Die DBU-Naturerbefläche Glücksburger Heide ist rund 2.600 Hektar groß. Ab 1936 beanspruchte die Wehrmacht die Fläche als Truppenübungsplatz, insbesondere für die Luftwaffe. Ein 400 Hektar großes Areal war Bombenabwurfgebiet. Nach 1945 nutzten russische Streitkräfte die Fläche als Panzerübungsplatz. Es gab außerdem Schießplätze und einen Hubschrauberlandeplatz. Mehrfach hat es im Gebiet gebrannt, was die Ausbreitung der Besenheide beförderte, die als Brandkeimer mit Feuerereignissen gut umgehen kann. Trockene Europäische Heiden gehören zu den europäisch geschützten Lebensräumen. „Alle Bundesländer haben entsprechende Flächengrößen nach Brüssel gemeldet und sich verpflichtet, einen günstigen Zustand zu erhalten oder, wenn nötig, zu verbessern – so auch in der Glücksburger Heide“, erläutert Susanne Belting, fachliche Leiterin im DBU Naturerbbe. 1990 wurde der Militärbetrieb eingestellt.
Seit 2008 gehört die Fläche zum Nationalen Naturerbe. Das DBU Naturerbe verantwortet den Naturschutz auf 66 überwiegend ehemaligen Militärflächen mit rund 70.000 Hektar in zehn Bundesländern. Der Bund verzichtet seit 2005 auf den Verkauf ausgewählter, wertvoller Naturflächen im Bundeseigentum und hat bislang rund 164.000 Hektar als Nationales Naturerbe stattdessen dem Naturschutz gewidmet und an Stiftungen, Naturschutzverbände oder Bundesländer übertragen.







