Büren. Der Bundesforstbetrieb Rhein-Weser beginnt im Auftrag des DBU Naturerbes, einer gemeinnützigen Tochtergesellschaft der Deutschen Bundesstiftung Umwelt (DBU), zahlreiche Eschen entlang der Wege auf der DBU-Naturerbefläche Brenker Mark sowie der Autobahn A44 zu fällen. Die Bäume leiden unter dem Eschentriebsterben. Triebe, Kronenteile und ganze Bäume sterben ab und gefährden durch herabfallende Äste die Sicherheit der Gäste. Es kann zu temporären Wegsperrungen und Einschränkungen kommen.

Forstarbeiten zur Verkehrssicherung
„Wir arbeiten vor allem entlang der A44 im Bereich des Rastplatzes Steinhausen, den Waldeingängen zur DBU-Naturerbefläche sowie an den ausgewiesenen Wanderwegen“, erläutert Thomas Beckmann, Revierleiter vom Bundesforstbetrieb Rhein-Weser. Betroffen sind rund 130 Eschen, die unter dem Eschentriebsterben leiden und nicht mehr lange standfest sind, was die Sicherheit von Passantinnen und Passanten in unmittelbarer Nähe zu den Wegen gefährden kann. Alle gefällten Bäume werden in den angrenzenden Wald gezogen. Hier bleiben sie als Totholzinseln liegen und bieten zahlreichen Vogel- und andern Insektenarten sowie Pilzen eine Nahrungsquelle und wertvollen Lebensraum. Beim Zerfall des Holzes entstehe zudem Humus – eine Starthilfe für eine neue Waldgeneration. „In anderen Teilen der DBU-Naturerbefläche lassen wir auch kranke Eschen stehen und lassen damit natürliche Walddynamiken zu“, ergänzt Beckmann.
DBU-Naturerbefläche Brenker Mark gehört zum Nationalen Naturerbe
Die rund 220 Hektar große DBU-Naturerbefläche Brenker Mark ist überwiegend durch historische Waldnutzungsformen der Nieder- und Mittelwaldwirtschaft geprägt. Zeuge dieser alten Bewirtschaftung sind viele Hainbuchen, die mit artenreicher Kraut- und Strauchschicht sowie einem hohen Anteil an Totholz Lebensraum für zahlreiche Vögel und Insekte darstellen. Drei in den Wald eingestreute Flächen mit Magergrünland und Solitäreichen bilden ein in dieser Region einzigartiges Landschaftsbild halboffener Landschaften.