcklich angekommen und wir haben mit dem traditionellen gemĂŒtlichen Beisammensein angefangen. Ich glaube, das ist einer der wichtigsten und schönsten Momente des Jahrestreffens. Wir haben einander als echte Freunde begrĂŒĂŸt und konnten uns nicht nur ĂŒber fachliche, sondern auch ĂŒber private Themen lange in der Nacht unterhalten. Wir haben uns besonders gefreut, dass Agris, das aktivste Mitglied des lettischen Alumni Netzwerks, auch dabei war.

FĂŒr Samstag hatten wir ein fachliches Programm geplant. Der Direktor des Hauses hat uns einen Film ĂŒber die Renovierung des GebĂ€udes und den Ablauf des Projekts gezeigt und mit uns seine Erfahrungen ĂŒber die neuen Energiespartechnologien diskutiert. Anschließend gab es eine FĂŒhrung durch das GebĂ€ude, was so interessant war, dass wir vor dem Mittagessen nur fĂŒr unsere Alumni-Sitzung Zeit hatten. Die Forumsdiskussion ĂŒber das energieeffiziente Bauen (gefĂŒhrt von unserem Alumni-Mitglied TamĂĄs FaragĂł) wurde vor das Abendessen verschoben.

Zwischen diesen Programmpunkten haben wir Spiele geplant: aus natĂŒrlichen Materialen basteln und möglichst energiesparende Ideen verwirklichen. Die Kinder und die Erwachsenen waren sehr kreativ mit dem Schiffbasteln und mit den Luftballonfiguren.

Am Ende des Tages haben wir an einer Weinprobe teilgenommen. Das Kennenlernen der ungarischen Weinregionen gehört schon zu den Traditionen unseres Jahrestreffens. Die fĂŒnf leckeren Weinsorten wurden in der Umgebung von BalatonszĂĄrszĂł hergestellt. WĂ€hrend der Weinprobe konnten wir ausgezeichnete, hausgemachte KĂ€sesorten probieren und ein lustiges Alumni-Quiz von unserem Alumni-Mitglied Valeria Bacsardi „ausfĂŒllen“. Schließlich haben wir wieder fast bis zum nĂ€chsten Morgen miteinander geredet und gesungen.

Am Sonntag haben die FrĂŒhaufsteher sofort an der Europawahl in BalatonszĂĄrszĂł teilgenommen, wĂ€hrend die anderen die letzte Gelegenheit in der Sauna ausgenutzt haben. Langsam sind alle nach Hause gefahren, aber wir hĂ€tten uns vorstellen können, noch einige sonnige Urlaubstage zusammen am Balaton zu verbringen.

Zsuzsanna HorvĂĄth
Ungarisches Alumni-Netzwerk

MOE-Alumni-Treffen in Ungarn Mai 2014
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5. Nationales Treffen der Vertreter des DBU-Alumni-Netzwerks in Bulgarien

Im Zeitraum vom 20. bis 22. Juni 2014 fand im Dorf Beli Osam, Gemeinde Troyan, das 5. Nationale Treffen der Vertreter des DBU-Alumni-Netzwerks in Bulgarien statt. An der Veranstaltung nahmen neun Vertreter des DBU-Alumni-Netzwerks in Bulgarien und Dr. Nicole Freyer-Wille teil.

Das 5. Nationale Treffen stand unter dem Titel „Schutzgebiete“. Am Anfang des ersten Tages wurde der Nationalpark Zentralbalkan besichtigt. Herr Bashev, Direktor der Direktion des Nationalparks Zentralbalkan, und Herr Sergei Aleksandrov, Experte in der Direktion des Nationalparks, erzĂ€hlten ĂŒber das Management, die Probleme und die AktivitĂ€ten, welche auf dem Territorium des Parks gemĂ€ĂŸ dem Planungsinstrument des Schutzgebiets durchgefĂŒhrt werden.

Alumni-Treffen in Bulgarien Juni 2014
© Vera Asenova

Das Ziel des zweiten Teils des Treffens war, die zukĂŒnftigen AktivitĂ€ten des DBU-Alumni-Netzwerks in Bulgarien zu besprechen. WĂ€hrend der Veranstaltung wurde die Vorbereitung der bulgarischen Version der BroschĂŒre des DBU-Alumni-Netzwerks in Bulgarien finalisiert.

Das Treffen endete mit einer Diskussion ĂŒber die Organisation des bevorstehenden internationalen Treffens von allen Alumni-Stipendiaten, welches im Kurort Borovets im Zeitraum 5. bis 7. September 2014 stattfinden wird.

Vera Asenova
Bulgarisches Alumni-Netzwerk

Alumni-Treffen in Bulgarien Juni 2014
© Vera Asenova

6. Nationales Treffen der Vertreter des DBU-Alumni-Netzwerks in RumÀnien

Im Zeitraum vom 12. bis 13. Juli 2014 fand das jÀhrliche Alumnitreffen des DBU-Alumni-Netzwerks aus RumÀnien im Smida Dorf statt. Smida Dorf befindet sich im Apuseni Gebirge, wo auch ein Naturschutzgebiet eingerichtet ist. Unser Seminar und die Besprechungen fanden im Smida-Park, Mountain Resort & Spa, statt.

Unser Programm war völlig auf die zukĂŒnftigen AktivitĂ€ten des Alumni-Netzwerks und die Förderung des DBU-Stipendiums in unserem Land konzentriert. Wir haben alle unsere Mitglieder, die in diesem Jahr in ziemlich großer Anzahl dabei waren, ĂŒber neue Förderstrategien befragt und wir haben einen neuen Werbungsplan aufgestellt.

Da dieses Jahr auch unsere kleinsten Mitglieder (Kinder der Alumni) dabei waren, mussten wir auch an spielerische AktivitĂ€ten denken. Dass war aber sehr einfach, weil der Smida-Park sehr viele PlĂ€tze fĂŒr Entspannung und Erholung anbietet.

Am Samstagmittag sind wir alle im Gasthaus angekommen. Die Gastgeber haben uns mit einem traditionell rumÀnischen Mittagessen erwartet. Die Umgebung war so schön, dass ein paar unserer Mitglieder gleich danach einen Spaziergang durch die Gegend gemacht haben.

Am Nachmittag fanden unsere Vorstellungrunde und die Besprechung statt. Wir waren sehr begeistert, die neuen Alumni und auch einen Vertreter des litauischen Alumni-Netzwerkes kennenzulernen.

Die Besprechung war sehr produktiv und wir waren froh zu sehen, dass die ganz neuen Alumni so viel Interesse an der Mitarbeit im Netzwerk zeigten. Am Abend fanden wir uns alle in der Schwimm- und Sauna-Halle wieder, wo wir uns nicht nur ĂŒber fachliche, sondern auch ĂŒber persönliche Themen unterhalten haben.

Sonntag sind wir frĂŒh aufgestanden, da einige von uns schon nach dem FrĂŒhstĂŒck los mussten. Nach einem langen Abschied haben die Verbliebenen eine Wanderung durch den Nationalpark gemacht. Es war sehr entspannend, die vielen Pflanzenarten zu beobachten. Es gab auch einige KĂŒhe und Pferde dort. Es war eine große Freude zu sehen, dass viele der Bauern, die dort in der Gegend wohnen, die natĂŒrliche Beweidung unterstĂŒtzen, und dass sie verstehen, dass dies einen positiven Einfluss auf den Naturschutz hat. Am Nachmittag sind wir alle mit neu geschöpfter Energie fĂŒr die kommende Woche abgereist. Wir freuen uns heute schon auf das nĂ€chste Alumni- Jahrestreffen.

Oana Ciuzan
RumÀnisches Alumni-Netzwerk

Alumni-Treffen in RumÀnien Juli 2014
© Melinda Puskas

Zehn neue Stipendiaten aus Mittel- und Osteuropa in der Förderung

Im September dieses Jahres haben zehn Stipendiaten aus Ungarn (4), RumĂ€nien (5) und der Slowakei (1) ihren Forschungsaufenthalt in Deutschland angetreten. Die ersten vier Tage ihres Stipendiums verbrachten die Hochschulabsolventen auf einem EinfĂŒhrungsseminar in der NĂ€he von OsnabrĂŒck. Neben einem Besuch in der GeschĂ€ftsstelle der DBU erhielten die Stipendiaten einen Einblick in DBU-geförderte Projekte und lernten das Nettetal in OsnabrĂŒck kennen. Die nĂ€chsten sechs bis zwölf Monate werden die Stipendiaten in UniversitĂ€ten, Forschungseinrichtungen und Unternehmen verbringen.

MOE-EinfĂŒhrungsseminar September 2014
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Das aktuelle DBU-Logo fĂŒr StipendiatInnen finden Sie hier.

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