Promotionsstipendium: Cornelia Sophie Wagner

Räumliche Besiedlungsmuster von Auen-Lebensgemeinschaften als Grundlage für Bewertungsverfahren und Renaturierungsmaßnahmen

Auen gelten als Hotspots der Biodiversität, sind jedoch im hohen Maße durch den Menschen beeinträchtigt. In Deutschland sind sie stark degradiert – insbesondere durch Flussbegradigungen und die Entkopplung der Auen vom Gewässer. Dies hat zu erheblichen Verlusten an Lebensraumvielfalt und ökologischen Funktionen geführt und damit auch zu extremem Verlust der Artenvielfalt. Obwohl Renaturierungsmaßnahmen zunehmen – befördert durch politische Initiativen wie die EU-Wiederherstellungsverordnung – sind viele ökologische Mechanismen, die den Erfolg solcher Maßnahmen bestimmen, bislang nur unzureichend verstanden. Vor allem fehlen großräumige, vergleichende Analysen der Biodiversität in Auenlandschaften.

Dieses Promotionsprojekt untersucht räumliche Muster der biologischen Vielfalt in Auen mithilfe standardisiert erhobener Daten aus dem Projekt „BioAu-Praxistest“, das vom Bundesamt für Naturschutz (BfN) gefördert wird. Die Erhebung erfolgte für fünf Organismengruppen – Gefäßpflanzen, Mollusken, Laufkäfer, Amphibien und Vögel – in je fünf unterschiedlich degradierten Auenabschnitten an fünf Flüssen: Donau, Isar, Lippe, Oder und Ruhr.

Die Ergebnisse des Projekts sollen aufzeigen, welche Lebensräume und Habitatqualitäten besonders relevant für Arten- und funktionelle Diversität in Auen sind – und damit zur Entwicklung wirksamerer und ökologisch fundierter Renaturierungsstrategien beitragen.

AZ: 20025/018

Zeitraum

01.09.2025 - 31.08.2028

Institut

Universität Duisburg-Essen
Fakultät für Biologie
Fachgebiet Aquatische Ökologie

Betreuer

Prof. Dr. Daniel Hering