Hintergrund und Zielsetzung
Der rasche Ausbau erneuerbarer Energien ist eine zentrale Säule der nationalen und internationalen Klimaschutzstrategien. Photovoltaik, Windkraft, Batteriespeicher, Netzausbau, Elektrofahrzeuge und Elektrolyseure gewinnen in den kommenden Jahren massiv an Bedeutung. Dieser Transformationsprozess erfordert jedoch eine steigende Menge an Rohstoffen. Dieser hohe Ressourcenbedarf birgt das Risiko von Lieferengpässen und Preisschwankungen, die den weiteren Ausbau erneuerbarer Technologien hemmen können.
Ziel dieser Ausschreibung ist es, innovative Konzepte, Technologien und Geschäftsmodelle zu fördern, die
Gleichzeitig stehen Versorgungssicherheit, Umweltverträglichkeit, ökonomische Effizienz und die ökologische Bilanz energiebezogener Technologien im Fokus der Förderinitiative. Die Kritikalität von Rohstoffen ist einer hohen Dynamik unterworfen, weshalb für die Förderausschreibung keine detaillierte Definition getroffen wird. Alle für die Energiewende relevanten Rohstoffe sind mit nachvollziehbarer Begründung förderfähig, solange die grundlegenden Kriterien der DBU-Förderung (Innovation, Umweltentlastung, Modellcharakter) erfüllt werden. Diese Ausschreibung zielt darauf ab, insbesondere Materialien mit hohem Flaschenhals-Potenzial in einer ganzheitlichen Kreislaufwirtschaft zu betrachten und entsprechende Lösungsansätze zu fördern.
Kreislaufwirtschaft
Die Kreislaufwirtschaft verfolgt das Ziel, Materialien und Ressourcen in einem geschlossenen System zu führen, um Abfälle zu minimieren und Sekundärrohstoffe mit vergleichbarer Qualität wie Primärrohstoffe bereitzustellen. Für die Energiewende ergeben sich aus diesem Konzept weitreichende Implikationen, da Produkte wie Photovoltaik-Module, Batterien und Elektrolyseure nicht nur große Rohstoffmengen benötigen, sondern auch am Ende ihrer Lebenszeit wiederverwendbar sein müssen.
Eine erweiterte Kreislaufwirtschaft (Circular Economy) beinhaltet dabei umfassende Strategien für die nachhaltige Nutzung von Ressourcen entlang der Wertschöpfungskette.
Hierzu gehören:
Im Kontext der Energiewende dienen diese Strategien als Leitfaden für die Entwicklung innovativer Lösungsansätze. Die in dieser Ausschreibung geforderten Konzepte sollen an einem oder mehreren dieser Handlungsfelder ansetzen und so dazu beitragen, den Ressourcenbedarf systematisch zu reduzieren, Recyclingquoten zu steigern und die Resilienz der Wertschöpfungsketten insgesamt zu erhöhen.
Förderfähige Schwerpunktfelder
Im Rahmen der Förderinitiative „Rohstoffe für die Energiewende“ werden Vorhaben gefördert, die einem oder mehreren der folgenden Bereiche zuzuordnen sind:
Diese Förderausschreibung richtet sich insbesondere an kleine und mittlere Unternehmen (KMU und Start-ups); daher werden Anträge von Hochschulen und Forschungsinstituten ohne Praxispartner nicht gefördert.
Die maximale Fördersumme beträgt 300 000 €. Projekte mit einer Fördermittelsumme von bis zu 175 000 € unterliegen einem beschleunigten Entscheidungsverfahren. Start-ups werden mit 125 000 € ohne Eigenanteil nach De-minimis gefördert. Es gelten die Förderleitlinien der DBU in der aktuellen Fassung.
Hier finden Sie alle Informationen rund um die DBU-Projektförderung und die DBU-Start-up-Förderung.
Bitte kennzeichnen Sie Ihre Projektskizze zu dieser Förderinitiative im Titel mit „FI RE“, um die korrekte elektronische Zuordnung sicherzustellen.
Bereich „Second Life“
Bereich „Substitution“
Bereich „Redesign“