LandTouristik Niedersachsen e. V.
Mars-la-Tour-Str. 4
26121 Oldenburg
Das Projekt verfolgt das übergeordnete Ziel, durch Ernährungs- und Umweltbildungsangebote auf Ferienhöfen einen Grundstein für einen nachhaltigeren Umgang mit Lebensmitteln im Alltag zu legen.
Es setzt genau dort an, wo Lebensmittel produziert werden und Menschen nah am Erzeuger einen Teil ihrer Freizeit verbringen. Die Ernährungs- und Umweltbildung auf den Ferienhöfen soll dabei niedrigschwellig und kurzweilig über landwirtschaftliche Prozesse, Regionalität, Saisonalität aufklären. Durch ein verbessertes Verständnis der Zusammenhänge zwischen Landwirtschaft, Umweltbedingungen und regionalen Lebensmitteln bestehen gute Chancen, eine nachhaltige Verhaltensänderung beim Endkunden zu bewirken, z.B. zu einer nachhaltigeren alltäglichen Einkaufs- und Ernährungsweise bzw. zu einem nachhaltigeren Umgang mit Lebensmitteln.
Dazu wird modellhaft in Niedersachsen genau dieses Potenzial von Ferienhöfen als Informations- und Erlebnisorte genutzt, indem auf den Ferienhöfen
• Kompetenzen im Umgang mit Lebensmitteln, für deren Wertschätzung und deren nachhaltigen Verbrauchs vermittelt werden.
• landwirtschaftliche Erzeugungsverfahren veranschaulicht werden, um damit eine Sensibilisierung für den Ressourceneinsatz und die bestehenden Rahmenbedingungen zu schaffen.
• die bewusste Auseinandersetzung mit regionalen Lebensmitteln, die Vermeidung von Lebensmittelverschwendung sowie Ernährungs- und Umweltbildung gemäß der Verbesserung der Weltgesundheit gefördert wird.
Verschiedene Organisationen und Initiativen in Niedersachsen nehmen sich bereits individuell dieser Thematik an. Jedoch erfolgt bisher keine Verknüpfung der Maßnahmen zur Ernährungs- und Umweltbildung mit einer methodischen Schulung der Erzeuger zum „Informations- und Wissensvermittler vor Ort“ und der gezielten Einbindung und Vermarktung von Ferienhöfen als Orte der Wissensvermittlung für den Endverbraucher. Das Projekt trägt dazu bei, diese Lücke zu schließen.
Unter anderem knüpft es zudem an die von der EAT-Lancet-Kommission für Ernährung, Planet und Gesundheit empfohlenen Strategien für die Transformation der Lebensmittelsysteme an. Gleichzeitig werden die Lernmethoden des UNESCO-Weltaktionsprogrammes “Bildung für nachhaltige Entwicklung” (BNE) im Projekt eingebunden, um den Erzeugern einen fundierten Methodenmix zur Wissens- und Informationsvermittlung zur Verfügung zu stellen.