Projekt 40075/01

Nationale Alleentagung mit Best-Practice-Beispielen innovativen Ansätzen zur Vitalisierung von Bäumen und Strategien zum Schutz von Alleen für die Zukunft

Projektdurchführung

Stiftung DIE GRÜNE STADT
Pariser Platz 6
10117 Berlin

Zielsetzung

Das Vorhaben „Nationale Alleentagung mit Best-Practice-Beispielen, innovativen Ansätzen zur Vitalisierung von Bäumen und Strategien zum Schutz von Alleen für die Zukunft“ kurzgefasst „Nationale Alleentagung 2025“ wurde als bundesweites Fachforum konzipiert, das Akteurinnen und Akteure aus Politik, Verwaltung, Wissenschaft, Planung, Praxis und Zivilgesellschaft zusammenführt und einen umfassenden Überblick über den Zustand sowie die Zukunftsperspektiven des Alleenbestandes in Deutschland vermittelt.

Die Veranstaltung verfolgte das Ziel, den Wissensstand zu bündeln, Forschungsergebnisse und Praxiserfah-rungen sichtbar zu machen, politische und rechtliche Rahmenbedingungen zu diskutieren und tragfähige Strategien für Erhalt, Pflege und Neuanpflanzung von Alleen zu entwickeln.

Arbeitsschritte

Zu Beginn der Projektlaufzeit stand die präzise Definition der thematischen Schwerpunkte und der fachlichen Zielsetzung. Dabei wurden sowohl ökologische und klimatische Aspekte als auch rechtliche, planerische und kulturelle Fragen berücksichtigt. Auf dieser Basis erfolgte die Festlegung der inhaltlichen Handlungsfelder, die von Ökologie über Klimaanpassung und Pflegefragen bis hin zu gesetzlichen Rahmenbedingungen reichten.

Parallel hierzu wurde ein Netzwerk relevanter Partnerorganisationen aufgebaut. Die Zusammenarbeit mit dem BGL, dem BUND, der DGGL, dem Förderverein Baukultur Brandenburg und dem Niedersächsischen Um-weltministerium ermöglichte eine breit gefächerte fachliche Perspektive. In mehreren digitalen Abstimmungs-runden wurden Themen priorisiert, Vortragende identifiziert und Programmpunkte abgestimmt.

Auf Grundlage dieser Abstimmungen wurde ein modular aufgebautes Programm entwickelt, das die ver-schiedenen thematischen Ebenen – von ökologischen Grundlagen über Forschungsergebnisse und rechtli-che Rahmenbedingungen bis hin zu Best-Practice-Beispielen – systematisch miteinander verknüpfte. Parallel zur Programmentwicklung erfolgte die zielgerichtete Öffentlichkeitsarbeit.

Ergebnisse

Ein zentrales Ergebnis der Tagung war die Erkenntnis, dass Alleen nicht nur als landschaftsprägende Elemente von historischer und kultureller Bedeutung sind, sondern auch eine Vielzahl von ökologischen Funktionen erfüllen.
Die Veranstaltung verdeutlichte zudem die Notwendigkeit, den Fokus auf eine vorausschauende und nachhaltige Pflege bestehender Alleen zu legen. Besonders die Baumpflege und die Neupflanzung geeigneter Baumarten wurden als zentrale Herausforderungen identifiziert. Die Tagung zeigte auf, dass die Auswahl geeigneter Baumarten, die Anpassung an den Klimawandel sowie die richtige Pflege und Schutzmaßnahmen für die Zukunft der Alleen entscheidend sind. Ein weiteres zentrales Thema war die Zusammenarbeit zwischen den verschiedenen Akteuren. Der Austausch zwischen Politik, Fachleuten, Naturschutzorganisationen und der Zivilgesellschaft war ein wichtiger Bestandteil der Tagung. Der interdisziplinäre Austausch hat zudem gezeigt, dass es ein starkes Interesse an einer besseren Vernetzung und intensiveren Zusammenarbeit gibt. Die Herausforderungen des Alleenschutzes sind vielfältig und betreffen eine breite Palette von Themen: von der rechtlichen Rahmung über die technische Pflege bis hin zur notwendigen finanziellen und politischen Unterstützung. Besonders die Zusammenarbeit zwischen den verschiedenen Bundesländern, aber auch zwischen den unterschiedlichen Interessensgruppen, wird als Schlüssel zum Erfolg angesehen. Ein entscheidender Punkt, der in der Tagung immer wieder aufgegriffen wurde, ist die Rolle der Politik. Die gesetzgeberischen Rahmenbedingungen und politischen Förderprogramme für den Alleenschutz müssen weiter verbessert und konsequenter umgesetzt werden. Der Schutz von Alleen muss stärker in den Fokus der kommunalen und regionalen Planungen gerückt werden, um den Herausforderungen des Klimawandels und der zunehmenden Urbanisierung gerecht zu werden. Ein weiterer wichtiger Aspekt, der im Rahmen der Tagung diskutiert wurde, ist die Notwendigkeit, die Forschung und wissenschaftliche Begleitung im Bereich des Alleenschutzes weiter auszubauen. In diesem Zusammenhang wird die Rolle der Kommunen und Städte als treibende Kräfte im Alleenschutz immer wichtiger. Hier bedarf es innovativer Konzepte und kooperativer Projekte, um Alleen als grüne Infrastruktur in die städtische und ländliche Planung zu integrieren.

DGGL Jahresbuch "Alleen - Perspektiven im Klimawandel"

Öffentlichkeitsarbeit

Die Verbreitung der Ergebnisse erfolgte über verschiedene Kanäle, darunter die Tagungsdokumentation, die Website der Stiftung Die Grüne Stadt, Verbandsnewsletter sowie Presse- und Fachmedien. Auch die geplanten Folgeworkshops und weitere Veranstaltungen tragen dazu bei, die Inhalte langfristig im Fachdiskurs zu verankern. Mit der Veröffentlichung des DGGL-Jahresbuchs liegt zudem eine dauerhafte und umfassende Dokumentation vor, die das Projekt weit über den eigentlichen Veranstaltungszeitraum hinaus wirksam macht.

Pressemitteilung "Nationale Alleentagung 2025"Landing page "Nationale Alleentagung 2025"Programm "Nationale Allentagung 2025"

Fazit

In Zukunft müssen die Ergebnisse dieser Tagung als Grundlage für weitere Diskussionen und konkrete Maßnahmen dienen. Ein regelmäßiger fachlicher Austausch, wie er durch die Veranstaltung initiiert wurde, ist unerlässlich, um den Alleenschutz weiter voranzutreiben. In zwei bis drei Jahren sollte erneut eine nationale Alleentagung stattfinden, um die Fortschritte zu evaluieren und neue Handlungsansätze zu entwickeln. Die Veranstaltung hat nicht nur das Bewusstsein für den Wert und die Dringlichkeit des Themas geschärft, sondern auch konkrete Lösungen und Ansätze formuliert, die in der Praxis umgesetzt werden müssen. Die enge Zusammenarbeit aller beteiligten Akteure sowie die kontinuierliche Förderung von Forschung und politischer Unterstützung werden entscheidend sein, um den Alleenschutz in Deutschland auch für kommende Genera-tionen zu sichern.

Übersicht

Fördersumme

29.983,00 €

Förderzeitraum

12.12.2024 - 12.09.2025

Bundesland

Berlin

Schlagwörter

Landnutzung
Naturschutz