Vorwort

Der Kuratoriumsvorsitzende Prof. Dr. Kai Niebert und Alexander Bonde (rechts), der Generalsekretär der Deutschen Bundesstiftung Umwelt © Peter Himsel (DBU)
Herzlich Willkommen zum digitalen Jahresbericht 2025

Zukunft beginnt dort, wo Umweltprobleme praktisch gelöst werden: in Unternehmen, die Materialien neu denken, in Forschungslaboren, die an klimafreundlichen Technologien arbeiten, oder in Projekten, die zeigen, wie sich Natur und Nutzung besser miteinander verbinden lassen. Genau hier setzt die Deutsche Bundesstiftung Umwelt (DBU) an – dort, wo Ideen entstehen, die unsere Zukunft nachhaltiger machen. Als fördernde Stiftung erkennt die Deutsche Bundesstiftung Umwelt dieses innovative Potenzial und unterstützt gezielt Vorhaben, die ökologisches Handeln und wirtschaftlich tragfähige Ansätze zusammenbringen.

Green Innovations als Erfolgsmodell

Dabei zeigt sich, dass Maßnahmen zur Umweltentlastung insbesondere dann umgesetzt und verstetigt werden, wenn sich dadurch wirtschaftlich tragfähige Geschäftsmodelle ergeben. Anders formuliert: Umweltinnovationen bieten Chancen für Unternehmen und die deutsche Wirtschaft. Wie grüne Innovationen zu Erfolgsgeschichten werden, hat die DBU an fünf ausgewählten Förderprojekten mithilfe der Prognos AG, Berlin, vertieft untersucht. Die Beispiele – von der Metallsortierung bis zum Natura-2000-Management – zeigen, dass Erfolge für die Umwelt und wirtschaftlicher Erfolg keine Gegensätze sind. Die Ergebnisse können Sie in fünf Steckbriefen nachlesen: Ökonomisch und ökologisch erfolgreich: Grüne Innovationen aus der DBU-Förderung – DBU

Laut GreenTech Atlas 2025 hat die GreenTech-Branche in Deutschland seit 2010 die Bruttowertschöpfung jedes Jahr um rund fünf Prozent gesteigert und stellt zudem mehr als acht Prozent der Exporte sicher. Mit 132 Mrd. Euro Exporten und 314 Mrd. Euro Wertschöpfung im Jahr 2023 wächst die Branche seit Jahren überdurchschnittlich, ist Wachstumsmotor für die deutsche Wirtschaft und schafft mit 3,4 Mio. Arbeitsplätzen deutlich mehr Jobs als klassische Industrien. Diesen Trumpf dürfen wir nicht verspielen – denn mit innovativem Umweltschutz lässt sich Geld verdienen.

Wie relevant diese Entwicklung gesellschaftlich wahrgenommen wird, zeigt eine aktuelle von der DBU in Auftrag gegebene forsa-Umfrage von Januar 2026. Die überragende Mehrheit der Befragten (93 Prozent) ist überzeugt, dass technologische Innovationen für die Zukunft Deutschlands sehr oder eher wichtig sind. 80 Prozent sehen Herstellung und Export umweltfreundlicher Technologien als wichtige Säulen der wirtschaftlichen Zukunft. Und 86 Prozent bewerten den Einfluss neuer Technologien auf das tägliche Leben positiv.

Die Umfrage zeigt, Innovationen werden breit unterstützt – und genau deshalb wird die DBU die Förderung grüner Innovationen konsequent weiterführen. Denn was im Kleinen beginnt, kann große Wirkung entfalten – für Klimaschutz, Biodiversität und eine nachhaltige Zukunft.

Der DBU-Meeresnaturschutzfonds etabliert sich

Mit dem Meeresnaturschutzfonds hat die Deutsche Bundesstiftung Umwelt im Jahr 2025 ein neues Förderfeld erfolgreich etabliert. Der Fonds ist gut gestartet und setzt wichtige Impulse für den Schutz mariner Ökosysteme. Zugleich konnte das Thema gezielt in die Öffentlichkeit getragen werden – unter anderem auf der Jahrespressekonferenz, bei Veranstaltungen in Berlin sowie auf der Weltklimakonferenz in Brasilien.

Ergänzend dazu hat die DBU im Rahmen ihres Promotionsstipendienprogramms einen neuen Förderschwerpunkt zum Schutz von Nord- und Ostsee eingerichtet. Dieser orientiert sich an den Zielen der UN-Ozeandekade und fördert seit September 2025 Promotionsvorhaben aus dem gesamten Spektrum des marinen Umweltschutzes.

Menschen, die inspirieren – der Deutsche Umweltpreis 2025

Dass große Wirkung oft von einzelnen Menschen ausgeht, zeigt der Deutsche Umweltpreis eindrucksvoll. Mit Dr.-Ing. Birgitt Bendiek und Lars Baumgürtel vom Stahlverzinkungsunternehmen ZINQ sowie der Schweizer Klimaforscherin Prof. Dr. Sonia Seneviratne wurden 2025 drei inspirierende Persönlichkeiten aus Wirtschaft und Wissenschaft ausgezeichnet. Die Preisträger*innen erhielten die Auszeichnung für vorbildliche Ressourcen- und Energieeinsparungen in der rohstoffintensiven Zinkbranche sowie exzellente innovative Klimaforschung. Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier brachte es bei der Verleihung auf den Punkt: Ihn beeindrucke der große Pioniergeist, die spürbare Neugier und die Unerschrockenheit der Preisträger, die immer wieder Neues wagen.

Neue Förderinitiativen

Mit Blick auf zentrale Umweltbereiche erweitert die DBU ihre Förderung um zwei neue Initiativen. Mit „Digital.Natur.Landschaft“ werden digitale Entwicklungen unterstützt, die einen messbaren Beitrag zum Umweltschutz in der Landnutzung leisten. Förderfähig sind insbesondere Vorhaben, die digitale Technologien gezielt zur Erfassung, Bewertung und Steuerung ökologischer Prozesse einsetzen. Zielgruppe sind kleine und mittlere Unternehmen. Die Förderinitiative „Rohstoffe für die Energiewende“ greift die Frage auf, wie sich die Energieversorgung durch innovative Technologien, Konzepte und Geschäftsmodelle resilienter und nachhaltiger gestalten lässt. Darüber hinaus läuft die Förderinitiative „Speicher und Netze“ weiter. Mit ihr werden neue Ansätze zur Stabilisierung, Resilienz und ökologischen Optimierung der dezentralen Stromversorgung gefördert. Bewerbungen für alle drei Initiativen sind möglich.

DBU Jahresbericht 2025 – jetzt digital entdecken

Übrigens: Ab diesem Jahr präsentieren wir unseren DBU Jahresbericht erstmals vollständig digital – ganz im Sinne unserer eigenen Nachhaltigkeitsansprüche. Alle Kapitel sind unter www.dbu.de/Jahresbericht abrufbar. Wer die wichtigsten Themen kompakt nachlesen möchte, findet ergänzend eine zwölfseitige Zusammenfassung zum Herunterladen oder Bestellen. Sie finden dort Projektbeispiele, die zeigen, wie Umwelt- und Klimaschutz praktisch umgesetzt werden können. Thematisch im Mittelpunkt stehen neben der Verleihung des Deutschen Umweltpreises und dem Meeresnaturschutzfonds die Reduktion von Lebensmittelverlusten entlang der gesamten Wertschöpfungskette, eine Landwirtschaft, die Umweltbelastungen durch Nährstoffe, Pestizide und Emissionen verringert und zugleich stabile Erträge ermöglicht, sowie Bauweisen, die Energie- und Ressourcenverbrauch nachhaltig senken.

Schauen Sie doch einfach rein – wir haben viel zu erzählen.

Prof. Dr. Kai Niebert,
Kuratoriumsvorsitzender der Deutschen Bundesstiftung Umwelt

Alexander Bonde,
Generalsekretär der Deutschen Bundesstiftung Umwelt

DBU Jahresbericht 2025
Die Kurzfassung des Jahresberichts steht Ihnen hier zum Download bereit.
Bericht zu Verwaltung und Finanzen 2025
Hier finden Sie Informationen zu Vermögensanlagen, Jahresrechnung und Projektcontrolling.
Statistiken, geförderte Projekte und bewilligte Stipendien 2025
Die vollständige Übersicht aller Projekte und Stipendien 2025 (inkl. MOE-Stipendien) finden Sie hier.