Verbesserung der Bilgenwasserentölung kleiner und mittelgroßer Schiffe

Das Problem: Ölhaltiges Bilgenwasser auf kleineren Schiffen

Das EcoBilge-Projekt adressiert ein Umweltproblem, das bislang nur wenig Beachtung findet: die häufig unsachgemäße Entsorgung ölhaltigen Bilgewassers auf kleineren und mittleren Schiffen mit einer Länge von bis zu 40 Metern (unter 400 Bruttoraumzahl). Für diese Schiffsgrößen fehlen bislang einfache, effiziente und zugleich kostengünstige Lösungen zur Bilgewasserentölung. In der Praxis wird das belastete Wasser daher oftmals unbeabsichtigt in die umliegenden, befahrenen Gewässer gepumpt. Da diese Ölverschmutzung ein geahndetes Umweltvergehen darstellt, wird das Bilgewasser häufig mit Reinigungsmitteln vermischt, um den entstehenden Ölfilm optisch unsichtbar zu machen. Auf diese Weise kommt es zu einer kontinuierlichen und erheblichen Belastung der Gewässer.

Innovative Technik für besseren Umgang mit Bilgenwasser

Ziel des Projekts ist daher die Weiterentwicklung und Validierung eines praxistauglichen Systems zur Abscheidung von Öl aus Bilgewasser auf Basis eines in Brasilien erprobten Prototyps. Begleitend werden Gewässerproben analysiert sowie das Problembewusstsein unter Bootsbesitzern und die rechtlichen Rahmenbedingungen untersucht. Langfristig zielt das EcoBilge-Projekt darauf ab, nicht nur ein marktfähiges Produkt zu entwickeln, sondern auch Impulse für eine Verbesserung der gesetzlichen Standards im Umgang mit Bilgewasser zu setzen.

Projektdurchführung:

Universität Rostock
Lehrstuhl Schiffbau
Albert-Einstein-Str. 2
18059 Rostock

DBU-AZ: 40307/01

Förderzeitraum: 13.10.2025 – 13.10.2027

Prinzipielle Funktionsweise des Systems zur Abscheidung von Öl aus Bilgewasser.
© Universität Rostock / Lehrstuhl Schiffbau