Durchführung des Umweltkommunikationsprojekts Stärkung der regionalen und lokalen Umweltverwaltung in Litauen

Aktenzeichen 19582/01
Zusammenfassung / Abstract: Dateigröße: 0.05 MB | Zuletzt geändert: 11.08.2009
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Projektträger: Ecologic Institut gemeinnützige GmbH
Pfalzburger Str. 43 - 44
10717 Berlin
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Bundesland: Grenzüberschreitend
Beschreibung:
Zielsetzung und Anlass des Vorhabens

Ziel des Projekts ist die Stärkung der regionalen und lokalen Umweltverwaltung in Litauen. Vertreter aus Gemeinden, untergeordneten Behörden, Inspektoraten und aus dem Umweltsektor nahestehenden Bereichen wie Stadtplanung, Energie oder Verkehr werden über die Zusammenhänge zwischen Europäischer und nationaler Umweltpolitik informiert. Es wird ein grundsätzliches Verständnis über die Auswirkungen eines Beitritts Litauens zur Europäischen Union im Bereich der Umweltverwaltung hergestellt. Dies wird zu einer verbesserten Um- und Durchsetzung des nationalen Umweltrechts, das durch das Europäisches Umweltrecht initiiert wurde, beitragen.


Darstellung der Arbeitsschritte und der angewandten MethodenZur Erreichung der Ziele wird eine Serie von Veranstaltungen bestehend aus Informationstagen, Fachseminaren und Managementschulungen angeboten, auf denen einer breiten Zielgruppe Wissen und praktische Erfahrungen vermittelt werden. Praktische Erfahrung aus der Umweltverwaltung werden von Vertretern aus Bayern erläutert, die einen Teil der Referenten der Veranstaltung stellen werden. Ausgewählte Vertreter aus Litauen werden zu einem Studienbesuch nach Bayern eingeladen.
Das Projekt wird von Ecologic koordiniert und inhaltlich betreut. Die Organisation vor Ort wird von ECAT Litauen und dem Baltic Environmental Forum übernommen. Beide tragen auch zur inhaltlichen Konzeption des Projekts bei. Durch diese Kombination des Teams wird eine inhaltlich überzeugende, auf den Bedarf der Zielgruppe abgestimmte und organisatorisch zuverlässige Projektdurchführung gewährleistet. Dabei kann auf die Erfahrung der Projektpartner in der Umsetzung der Europäischen Umweltpolitik und den Herausforderungen der litauischen Umweltpolitik aufgebaut werden.


Ergebnisse und Diskussion

Insgesamt haben 600 Teilnehmer an den Projektveranstaltungen teilgenommen. 57% der Teilnehmer sind Vertreter der lokalen und regionalen Verwaltungen (Counties, Kommunen und Neighborhoods), 10% sind Vertreter von regionalen Umweltschutzbehörden (REPD) unter dem litauischen Umweltministerium. 7% sind Teilnehmer kommunaler Unternehmen (Abfall und Wasser). Andere kleine Teilnehmergruppen bestehen aus Vertretern des litauischen Umweltministeriums, den Organisatoren der Veranstaltungen, andere Institutionen (Universitäten, etc.) sowie ausländischen Gästen, wie die Experten aus Deutschland.
Information
Das Projekt hat dazu beigetragen, 600 Vertreter der lokalen und regionalen Umweltbehörden in Litauen über Europäische Umweltpolitik und den Bezug dieser Politik zu ihrer Lebenswirklichkeit zu informieren. Über das allgemeine Funktionieren der europäischen Umweltpolitik allgemein wurden vor allem die Be-reiche Wasser, Abfall, Luft. Lärm und Naturschutz abgedeckt. Dabei ist das Projekt sogar weiter gegan-gen als ursprünglich geplant, denn die Vertreter haben praktische Informationen an die Hand bekommen, die sie in ihrer täglichen Arbeit verwenden können. Dadurch wird die Umsetzung der europäischen Ge-setzgebung in diesen Bereichen stark verbessert.
Kapazitäten zur Weiterbildung
Eines der Ziele des Projektes, war , dass die lokalen Vertreter in Litauen in die Lage versetzt werden soll-ten, eigenständig über Europäische Themen und die Zusammenhänge zwischen Europäischem und nationalem Umweltrecht zu referieren. Dieses Ziel wurde voll erreicht, denn die Mitarbeiter von ECAT haben die Vorträge über Europäische Umweltpolitik im Rahmen der Informationsveranstaltungen am Ende des Projektes selbständig übernommen.
Kooperation Litauen - Deutschland
Die Kooperation zwischen Litauen und Deutschland wurde sowohl durch den Studienbesuch der Litauer in Deutschland, als auch durch die bayerischen Referenten auf den einzelnen Fachseminaren angeregt. Dabei wurden der litauischen Verwaltung erfolgreiche Konzepte der Verwaltungspraxis im Bereich des Umweltschutzes vermittelt und der Export anerkannt hoher Umweltschutzstandards sowie der entsprechenden Umwelttechnologien vorbereitet.
Kooperation innerhalb der baltischen Staaten
Neben der Kooperation zwischen Deutschland und Litauen hat das Projekt auch dazu beigetragen, die Kooperation zwischen den baltischen Staaten anzuregen. Mehrere gemeinsame Veranstaltungen zu spezifischen Themen haben den hohen Stellenwert dieses Austausches bestätigt und zu einer Weiterführung dieser Aktivitäten im Umweltbereich angeregt.


Öffentlichkeitsarbeit und Präsentation

Es war integraler Bestandteil des Projektes, Broschüren über die einzelnen Themen zu verfassen und an eine möglichst große Zielgruppe zu verteilen.


Fazit

Neben den oben dargestellten Ergebnissen des Projektes war es einer der Haupterfolge des Projektes, Netzwerkkontakte mit den regionalen und lokalen Behörden in Litauen hergestellt zu haben. Experten aus den Kommunen waren aktiv, nicht nur als Teilnehmer an den Projektveranstaltungen, sondern haben auch bei der inhaltlichen Vorbereitung der Veranstaltungen geholfen und dort Vorträge gehalten. Die Projektaktivitäten sind durchweg auf positives Feedback gestoßen und unterstützen die Umsetzung der europäischen Gesetzgebung in Litauen. Das hohe Engagement der Teilnehmer zeigt die Wertschätzung dieser Aktivitäten. Das Projekt konnte aufgrund seiner finanziellen Ausstattung nicht alle Umweltbereiche abdecken. Weitere Aktivitäten sind notwendig.

Förderzeitraum: 21.05.2002 - 31.12.2004 (2 Jahre und 7 Monate)
Fördersumme: 123.662,00
Förderbereich: III.11.2
Themengebiet: Umweltkommunikation
Stichworte: Umweltkommunikation
Publikationen: