MOE-Fellowship

Aiga Spage

Methoden zur Bewertung von √Ėkosystemleistungen, die von st√§dtischen Gr√ľnfl√§chen bereitgestellt werden

¬†¬†¬† Heute leben mehr als 54% der Weltbev√∂lkerung in St√§dten. In der Europ√§ischen Union liegt diese Zahl sogar √ľber 75%. Angesichts zunehmender Umweltprobleme wie steigender Lufttemperaturen, vermehrten Starkregen- sowie Hochwasserereignissen und hoher Luftverschmutzung in st√§dtischen R√§umen spielen urbane Gr√ľnfl√§chen ‚Äď auch als gr√ľne und blaue Infrastruktur bezeichnet ‚Äď und die von ihnen bereitgestellten √Ėkosystemleistungen eine bedeutende Rolle. Als √Ėkosystemleistungen werden Leistungen, die durch √Ėkosysteme und die Natur erbracht und von Menschen ‚Äď direkt sowie indirekt ‚Äď genutzt werden, verstanden. Im st√§dtischen Kontext erbringen urbane √Ėkosysteme, wie zum Beispiel Parks, Gew√§sser sowie einzelne B√§ume √Ėkosystemleistungen (z.B. Hochwasserschutz, Erholung, K√ľhlung).¬†¬†

¬†¬†¬† Die oben genannten √∂kologischen Herausforderungen, mit denen Lettland, haupts√§chlich in Riga, konfrontiert ist, sind jedoch auch in anderen lettischen St√§dten sichtbar. In Zukunft k√∂nnen sie zum Problem werden, wenn keine Ma√ünahmen ergriffen werden. Die Mehrheit der lettischen Einwohner st√∂√üt im Alltag nicht auf diese Umweltprobleme. Dies ist vermutlich der Grund, warum das √Ėkosystemleistungskonzept in der Gesellschaft und auch bei der Entscheidungsfindung noch sehr neu ist. Lettland ist immer noch an einem Punkt, an dem Umweltprobleme vermieden werden k√∂nnen oder keine gro√üen finanziellen oder personellen Ressourcen zur Verbesserung der Situation erforderlich sind. Um die Situation in einem kontrollierbaren Zustand zu halten, m√ľssen Methoden und Ans√§tze zur Bewertung von √Ėkosystemleistungen in kleinem Ma√üstab erforscht, die Daten analysiert und den Entscheidungstr√§gern pr√§sentiert werden.

¬†¬†¬† In den vergangenen Jahren wurden √Ėkosystemleistungen auf st√§dtischer, regionaler, nationaler oder sogar globaler Ebene umfassend erforscht. Um das Konzept der √Ėkosystemleistungen in der st√§dtischen Planungsebene einzuf√ľhren, ist die Bewertung von gr√ľnen Elementen auf kleiner/lokaler Ebene erforderlich. Denn selbst isolierte, kleine Gr√ľne Elemente innerhalb der Stadt k√∂nnen wichtige √Ėkosystemleistungen erbringen, die letztlich einen gro√üen Einfluss auf das menschliche Wohlbefinden in St√§dten haben. Leider gibt es bez√ľglich der Bewertung von √Ėkosystemleistungen im kleinen/lokalen Ma√üstab noch Forschungsl√ľcken.

¬†¬†¬† Ziel des Projekts ist es, ein umfassenderes Verst√§ndnis f√ľr die Verbindung zwischen st√§dtischen Gr√ľnfl√§chen und √Ėkosystemleistungen zu vermitteln, wie der Nutzen bewertet und die Ergebnisse visuell interpretiert werden k√∂nnen. Um dieses Ziel zu erreichen, ist das Projekt in drei Teile unterteilt:

¬†¬†¬† Systematische √úberpr√ľfung von Methoden oder Ans√§tzen f√ľr die Bewertung von √Ėkosystemleistungen im st√§dtischen Raum auf kleiner / lokaler Ebene. Ziel der √úberpr√ľfung ist es, auf L√ľcken im Forschungsbereich zu reagieren und Wissen f√ľr die n√§chsten Projektschritte bereitzustellen.

¬†¬†¬† Analyse der Daten (Geodaten, Fl√§chennutzungsplan der Stadt) und Visualisierung der Situation mit st√§dtischen Gr√ľnfl√§chen in der Stadt Jelgava. Grobeinsch√§tzung potenzieller √Ėkosystemleistungen in der Stadt Jelgava.

¬†¬†¬† Die generierten Karten und Ergebnisse f√ľr Lettland stellen aufgrund des Mangels an Zeit und verf√ľgbaren Daten nur eine ann√§hernde Realit√§ts Abbildung dar. Das Projekt kann jedoch fortgesetzt werden, um st√§dtische Gr√ľnfl√§chen oder weiterf√ľhrend einen Gr√ľnen Infrastrukturplan f√ľr die Stadt Jelgava zu erstellen und die bereitgestellten √Ėkosystemleistungen zu bewerten. Die Stadt Jelgava ist eine Heimatstadt der Universit√§t f√ľr Biowissenschaften und -technologien in Lettland, die eine hervorragende Basis f√ľr die Einbeziehung transdisziplin√§rer Studien in die Erforschung von √Ėkosystemleistungen im st√§dtischen Umfeld darstellt.


√úbersicht

Förderzeitraum

06.02.2019 - 05.08.2019

Institut

Leibniz-Institut f√ľr √∂kologische Raumentwicklung e. V.

Betreuer

Dr. Karsten Grunewald

Kontakt

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