Promotionsstipendium: Ursula Heinze

Eine umfassende Analyse von Greifvögel-Bewegungen unter Verwendung von GPS-Tracking-Daten, um Faktoren für und Gebiete mit hohem Kollisionsrisiko zu identifizieren

Windenergie ist für die Eindämmung des Klimawandels von entscheidender Bedeutung. Doch ihre rasche Zunahme erhöht das Kollisionsrisiko für Vögel – insbesondere für im Segelflug jagende Greifvögel. Für den Rotmilan (Milvus milvus) trägt Deutschland dabei eine besondere Verantwortung, da über fünfzig Prozent der Art in Deutschland brüten.

Daher zielt diese Forschungsarbeit darauf ab, GPS-Tracking-Daten zu analysieren, um zu untersuchen, in welchen jährlichen Zyklusphasen, geografischen Gebieten und unter welchen Umweltbedingungen Rotmilane einem erhöhten Kollisionsrisiko mit WKAs ausgesetzt sind. Ziel ist es, Risikomodelle und Karten zu entwickeln, die Aktivitätsphasen in kollisionsgefährdeten Höhen über das gesamte Verbreitungsgebiet der Art hinweg extrapolieren können. Darüber hinaus sollen diese Modelle auf andere Greifvögel ausgeweitet werden, um auch für sie Vorhersagen treffen zu können.

Das übergeordnete Ziel besteht darin zur Entschärfung des Green-Green Dilemmas beizutragen, indem evidenzbasierter Empfehlungen für temporäre Abschaltungsregelungen und die Platzierung und Gestaltung zukünftiger WKAs entwickelt werden. Diese Empfehlungen sollen helfen, den Zielkonflikt zwischen Naturschutz und Klimaschutz zu minimieren, indem sie zu der Wissensbasis beitragen, die den Ausbau der erneuerbaren Energien unter möglichst geringen Auswirkungen auf die Biodiversität ermöglicht.

AZ: 20025/007

Zeitraum

01.12.2025 - 30.11.2028

Institut

Philipps-Universität Marburg
Naturschutz

Betreuer

Prof. Dr. Nina Farwig