Chancen kleiner und mittlerer Unternehmen für eine nachhaltige Energieversorgung

Aktenzeichen 16639/01
Zusammenfassung / Abstract:
Abschlussbericht: Kein Treffer. Bitte versuchen Sie noch die Suche im OPAC.
Projektträger: Wuppertal Institut für Klima, Umwelt, Energie GmbHSenior Advisor
Döppersberg 19
42103 Wuppertal
weitere Projekte aus der Umgebung
Telefon: 0202/2492-109
Internet: -
Bundesland: Nordrhein-Westfalen
Beschreibung:
Zielsetzung und Anlass des Vorhabens

Es ist das Ziel durch die Verknüpfung von verschiedenen Akteuren neue Möglichkeiten zur Stärkung der schwachen Nachfrage der KMU nach Energieeffizienzlösungen zu entwickeln. Dabei soll der Zugang der Zielgruppe zu neuen, innovativen Anbietern und Märkten im Ausland erleichtert werden. Aufgrund seiner internationalen Ausrichtung bietet das Projekt die Chance, den KMU den Zugang zur internationalen Klimapolitik, insbesondere CDM, zu erleichtern.


Darstellung der Arbeitsschritte und der angewandten MethodenDas Projekt wird in Kooperation der FBSD mit dem Wuppertal Institut bearbeitet. Der Beitrag des Wuppertal Instituts liefert eine thematische Konkretisierung des Themas Klima- und Ressourcenschutz im Mittelstand und gliedert sich in zwei Schwerpunkte:
Stimulierung und Transformation von zukunftsfähigen Energiemärkten im Mittelstand
- Analyse und Spezifikation des Anforderungsprofils der mittelständischen Zielgruppe hinsichtlich zukunftsfähiger Energietechnologien
- Differenzierung und Segmentierung der Zielgruppe KMU als Voraussetzung für die Weiterentwicklung von Energiedienstleistungen und die Erschließung neuer Geschäftsfelder
- Entwurf einer KMU-spezifischen Marketing und Kommunikationsstrategie.
Förderung der internationalen Klimaschutz-Kooperation durch flexible Instrumente
- Bereitstellung von Informationen zum CDM für KMUs, um deren besondere Bedingungen in die Ausgestaltung des Instruments einfließen zu lassen.
- Entwicklung einer Beteiligungsstrategie für KMUs am CDM, unter Berücksichtigung spezifischer Probleme für Kompetentprojekte in Entwicklungsländer.


Ergebnisse und Diskussion

Das Projekt untersucht die sozio-ökonomischen Randbedingungen für die erfolgreiche Umsetzung von Energieeffizienzmaßnahmen in kleinen und mittleren Unternehmen (KMU). Es werden wichtige Einflussfaktoren und charakteristische Merkmale von Umsetzungsprozessen in Unternehmen beschrieben, die einen Ansatzpunkt für entsprechende energie- und klimapolitische Fördermaßnahmen bieten.
Bei der Analyse wird deutlich, dass hierbei vor allem auch soziale, psychologische und organisatorische Faktoren einen erheblichen Einfluss auf die Einleitung und erfolgreiche Durchführung von Energieeffizienzprojekten in KMU haben. Diese Faktoren müssen deshalb bei der Gestaltung und Umsetzung der neuen klimapolitischen Initiativen des Kyoto-Protokolls berücksichtigt werden. Neben dem Aspekt der direkten Beteiligung von Annex I Akteuren an Investitionen im Rahmen von Projekten in Entwicklungsländern spielen capacity building initiatives eine zentrale Rolle bei der Senkung der Treibhausgasemissionen. Gerade die Unterstützung der Zielgruppe der KMU durch externe Akteure (local agencies, neutrale Institutionen, Informationskampagnen usw.) ist eine wichtige Voraussetzung zur Nutzung der vorhandenen Einsparpotenziale.
Das Projekt identifiziert hier vielversprechende Ansatzpunkte für solche Initiativen und diskutiert eine Reihe von Schlussfolgerungen zur konzeptionellen Ausgestaltung von capacity building initiatives.


Öffentlichkeitsarbeit und Präsentation

Die Ergebnisse des Projekts werden im Rahmen der Publikationstätigkeit des Wuppertal Instituts der Fachwelt wie auch einer breiteren Öffentlichkeit dargestellt.
Die Forschungsergebnisse konnten im Rahmen eines Expert Meetings Social, behavioural and cultural aspects of mitgation measures and policies in die Arbeiten der Working Group III des Intergovernmental Panel on Climate Change (IPCC) eingebracht werden. Die konzeptionellen Aspekte der Ausgestaltung der Kyoto Mechanismen werden durch die Politikberatung der Klima Abteilung des Instituts direkt in die Debatte des UNFCCC COP Prozesses eingespeist.


Fazit

Die Projektergebnisse unterstreichen die Bedeutung der interdisziplinären Analyse von energie- und klimapolitischen Strategieoptionen. Die Relevanz der sozialen und organisatorischen Parameter erfordert eine besondere Berücksichtigung dieser Einflussfaktoren bei der Gestaltung von Politikmaßnahmen und den internationalen Regimes.

Förderzeitraum: 01.07.1999 - 15.03.2000 (8 Monate)
Fördersumme: 22.778,05
Förderbereich: III.11.1
Themengebiet: Umweltkommunikation
Stichworte: Umweltforschung, Umweltkommunikation, Klimaschutz, Umwelttechnik, Ressourcenschonung
Publikationen:
Thematisch verwandt...
Lädt...