Mit Hydraulikschere und Kettensägen ausgestattet haben Forstmitarbeitende vom Bundesforstbetrieb Reußenberg im Februar 2025 die Waldränder entlang der Wege auf der DBU-Naturerbefläche Oschenberg bearbeiten. Die Wege müssen für mögliche Rettungstransporte offengehalten und daher einige Bäume zurückgeschnitten werden. Außerdem leiden viele Eschen unter dem Eschentriebsterben und sind nicht mehr lange standfest, was die Sicherheit von Passantinnen und Passanten gefährden kann. Zusätzlich zur Verkehrssicherungsmaßnahme soll ein stufiger Waldrand entstehen. Das bedeutet, dass der Wald angrenzend zur Straße nicht abrupt aufhört, sondern einen fließenden Übergang bildet. Das erhöht den Strukturreichtum und kommt der biologischen Vielfalt zugute.
Die DBU-Naturerbefläche Oschenberg liegt rund sechs Kilometer nordöstlich von Bayreuth. Charakteristisch für die etwa 209 Hektar große Fläche sind die unterschiedlichen, miteinander verzahnten Lebensräume. Offene Flächen, Hecken und Sträucher sowie Wälder bieten eine Vielfalt an Strukturen und somit vielen, darunter auch seltenen Tier- und Pflanzenarten einen Lebensraum. Gäste können im Sommer vor allem seltene Tagfalter-Arten beobachten. Der gefährdete Thymian-Ameisenbläuling (Glaucopsyche arion) ist eine von mehr als 400 Schmetterlingsarten, die auf dem Oschenberg bestimmt wurden.




Heimischen Laubbaumarten unter die Arme greifen und Naturwälder von morgen entwickeln – das hat das DBU Naturerbe auf dem ehemaligen Truppenübungsplatz in Marienfließ vor. Dafür hat ein Forstunternehmen im März 2025 südlich von Wahlstorf Kiefern entnommen, um der Entwicklung von Laubmischwald auf die Sprünge zu helfen.
Gleichzeitig nutzten DBU Naturerbe und Bundesforstbetrieb Trave die Gelegenheit für eine weitere Naturschutzmaßnahme: Nördlich des Wanderwegs soll ein stufiger Waldrand entwickelt werden. Das bedeutet, dass der Wald angrenzend zum Weg nicht abrupt aufhört, sondern einen fließenden, mäandrierenden Übergang bildet. Solche strukturreichen Waldränder mit Einbuchtungen, Büschen und Sträuchern sowie einzelnen Bäumen sind in Wirtschaftswäldern selten geworden. Der naturnahe Übergang bietet vielen Vogelarten, Kleintieren und Insekten Lebensraum und ist ein wichtiger Beitrag zur biologischen Vielfalt. Damit der Sandmagerrasen nicht durch das verrottende Schnittgut zusätzlich mit Nährstoffen versorgt wird, was dem Biotop schaden würde, wurde das ganze Material von der Fläche geholt. Das Schnittgut wurde zu Hackschnitzeln verarbeitet und an ein Blockheizkraftwerk geliefert.