Wälder zählen zu den zentralen Ökosystemen im Hinblick auf Biodiversität und gespeicherten Kohlenstoff und erfordern daher ein flächendeckendes Monitoring, das ihre strukturelle Entwicklung sowie ihre Erholung nach Störungsereignissen erfasst, um belastbare Grundlagen für forstliche Entscheidungsprozesse und nachhaltiges Waldmanagement bereitzustellen. Frei verfügbare Erdbeobachtungsdaten bieten hierfür ein großes Potenzial. Ziel meiner Arbeit ist die Erforschung von Monitoringansätzen zur Ableitung flächendeckender Höheninformationen und deren zeitlicher Entwicklung für deutsche Wälder. Dazu werden jährliche Bestandshöhen aus optischen und Radar-Satellitenbilddaten auf Grundlage der bestehenden, aber nur punktuell vorhandenen, normalisierten Oberflächenmodellen der Bundesländer abgeleitet. In einem weiteren Schritt werden die modellierten Höhen mit Informationen zu Waldstörungen verknüpft, um Regenerationsdynamik, Resilienz und den Einfluss unterschiedlicher Störungsarten auf die strukturelle Erholung zu analysieren. Aufbauend darauf wird aus dem Höhendatensatz, in Kombination mit weiteren verfügbaren Daten, oberirdische Biomasse abgeleitet, um deren räumliche und zeitliche Entwicklung innerhalb Deutschlands zu untersuchen. Insgesamt sollen so neue methodische Ansätze für das Monitoring von Wäldern erforscht und entwickelt, sowie großflächige ökologische Erkenntnisse zur Entwicklung deutscher Wälder gewonnen werden.