DELTA Engineering & Chemistry GmbH
Rohrdamm 88
13629 Berlin
Galvanisierte Kunststoffe vereinen viele Vorteile von Kunststoffen und Metallen, z. B. das geringe Gewicht und die leichte Formbarkeit des Kunststoffs in Verbindung mit dem Glanz, der Härte, der elektrischen Leitfähigkeit und dem haptischen Gefühl des Metalls. Derzeitigen Verfahren zur galvanischen Beschichtung von Kunststoffen beruhen auf der Verwendung hochgiftiger, mutagener und krebserregender Chrom(VI)-Verbindungen, die als besonders besorgniserregende Stoffe“ (SVHC) eingestuft werden. Bislang können alternative Systeme auf Mangan- sowie SO3-Basis die Lücke nicht schließen, da es an Prozessstabilität, Selektivität, Produktivität und Nachhaltigkeit mangelt. Zudem steigen die Prozesskosten im Vergleich zur etablierten Chrom(VI)-basierten Methode um einen Faktor 10-15.
Ziel des Projektes ist die Entwicklung und Übertragung des im Technikumsmaßstab verifizierten ozonbasierten Beizverfahrens StratOx für die Galvanisierung von Kunststoffbauteilen in den industriellen Großmaßstab. Es erfolgt die Verfahrensentwicklung in Vorbereitung auf die Validierung der Zielparameter in Einsatzumgebung für eine industrielle (Zwischen) Beckengröβe von 1.400 - 2000 l. Dazu gehört nicht nur der Beizschritt mit Vor- und Nachtauchlösung, sondern auch die Entwicklung der kompletten Prozesschemie in Zusammenarbeit mit dem Systemlieferanten KIESOW.
Der Beizprozess zur Kunststoffvorbehandlung kann in umweltfreundliche und nachhaltige Prozessschritte umgewandelt und in einen Kreislaufprozess überführt werden. Die aufwendige und kostenintensive Abwasserbehandlung Cr(VI)- oder Mangan-haltiger Beizen, die meist zudem fluorierte Netzmittel enthalten, kann entfallen. Darüber hinaus können weitere Prozessparameter, wie die Prozesstemperatur und der Gesamtenergieverbrauch, optimiert werden und so zu einem deutlich geringeren Energie- und Chemikalienverbrauch beitragen.
Es kann ein wesentlicher Beitrag zur Umweltentlastung geleistet werden: Vollständige Vermeidung von Chrom(VI)-Verbindungen und PFAS/PFOS als Netzmittel im Prozess, Verbesserung der Energieeffizienz durch Reduzierung der benötigten Energie um fast 50 % bei der Badtemperaturführung, Reduktion des Chemikalienverbrauchs, vollständige Vermeidung von Bleischlämmen, deutliche Ressourcenschonung ggü. anderen Technologien. Unsere Expertise nutzend, entwickeln wir mit der StratOx® Technologie einen sowohl ökonomisch lukrativen als auch ökologisch nachhaltigen, disruptiven ozonbasierten Prozess zur Galvanisierung von Kunststoffen.