DBU-Lunchtalk: Kreislaufwirtschaft im Gesundheitswesen

Die Gesundheitswirtschaft verbraucht enorme Mengen an Rohstoffen und verursacht rund 5,2 Prozent der Treibhausgasemissionen in Deutschland. Gleichzeitig fehlen vielerorts verbindliche Strategien, um Abfälle zu reduzieren und Materialien im Kreislauf zu führen. Genau hier setzte Ende Februar der DBU-Lunchtalk „Kreislaufwirtschaft im Gesundheitswesen“ an und verwies auf die DBU-Förderinitiative CirculAid. Durch sie wurden bereits sechs Projekte mit rund 1,5 Mio. Euro unterstützt. Sie zeigen, dass praxisnahe Lösungen möglich sind – von Mehrweg-Textilien bis hin zur Wiederverwertung von Kunststoffen aus Beatmungssystemen. Besonders im Fokus: das Projekt „Kreislaufwirtschaft im medizinischen Labor“, das infektiöse Kunststoffabfälle so aufbereitet, dass daraus neue, hygienisch unbedenkliche Produkte entstehen können.

Die Akteure bewegen sich in einem hochregulierten Umfeld. Die Richtlinie LAGA M18 priorisiert aus Gründen des Hygieneschutzes die thermische Entsorgung und erschwert stoffliches Recycling erheblich. Gemeinsam mit dem Land Mecklenburg-Vorpommern wird nun erprobt, wie Kunststoff aus medizinischen Laboren weitergenutzt werden kann – ein wichtiger Schritt, um regulatorische Spielräume auszuloten und weiterzuentwickeln.

Mehr zum Lunchtalk-Programm sowie die gezeigten Vortragspräsentationen unter:
www.dbu.de/termine/dbu-lunchtalk-kreislaufwirtschaft-im-gesundheitswesen/

Mehr zur bereits abgeschlossenen DBU-Förderinitiative CirculAid unter: www.dbu.de/themen/foerderinitiativen/circulaid/