DBU – aktuell – Umweltbildung IV/2014

Informationen aus der Fördertätigkeit der Deutschen Bundesstiftung Umwelt (DBU) zum Thema Umweltbildung

Liebe Leserinnen und Leser,

zum letzten Mal in diesem Jahr erreicht Sie heute der Umweltbildungs-Newsletter der Deutschen Bundesstiftung Umwelt (DBU).

Wir stellen Ihnen die interaktive DBU-Ausstellung "Zukunftsprojekt Energiewende" in Osnabrück vor. Ab sofort können Besucher hier die verschiedenen Facetten der Energiewende selbst entdecken. Es werden Grundlagen und Lösungsvorschläge aufgezeigt, wie die Energiewende in Deutschland, bei unseren europäischen Nachbarn sowie bei jedem Einzelnen zu Hause umgesetzt werden kann.

Wir berichten außerdem über zwei von der DBU geförderte Projekte: 32 Jugendherbergen im Nordwesten gehören zu den Top 3 von Deutschlands nachhaltigsten Unternehmen mittlerer Größe 2014. Der zuständige Landesverband hat alle Unternehmensbereiche partizipativ und erfolgreich auf Nachhaltigkeit ausgerichtet. Anlässlich des Internationalen Jahres des Bodens richten die DBU und der Rat für Nachhaltige Entwicklung zudem 2015 den Wettbewerb "Boden-Mehr-Wert" aus. Damit soll auf den Wert und notwendigen Schutz von Boden als wertvoller Lebensraum und als lebenswichtiger Lieferant von Nahrung und Ressourcen aufmerksam gemacht werden.

Im Januar 2015 laden wir Sie zu zwei Veranstaltungen in das DBU Zentrum für Umweltkommunikation in Osnabrück ein: Auf der Tagung zu "Chemie und Energie" in Schülerlaboren erfahren Sie, wie das Thema nachhaltige Chemie alltagsbezogen und zielgruppengerecht an Kinder und Jugendliche vermittelt werden kann. Eine Schlüsselrolle kommt den über 100 chemischen Schülerlaboren in Deutschland zu, die fundierte experimentelle Angebote entwickelt haben. Im Rahmen der Veranstaltung "Bürger zwischen Engagement und Wissenschaft – Citizen Science" wird Bürgerwissenschaft aus Sicht der Zivilgesellschaft betrachtet. Anhand von gelungenen Praxisbeispielen und Impulsen aus den Bereichen Naturschutz, Kulturgüterschutz und Bildung werden Potenziale und Grenzen für bürgerschaftliches Engagement diskutiert sowie Erfordernisse und Handlungsoptionen für die Zukunft erarbeitet.

Wir stellen Ihnen zudem eine neue DBU-Publikation vor, die aktuelle Trends und Entwicklungen in der Umweltkommunikation, insbesondere in Hinblick auf die Fördertätigkeit der DBU, aufzeigt.

Schöne Feiertage und einen guten Rutsch in ein gesundes neues Jahr 2015 wünscht Ihnen

Ihr Team von DBUaktuell Umweltbildung

Die SchĂĽler erkunden die neue DBU-Ausstellung Zukunftsprojekt Energiewende.
© Deutsche Bundesstiftung Umwelt

Am 11. Dezember 2014 wurde die interaktive Ausstellung "Zukunftsprojekt Energiewende" im Zentrum für Umweltkommunikation (ZUK) der DBU in Osnabrück eröffnet. Dabei erläuterte Generalsekretär Dr. Heinrich Bottermann das Anliegen der DBU: „Der Einstieg in ein neues Zeitalter der Energieversorgung aus erneuerbaren Energien und der Einsatz energieeffizienter Technologien sind eine große technische und gesellschaftspolitische Herausforderung. Mit unserer neuen Ausstellung möchten wir das komplexe Thema mit seinen vielen Facetten beschreiben und anhand konkreter Beispiele aufzeigen, wie die Energiewende gelingen kann – in den Regionen und Städten und bei jedem Einzelnen zu Hause.“

Die Ausstellung besteht aus 15 interaktiven Stationen, an denen Besucher verschiedene Facetten der erneuerbaren Energien entdecken können. So lernen sie lernen beispielsweise die Herausforderungen beim Netzausbau und der Energiespeicherung kennen und können einen Blick auf die Umsetzung der Energiewende in den europäischen Nachbarländern werfen. Neben neuen Erkenntnissen finden Besucher auch Tipps für eine persönliche Energiewende.

Die Ausstellung "Zukunftsprojekt Energiewende" steht noch bis Mitte 2016 im ZUK in Osnabrück, bevor sie auf eine fünfjährige Wanderschaft durch Deutschland geht. Für Schüler ab der fünften Klasse bietet das ZUK zielgruppengerechte pädagogische Programme zur Ausstellung an. Geöffnet ist die Ausstellung montags bis donnerstags von neun bis 17 Uhr und freitags von neun bis 13 Uhr.

Weitere Informationen finden Sie unter www.zukunftsprojekt-energiewende.de.

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SchĂĽler in Aktion in der Ausstellung "Zukunftsprojekt Energiewende".
© Deutsche Bundesstiftung Umwelt

Seit der Verleihung des Deutschen Nachhaltigkeitspreises am 28. November 2014 in Düsseldorf gehören 32 Jugendherbergen im Nordwesten offiziell zu den Top 3 Deutschlands nachhaltigster Unternehmen mittlerer Größe 2014. Mit dem Preis würdigte die Expertenjury die Leistungen des Landesverbandes Unterweser-Ems e.V. im Deutschen Jugendherbergswerk (DJH) bei der Bewältigung von ökologischen und sozialen Zukunftsherausforderungen: „Der Landesverband hat partizipativ mit den Jugendherbergen ein Nachhaltigkeitskonzept erarbeitet, mit dem ihre Existenz langfristig gesichert und die Marke gestärkt werden soll. (…) Mit ihrer Nachhaltigkeitsstrategie wirken die Jugendherbergen über den Aufenthalt hinaus in die Gesellschaft hinein auf Zukunftsfähigkeit hin.“

Fachlich und finanziell gefördert durch die DBU hat der DHJ-Landesverband vier Jahre lang ein Konzept umgesetzt, auf dessen Grundlage alle Bereiche des gemeinnützigen Unternehmens mit seinen über 600 Mitarbeitern auf Nachhaltigkeit ausgerichtet wurden. So erfolgten beispielsweise die vollständige Umstellung auf Ökostrom, die Senkung von CO2-Emissionen und die Einführung von biologisch und regional angebauten Produkten, von partizipativen Führungsstrukturen und flexiblen Arbeitszeiten sowie von Bildungsprogrammen zu ökologischem und sozialem Lernen. Die entsprechenden Ziele und Kennzahlen werden in einem Nachhaltigkeitsindex abgebildet und durch Standards und Audits gesichert. „Das Nachhaltigkeitskonzept ist einzigartig in Deutschland und hat Pilotcharakter für 14 Landesverbände und 520 Jugendherbergen“, so die Jury des Deutschen Nachhaltigkeitspreises. In enger Zusammenarbeit mit dem DJH-Hauptverband sind die Weichen bereits gestellt, um die nachhaltige Ausrichtung in weiteren DJH-Landesverbänden zu intensivieren.

Weitere Informationen finden Sie auf www.nachhaltigkeit-jugendherberge.de und www.nachhaltigkeitspreis.de.

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Freuen sich über die Platzierung unter den Top 3 von Deutschlands nachhaltigsten Unternehmen mittlerer Größe 2014: Thorsten Richter, Geschäftsführer der Jugendherbergen im Nordwesten (rechts) und Bernd Dohn, Hauptgeschäftsführer der Jugendherbergen in Deutschland.
© Die JugendHerbergen gemeinnĂĽtzige GmbH
Karte der 32 Jugendherbergen im Nordwesten Deutschlands

Die Vereinten Nationen haben das Jahr 2015 zum Internationalen Jahr des Bodens ausgerufen. Aus gutem Grund, denn fruchtbare Böden sind weltweit bedroht. Sie gehen verloren durch Erosion und Versiegelung oder werden durch Überdüngung und Schadstoffe belastet. Doch Böden sind wichtig für den Klimaschutz und als wertvoller Lebensraum. Der Boden speichert und filtert zudem Grundwasser und bietet lebenswichtige Nahrung für Mensch und Tier. „Wir müssen ihn achten und schützen, um seine Eigenschaften zu bewahren und für die nächsten Generationen zu sichern“, bekräftigt DBU-Generalsekretär Dr. Heinrich Bottermann. Der Schutz des Bodens unterstützt auch zentrale Ziele der nationalen Nachhaltigkeitsstrategie, wie heimischen Artenschutz, eine nachhaltige Landbewirtschaftung und einen geringeren Flächenverbrauch.

Das Internationale Jahr des Bodens nehmen die DBU und der Rat für Nachhaltige Entwicklung (RNE) daher zum Anlass, den Wettbewerb "BodenWertSchätzen" auszurichten. Im Rahmen des Wettbewerbs werden 2015 innovative Ansätze und Praxisbeispiele zur Förderung des Bodenschutzes ausgezeichnet. Im Blickpunkt stehen Projekte, die den Boden mit seiner ökologischen Funktion und sozialen Bedeutung schützen und in besonderer Weise anerkennen. Dadurch soll eine breite Aufmerksamkeit für einen achtsameren Umgang mit der wichtigen Ressource Boden erreicht werden. Die Preise werden voraussichtlich am 8. Dezember 2015 im Rahmen eines wissenschaftlichen Symposiums des DBU Zentrum für Umweltkommunikation in Osnabrück verliehen. Bewerben können sich Unternehmen, Betriebe, öffentliche und nicht-öffentliche Einrichtungen, Kommunen sowie regionale und überregionale Initiativen mit Ideen, Ansätzen und Projekten, die sich bewusst dem nachhaltigen Umgang mit Boden verschrieben haben. Anmeldeschluss für Bewerbungen ist der 31. Juli 2015.

Mehr ĂĽber den neuen Wettbewerb erfahren Sie unter www.bodenwertschaetzen.de.

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Im Unterirdischen Zoo von OsnabrĂĽck werben Bodentiere bereits seit 2009 fĂĽr den Schutz ihres Lebensraums.
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Das Thema "Energieversorgung" gehört zu den drängenden gesellschaftlichen Herausforderungen. Der nachhaltigen Chemie kommt dabei eine wichtige, wenn auch nicht immer offensichtliche Rolle zu, etwa bei der Speicherung oder Einsparung von Energie durch neue Materialien. Diese Erkenntnis sowie ein Bewusstsein für den nachhaltigen Umgang mit Ressourcen sollten bereits im Schulalter geweckt werden. Außerschulische Lernorte bieten dazu insbesondere im experimentellen Bereich eine attraktive Ergänzung des naturwissenschaftlichen Unterrichts. Sie sind oft forschungsnah angesiedelt und können daher in zukunftsträchtigen Gebieten wie der Energieversorgung eine wichtige Funktion übernehmen.

Im Rahmen eines von der DBU geförderten und von der Gesellschaft Deutscher Chemiker und LernortLabor e. V. unterstützten Projektes hat das Agnes-Pockels-SchülerInnen-Labor der TU Braunschweig eine strukturierte Befragung von Schülerlaboren zu ihren Angeboten im Bereich "Chemie und Energie" durchgeführt. Auf der Tagung am 16.01.2015 im DBU Zentrum für Umweltkommunikation in Osnabrück werden die Ergebnisse vorgestellt und mit Experten aus Fachwissenschaft, Hochschuldidaktik, Schule und Schülerlaboren diskutiert. Auch beispielhafte Experimente aus den Schülerlaboren für verschiedene Altersgruppen werden vorgestellt. Ziel ist es, gemeinsam Bereiche zu identifizieren, in denen noch Entwicklungs- und Förderungsbedarf besteht.

Der Teilnahmebeitrag für die Veranstaltung inklusive der Verpflegung beträgt 40,- €. Die Veranstaltung richtet sich an alle an Bildung zu Chemie und Energie Interessierten, insbesondere an Lehrkräfte, Mitarbeiter außerschulischer Lernorte, Hochschuldidaktiker, Fachwissenschaftler mit Interesse an Bildung im Primar- und Sekundarbereich und Vertreter der Bildungspolitik. Die Anmeldung zur Veranstaltung ist bis zum 9. Januar 2015 möglich. Weitere Informationen zur Anmeldung und Teilnahme sowie das Programm finden Sie im Tagungsflyer sowie unter www.dbu.de/550artikel35465_135.html.

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SchĂĽlerlabore machen Naturwissenschaft und Technik "be-greifbar"
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Tagungsflyer_Chemie und Energie in SchĂĽlerlaboren_2015

Am 26. und 27. Januar 2015 laden die DBU und das Konsortium "BürGEr schaffen WISSen – Wissen schafft Bürger (GEWISS)" zu der Veranstaltung "Bürger zwischen Engagement und Wissenschaft – Citizen Science: Perspektiven, Herausforderungen und Grenzen" im DBU Zentrum für Umweltkommunikation in Osnabrück ein. GEWISS wird gefördert vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF).

Bürger an Wissenschaft zu beteiligen, ist ein wichtiges Thema auch für Akteure aus den Bereichen Naturschutz, Kulturgüterschutz und Umweltbildung. Auf der Veranstaltung werden die Perspektiven und Herausforderungen von "Citizen Science" aus Sicht der Zivilgesellschaft betrachtet. Es werden sowohl gelungene Praxisbeispiele aus den genannten Bereichen präsentiert, als auch Potenziale und Grenzen für bürgerschaftliches Engagement diskutiert. Dabei sollen Bedingungen für zielführende Citizen Science-Projekte benannt und gemeinsam Handlungserfordernisse für die Zukunft identifiziert werden.

Die Teilnahme an der Veranstaltung inklusive der Verpflegung ist kostenfrei. Die Veranstaltung richtet sich an Akteure aus Verbänden, Vereinen, Umweltbildungszentren, Schulbiologiezentren, Schulen, Universitäten, Wissenschaftsläden, Museen und informellen Lernorten sowie an interessierte Bürger. Es besteht die begrenzte Möglichkeit einer Erstattung der Reisekosten sowie der Präsentation des eigenen Projektes im Rahmen der Veranstaltung. Die entsprechenden Bedingungen entnehmen Sie bitte dem Tagungsflyer. Die Anmeldung zur Veranstaltung ist bis zum 12. Januar 2015 möglich. Weitere Informationen zur Anmeldung und Teilnahme sowie das Programm finden Sie im Tagungsflyer sowie unter www.dbu.de/550artikel35679_135.html.

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Citizen Science in den Bereichen Naturschutz, KulturgĂĽterschutz und Umweltbildung aus Sicht der Zivilgesellschaft: Perspektiven, Herausforderungen und Grenzen.
© pico-fotolia.com
Tagungsflyer _BĂĽrger zwischen Engagement und Wissenschaft_2015

"Aktuelle Trends und Entwicklungen in der Umweltkommunikation" – so lautete das Thema der 19. Internationalen Sommerakademie der DBU im Juni 2013. Neu erschienen ist nun die gleichnamige Publikation als sechster Band in der Reihe DBU-Umweltkommunikation im oekom Verlag. Sie dokumentiert die wichtigsten Ergebnisse der Sommerakademie und gibt zugleich einen Einblick in aktuelle Überlegungen zu dem Förderschwerpunkt Umweltkommunikation der DBU.

Bei der Lösung aktueller Probleme des Natur- und Umweltschutzes sind Kommunikation und Bildung oft entscheidend. Neue Ansätze einer Bildung für nachhaltige Entwicklung sind darauf ausgerichtet, wichtige Umweltziele durch die Ansprache von Multiplikatoren und entscheidungsrelevanten Zielgruppen zu erreichen. Digitale Medien, Ausstellungen und Beteiligungsprojekte etc. schaffen dabei gerade bei der jungen Generation kreative und wirkungsvolle Möglichkeiten zur Informationsvermittlung und Partizipation. Zahlreiche Förderprojekte der DBU verfolgen solche neuen Ansätze der Umweltbildung und Umweltkommunikation.

Das Buch wendet sich an Pädagogen in schulischen, außerschulischen und berufsbildenden Einrichtungen, an Umweltbildungsakteure, Vertreter aus Wirtschaft, Politik und Gesellschaft sowie an interessierte Laien.

Eine Bestellmöglichkeit für die Publikation finden Sie hier: www.dbu.de/643publikation1303.html.

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"Nachhaltigkeit gestalten - Trends und Entwicklungen in der Umweltkommunikation". DBU-Umweltkommunikation Band 6.
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Herausgeber

Deutsche Bundesstiftung Umwelt (DBU)

Abteilung Umweltkommunikation und KulturgĂĽterschutz

An der Bornau 2

49090 OsnabrĂĽck

Tel. 0541|9633-0

Fax 0541|9633-190

www.dbu.de

 

Redaktion

Dr. Natalie Bergholz, Dr. Rainer Erb

DBU Zentrum fĂĽr Umweltkommunikation

An der Bornau 2

49090 OsnabrĂĽck

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Verantwortlich

Prof. Dr. Markus GroĂźe Ophoff

 

Erscheinungsweise

Vierteljährlich

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