Promotionsstipendium: Niklas Merz

Quantifizierung der Auswirkungen des anthropogenen Klimawandels auf komplexe Dürre-Extremereignisse mit Hilfe des ‚Storyline‘-Ansatzes unter Verwendung eigens entwickelter Klimasimulationen des Klimamodells CESM2

Menschengemachte Treibhausgase wie Kohlenstoffdioxid (CO₂) tragen wesentlich zur globalen Erwärmung bei und verändern dabei auch die Eigenschaften von Wetterextremen. Daraus ergibt sich ein dringender Forschungsbedarf im Bereich der Attributionswissenschaft, die darauf abzielt, den aktuellen und zukünftigen Einfluss des anthropogenen Klimawandels auf Extremereignisse zu quantifizieren.

Viele dieser Ereignisse werden zunehmend als sogenannte zusammengesetzte („compound“) Extremereignisse klassifiziert, bei denen mehrere klimatische Faktoren gleichzeitig oder räumlich zusammenwirken oder in denen bereits vorhandene Bedingungen die Auswirkungen eines Ereignisses verstärken. Während sich bisherige Attributionsstudien häufig auf einzelne Variablen konzentrieren, stellt die Analyse von zusammengesetzten Extremereignisse aufgrund ihres komplexen multivariaten Charakters eine besondere Herausforderung dar.

Dieses Promotionsprojekt nutzt den Storyline-Ansatz und genudgte Klimamodelsimulationen, um schwere zusammengesetzte Extremereignisse mit großen gesellschaftlichen Auswirkungen dem anthropogenen Klimawandel zuzuordnen. Ziel ist es, die zugrunde liegenden Prozesse besser zu verstehen und eine wissenschaftliche Grundlage für zukünftige Anpassungsmaßnahmen zu schaffen und damit das Forschungsfeld der Attributionswissenschaften weiter zu stärken.

AZ: 20025/114

Zeitraum

01.12.2025 - 30.06.2028

Institut

Helmholtz-Zentrum für Umweltforschung GmbH - UFZ Compound Environmental Risks

Betreuer

Prof. Dr. Jakob Zscheischler