
Hof/Nisterberg. Auf der DBU-Naturerbefläche Stegskopf wurde eine Holzbrücke über die Kleine Nister zwischen Hof und Nisterberg komplett ausgetauscht. Kurz vor dem ersten Maiwochenende konnten letzte Arbeiten am Brückengeländer abgeschlossen werden. Im Auftrag der Tochtergesellschaft der Deutschen Bundesstiftung Umwelt (DBU), dem DBU Naturerbe, verwendete der Bundesforstbetrieb Rhein-Mosel ausschließlich unbehandeltes Douglasien- und Lärchenkernholz aus der Region.

Sicherheit der Bevölkerung hat oberste Priorität
Von der neuen Holzbrücke aus zu sehen, künden gelb blühende Sumpfdotterblumen am Ufer der Kleinen Nister vom allmählich erwachenden Frühling. „Ob zu Fuß oder per Fahrrad – der Stegskopf ist einen Ausflug wert“, sagt Revierleiter Christof Hast vom Bundesforstbetrieb Rhein-Mosel. Das sei ihm zufolge nun auch wieder durchgehend auf der Platzrandstraße Süd möglich, die die Gemeinden Hof und Nisterberg verbinde. Zugleich weist er auf die Brut- und Setzzeit hin und bittet Besuchende darum, auf den ausgewiesenen Wegen zu bleiben und Hunde an der Leine zu führen. Im Auftrag des DBU Naturerbes habe sich der Revierleiter „beharrlich dafür eingesetzt, dass die alte Brücke ausgetauscht wird“, sagt Christian Sürie, Betriebsmanager im DBU Naturerbe. Er ergänzt: „Die Sicherheit der Bevölkerung hat für uns oberste Priorität.“ Aufgrund der qualitativ hochwertigen Eigenschaften fiel die Wahl „auf unbehandeltes Douglasien- und Lärchenkernholz“, sagt Hast. „Das ist sehr belastbar und widerstandsfähig bei jeglichen Witterungseinflüssen – also ideal für den Außenbereich.“ Er rechnet damit, dass die rund dreißig Kubikmeter Holz umfassende Konstruktion „sicher einige Jahrzehnte halten wird“.
Schnelle Umsetzung mit Unternehmen aus der Region
Sürie lobt die schnelle Umsetzung vor Ort: „In rund drei Wochen war die acht Meter breite und 16,50 Meter lange Brücke komplett ersetzt.“ Die notwendige Sperrung nach Ostermontag habe, wie zuvor angekündigt, nur wenige Tage gedauert. Zusätzlich setze das DBU Naturerbe gemeinsam mit dem Bundesforstbetrieb auf Ressourcen aus der Nähe wie die Zusammenarbeit mit lokalen Unternehmen. „Die verwendeten Douglasien- und Lärchenhölzer stammen aus der Region und sind von einem Sägewerk aus einem Nachbarkreis eingeschnitten worden“, so Hast. Und weiter: „Die alte Brückenkonstruktion musste aufgrund ihrer Belastung mit Holzschutzmitteln über ein heimisches Spezialunternehmen umweltgerecht entsorgt werden.“


Alte Brücke: Rutschgefahr aufgrund des maroden Holzes
Vor dem Brückentausch warnten Hinweisschilder Besuchende vor Schäden. „Die alte Holzbrücke war in die Jahre gekommen“, sagt Hast. Noch zu Zeiten der militärischen Nutzung sei sie von der Truppenübungsplatz-Kommandatur der Bundeswehr 1984 erbaut worden. „Es bestand aufgrund des maroden Holzes die Gefahr, dass Radfahrende und Wandernde ins Rutschen und zu Fall kommen könnten“, so der Revierleiter. Statt einer Reparatur der alten Brücke investierte die Stiftungstochter zur Verkehrssicherung eine fünfstellige Summe und tauschte die komplette Holzkonstruktion aus.