Lösungsmittelfreie Herstellung von Flexodruckformen

Aktenzeichen 21153/01
Zusammenfassung / Abstract: Dateigröße: 0.06 MB | Zuletzt geändert: 11.08.2009
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Projektträger: esb automations AG
Schulten Sundern 14
48432 Rheine
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Telefon: 05955/9282-920
Internet: -
Bundesland: Nordrhein-Westfalen
Beschreibung:
Zielsetzung und Anlass des Vorhabens

Es soll in einer zweijährigen Studie der Ansatz der lösungsmittelfreien Herstellung von Flexodruckformen durch eine Direktstrukturierung von Elastomer-Sleeves mittels Festkörperlasern im Laborbereich als umwelttechnisch und wirtschaftlich machbar nachgewiesen werden. Hierbei liegt der Schwerpunkt auf der exakten Abstimmung von Material und Laser.


Darstellung der Arbeitsschritte und der angewandten MethodenArbeitsschritte Rotec
Im Zuge dieses Projektes soll ein Material entwickelt werden, welches im Hinblick auf die Verarbeitung im Laser und die Verdruckbarkeit in der Druckmaschine optimiert ist. A
rbeitsschritte Fachhochschule
Das bestmögliche Laserverfahren soll durch Laborversuche ermittelt werden (Lasertyp, Bearbeitungsverfahren, etc.)
Arbeitsschritte esb
Nach Auswahl des richtigen Materials, Laser und Fertigungsablauf werden die entsprechenden technischen Einrichtungen detailliert geplant und in ein fertiges System umgesetzt. Hierzu werden Hard- und Softwaresteuerungen entwickelt, gefertigt, gemeinsam getestet und in Betrieb genommen.


Ergebnisse und Diskussion

Die Ergebnisse bezüglich des Lasers bedeuten einen enormen Technologiesprung. Der Einsatz von modernen Faserlasern bietet gegenüber der konventionellen Direktstrukturierung mit CO2-Lasern folgende Vorteile:
· kompaktes Bauvolumen,
· Strahlführung über Lichtleitfasern (daher Integration in bestehenden Anlagen unkompliziert möglich),
· keine Verschleißteile (daher wartungsfreier Betrieb mit hoher Lebensdauer),
· höhere Strahlqualität ermöglicht Mikrostrukturen bis zu 10 µm,
· hoher Wirkungsgrad bis zu 30 %.
Ein viel versprechendes Material wurde gefunden. Es bietet die besten Ergebnisse und bei der Bearbeitung treten nach heutigem Kenntnisstand keinerlei umweltbelastende oder gesundheitsgefährdende Stoffe auf. In Zusammenarbeit mit entsprechenden Firmen (Reprohäusern, Graveuren und Druckern) wird das Feintuning noch durchgeführt.
Ein mögliches Steuerungskonzept wurde gefunden. Die Alltagstauglichkeit der Steuerung müsste jedoch in einem Prototypen getestet werden.


Öffentlichkeitsarbeit und Präsentation

· Vorstellung in Laserseminaren für Vertreter der Industrie (bspw. 1 x jährlich im Rahmen des Anwenderseminars `Lasertechnik´ mit der Westfalen AG).
· Präsentation von Mustern bei individuellen Beratungen im LFM.
· Abschließende Publikation in der Fachpresse (Drucktechnik, Lasertechnik); Publikationen befinden sich in Vorbereitung.
· Integration in die Vorlesung Lasermaterialbearbeitung für Studenten der Physikalischen Technik der FH Münster (bereits erfolgt).
· Präsentation bei Zielkunden.
· Berichte in Fachzeitschriften.
· Information auf den üblichen Messen im druckenden Gewerbe.


Fazit

Das Ergebnis zeigt, dass die lösungsmittelfreie Herstellung von Flexodruckformen ökonomische Vorteile bringt. Darüber hinaus ist die Einhaltung der 31. BimSchV gewährleistet. Es sind also gute Vorausset-zungen gegeben, auf die Technologie der Direktstrukturierung mittels Faserlaser zurückzugreifen. Sollte die Technologie flächendeckend eingeführt werden, kann das zu einer Umweltentlastung von mehreren Mio. Litern Lösemittel pro Jahr führen. Das Projekt soll nun von einem Maschinenbauunternehmen aus der Branche fortgeführt werden.

Förderzeitraum: 23.03.2004 - 13.03.2007 (2 Jahre und 12 Monate)
Fördersumme: 134.000,00
Förderbereich: I.1.2
Themengebiet: Umwelttechnik
Stichworte: Umweltforschung, Klimaschutz, Umwelttechnik
Publikationen: