Nachhaltigkeit ist eines der zentralen Themen im aktuellen gesellschaftspolitischen Diskurs. Die damit einhergehenden Fragen und Problemstellungen berühren auch den zentralen Bereich des Sports, dem auf nationaler und internationaler Ebene in diesem Zusammenhang eine besondere Bedeutung und Verantwortung zugeschrieben wird. Diese ergibt sich einerseits aus den zahlreichen Umwelteinwirkungen und weiteren Einflüssen im Bereich ESG im Zusammenhang mit dem professionellen Sport und andererseits aus den zahlreichen Einflussmöglichkeiten, die dem Sport die Stellung eines Wegbereiters zusprechen.
Im Rahmen der Arbeit werden zunächst die Grenzen etwaiger Regelungen in privaten Regelungsordnungen am Beispiel der Lizenzierungsordnungen mit dem Maßstab des Kartellrechts geprüft. Dabei werden die Lizenzierungsordnungen der DFL und BBL mit ihren jeweiligen Nachhaltigkeitsanforderungen sowie die Ordnung zur Erteilung eines Nachhaltigkeitszertifikats der HBL berücksichtigt.
In einem weiteren Schritt werden dann die Erfordernisse weiterer Regelungen im Rahmen des Sponsorings erörtert. Dafür erfolgt eine Prüfung der hoheitlichen und privaten Anforderungen an die Vereine, die die Wahl der Sponsoren im Zusammenhang mit ESG-Kriterien beeinflussen. An dieser Stelle sind etwa wettbewerbsrechtliche und gesellschaftsrechtliche Regelungsmechanismen sowie Aspekte der Selbstverpflichtung und etwaigen Verhaltenskodizes zu untersuchen.
Zuletzt erfolgt eine synoptische Zusammenschau, innerhalb derer die Erfordernisse sportspezifischer Regelungen im Bereich der Nachhaltigkeit für den Bereich der professionellen Sportvereine abgewogen und die Kriterien für eine Best Practice erarbeitet werden. Innerhalb dieser Erarbeitung soll unter anderem festgestellt werden, wer für den Erlass etwaiger erforderlicher Regelungen zuständig wäre, welchen Regelungsinhalt und -umfang diese haben könnten sowie die Frage, welche Sanktionierung in Betracht kommt.