Deutsches Institut für Urbanistik gGmbH (DIfU)
Zimmerstr. 13 - 15
10969 Berlin
Sommerliche Trockenheit und Wasserknappheit nehmen infolge des Klimawandels deutlich zu. Gleichzeitige Hitze- und Trockenphasen können zu erheblichen Belastungen für Stadtvegetation, menschliche Gesundheit und Wasserqualität führen. Der steigende Wasserbedarf trifft dabei auf sinkende Grundwasserstände und Belastungen der Infrastruktur. Konzepte einer wasserbewussten Stadtentwicklung bieten Lösungsansätze, stoßen in der Praxis aber auf Umsetzungsgrenzen. Kommunen stehen heute vor der Herausforderung, Trinkwasserversorgung, Stadtentwicklung und konkurrierende Wassernutzungen langfristig und klimaresilient zu sichern.
Für einen effizienten und vorausschauenden Umgang mit der Ressource Wasser sind verfügbare Daten und Kenntnisse zur lokalen und regionalen Wasserverfügbarkeit relevant, die vielerorts gering vorhanden sind. Auf kommunaler Ebene fehlen vielfach klare Leitplanken, Strategien und Handlungsmöglichkeiten im Umgang mit Trockenheit und Wasserknappheit. Bestehende Ansätze sind überwiegend sektoral und reaktiv ausgerichtet, häufig auf die Wasserwirtschaft beschränkt, und berücksichtigen die unterschiedlichen Bedarfe konkurrierender Nutzungen nur unzureichend. Vor allem wird bislang auf akute Trockenheitsereignisse reagiert, während langfristige, integrierte Planungen zur Risikominderung, Priorisierung der Wassernutzung und klimaresilienten Stadtentwicklung weitgehend fehlen.
Unter Berücksichtigung dieser unterschiedlichen Herausforderungen hat das Vorhaben zum Ziel, einen bundesweiten Wissenstransfer und die Vernetzung von Kommunen zur klimaresilienten Bewältigung von Trockenheit und Wasserknappheit zu fördern. Die systematische Berücksichtigung und breite Umsetzung dezentraler Lösungen erfordert in den Kommunen eine integrierte Fachplanung, eine verbesserte ämterübergreifende Zusammenarbeit und die Koordination sowie Kooperation sektorübergreifender Akteurskonstellationen (zwischen Verwaltung, Politik, Wirtschaft und Bevölkerung). Durch pilothafte Dialogprozesse in zwei besonders betroffenen Regionen werden übertragbare Lösungsansätze für Kommunen entwickelt und in einem Leitfaden gebündelt. Auch Planungsbüros sollen von dieser fachlichen Anleitung profitieren. Damit leistet das Projekt einen Beitrag zur langfristigen Sicherung der Wasserressourcen und zur klimaangepassten Stadtentwicklung.