Projekt 38890/01

Zusammenwachsen des Deutschen Naturschutzes – Eine Erfolgsgeschichte: Produktion, Verbreitung und multimediale Begleitung eines Dokumentarfilms für Jugendliche und junge Erwachsene.

Projektdurchführung

HaDeZett gGmbH
Schellenwiesweg 5
82418 Murnau

Zielsetzung

Wir leben in einer Zeit, in der sich junge Menschen ihrer Verantwortung für Umwelt- und Klimaschutz immer bewusster werden. Zugleich wissen die Wenigsten, dass der Blick auf die jüngere Geschichte des Deutschen Naturschutzes lohnt, denn vieles ist in den letzten Jahrzehnten erreicht worden – auf sehr unterschiedliche Weise. Die Bandbreite der Erfolge ist groß. Die Erfolgsgeschichte dieser Vorbilder ist die Grundlage des Films.

Die vielen Menschen mit ihren Geschichten und Begegnungen haben das Zusammenwachsen des deutschen Naturschutzes überhaupt erst möglich gemacht. Diese Geschichte wurde noch nie erzählt. Aus diesem Grund machen wir einen Film, der genau das tut: faktenbasiert, kurzweilig, spannend. Der Film soll sensibilisieren und zur Nachahmung anregen.

1989 gelang ein Meisterstück: 4,5% der Fläche Ostdeutschlands konnten im “Nationalparkprogramm” per Einigungsvertrag als Biodiversitäts-Hotspots für nachkommende Generationen dauerhaft gesichert werden. Das “Tafelsilber der Deutschen Einheit” hat bis heute unverändert große Bedeutung für die deutsch-deutsche Geschichte. Die Sicherstellung ist mehr als 30 Jahre her und ist bis heute Leuchtturm für einen nachhaltigen, verantwortungsvollen und zukunftsfähigen Umgang mit der Natur.
Naturschutz braucht Vorbilder. Naturschutz hat Vorbilder: Menschen mit Visionen und Liebe zur Natur, die Verantwortung tragen.

Naturschutz hat viele Gesichter. Er ist immer ein Gemeinschaftswerk, ein lebendiges Netzwerk von engagierten Menschen.

Das Projekt macht Lust auf Naturschutz, macht Mut, erklärt warum es sich lohnt, und am Beispiel von Michael Succow zeigen wir, wie aktiv gelebter und enkeltauglicher Naturschutz funktionieren kann.

Mitmachen, teilhaben, wirksam werden - so geht Zukunft gestalten.

Der Film richtet sich an Menschen aller Altersgruppen und umfasst einen Film mit partizipatorischen Elementen, pädagogischem Begleitmaterial, Veranstaltungen, Zeitzeugengesprächen, Social Media und begleitender Informationsarbeit.

Das Projekt umfasst die Erarbeitung eines pädagogischen Begleitkonzeptes. Dieses beinhaltet Hintergründe und Handlungsempfehlungen speziell v.a. für 14 bis 28-jährige SchülerInnen, Studierende, Mitglieder von Jugend-Naturschutzorganisationen und Netzwerken (s. dazu Arbeitsschritte und Methoden).

Wir zeigen, wie Liebe zur Natur zu nachhaltigem Denken und eigenverantwortlichem Handeln führt.

Arbeitsschritte

1. Konzeptentwicklung (03.07.2023)
Recherche - Gewinnung von Akteuren - redaktionelle Arbeit - Finanzkonzept und erfolgreiche Mittelakquise

2. Umsetzung (2024 bis 01.11.2025)
Grundlage des Projektes stellte der am 10.03.2023 eingereichte Projektantrag.

a) Fortlaufende Weiterentwicklung und Anpassung des Konzeptes und dessen Umsetzung, insbesondere aufgrund der zunehmend angespannten Mittelakquise. Die Förderung wurde 100% durch gemeinnützige Stiftungen finanziert. Sie hat deutlich mehr Akquiseaufwand erfordert als ursprünglich geplant. Der Grund hierfür liegt in der veränderten gesellschaftlichen Situation (knappe Kassen aller Orten).
b) Dreharbeiten
c) begleitende Social Media und Öffentlichkeitsarbeit als Voraussetzung weitere Mittel zu akquirieren
d) Aufwand für Mitteleinwerbung/Eigenanteil (Aufbau und Pflege eines Netzwerkes mit dem Ziel, dringend erforderliche weitere Förderung zu gewinnen)
c) Aufbau eines Partnernetzwerkes (verbunden mit Reisetätigkeit, Akquiseterminen), fokussierte Vorbereitung von Punkt 3: Verbreitung des Films. Gewinnung von Tourenpartnern und Medienpartnern, Aufbau einer Vertriebsstruktur, Entwicklung eines pädagogischen Konzeptes zur Verbreitung des Films in der Zielgruppe Jugendliche (s. Akquise-Flyer und -Trailer unter www.wiegehtnatur.de).
Das pädagogische Konzept besteht aus einer Präsentation mit Leitfaden "Wie geht Natur?! Finde dein Engement", Typentest "Wie geht Natur?! für mich" und "Wie geht Natur?! Impulse für die pädagogische Arbeit.

Um das Projekt verantwortungsvoll abzuwickeln, haben wir in dieser Phase entsprechend Zeit und Ressourcen in eine unseren Bedürfnissen angemessene, transparente Buchhaltung/Rechts- und Steuerberatung gelegt. Aufgrund der begrenzten Mittel waren wir angehalten, sehr verantwortungsvoll mit der kalkulierten Arbeitszeit umzugehen: In jeder Phase wurden von den Beteiligten viele Stunden ehrenamtlich geleistet, um das Projekt erfolgreich zum Abschluss zu führen.

Die Beantragung der kostenneutralen Laufzeitverlängerung wurde per Schreiben vom 17.12.2024 genehmigt: Neues Projektende 01.11.2025.

Eingereichte Zwischenberichte: 07.02.2024, 08.07.2024, 05.03.2025, 17.07.2025.
Abschlussbericht: 01.02.2026

Es erfolgten 6 Mittelabrufe mit entsprechenden Verwendungsnachweisen, ein siebter Abruf wird nach Genehmigung der Abschlussunterlagen eingereicht.

3. Verbreitung des Films (nicht mehr Bestandteil des DBU-geförderten Projektes) ab 02.11.2025. Besonderer Anlass: Premierenabend 06.11.2025.

Ergebnisse

Die Projektziele wurden vollumfänglich erreicht:
Der Film genießt bereits jetzt absehbar großes Interesse in der Allgemein- und Fachöffentlichkeit.

Er wird schwerpunktmäßig deutschlandweit in 2026 gezeigt, z.B. in Programmkinos, auf Initiative von Stiftungen, in Infozentren von Nationalparken/Naturparken/Biosphärenreservaten, bei naturschutzinteressierten Institutionen, Gemeindehäusern, Schulen, dem UBA, auf dem DNT 2026, dem KNK und bei Umweltverbänden.

Bereits vor der Premiere wurde systematisch mit dem Aufbau des Netzwerkes begonnen, dazu gehören maßgeblich die Zusammenarbeit z.B. mit Nationale Naturlandschaften NNL e.V. und hier die enge Abstimmung mit den LeiterInnen der Nationalparkhäuser und Infozentren der Großschutzgebiete.

Die Projektförderer bilden von Anfang an wertvolle Multiplikatoren: Stellvertretend sei an dieser Stelle die Nennung des Projektes im Newsletter der DBU genannt.

Das Projekt fand seinen Abschluss mit der Filmpremiere in der Landesvertretung Mecklenburg-Vorpommern in Berlin am 06.11.2025 im Beisein eines Vertreters der DBU (s. Anhang: Wie geht Natur? Filmpremiere & Festabend anlässlich 35 Jahre Nationalparkprogramm).

Ein besonderes Ziel und entscheidender Anspruch des Vorhabens war es, eine breite Öffentlichkeit zu erreichen und insbesondere Jugendliche über das Thema zu informieren und für Naturschutzengagement zu begeistern. Entsprechend der genehmigten Planung wurde pädagogisches Begleitmaterial für Auswertungszusammenhänge, Zusatzfilme, Recherchen, Texte und Materialien sowie dem Vertrieb in Bildungskanälen und Kommunikationsmedien (Formulierung lt. Budgetplan) erarbeitet. Hierfür konnte eine renommierte Expertin im Bereich Kinder- und Jugendmarketing für nachhaltige Themen gewonnen werden: Carola Laun hat bereits verschiedene Umwelt- und Naturschutzorganisationen bei diesen Themen beraten. Auf diese Expertise konnten wir bei unserem Konzept bauen. Das Ergebnis ist eine Handlungsempfehlung für Lehrkräfte, UmweltbildnerInnen und Gruppenleitungen mit dem Titel "Impulse für die pädagogische Arbeit". Es geht darum, Anregungen zu geben für starkes und individuelles Engagement und die Übernahme von Verantwortung.

Der Film bietet einen reichen fächerübergreifenden Zugang zu Natur, Gesellschaft und Politik. Die dort genannten Impulse helfen, ihn methodisch in den Unterricht einzubauen. Sie fördern Analyse, Reflexion und Fachwissen ebenso wie den emotionalen Zugang zum Thema Naturschutz und Denkanstöße für eigenes Handeln.

Öffentlichkeitsarbeit

im Anhang:
- Presseheft-Entwurf
- Plakate
- Postkarte
- oekom-Buch wegen gemeinsamer Bewerbung
- Präsentation Premiere
- Akquiseflyer und Hinweis auf Akquise-Trailer auf Website

Weitere:
- Pressearbeit über Medienpartner: Seit der Premiere erfolgt die Pressearbeit über die gewonnenen Medienpartner oekom-Verlag, Zeitschrift NATIONALPARK, Naturschutz heute (Mitgliedermagazin NABU), viele weitere in Planung
- social media in allen in den DBU-Zwischenberichten genannten Kanäle. Fokus zwischenzeitlich auf instagram, youtube, tiktok
- Newsletter
- Website www.wiegehtnatur.de (s. Links)
- fortlaufende Akquise von Spielorten über eine professionelle Distribution (nicht Bestandteil des Förderprojektes)
- Talks (z.B. Deutscher Naturschutztag, Festivals wie Ökofilmtour, Fachtagungen wie Bodensee-Stiftung und sich daraus entstandene Filmvorführung in Singen mit Podiumsdiskussion)
- Spielplan (wird laufend fortgeschrieben, s. Website)
- Specials wie z.B. Hamburger Schulfilmtage
- im Rahmen des Darßer Naturfilmfestivals stattgefundene Vorpremiere am 03.10.2025 im Beisein von Bundesumweltministerin a.D. Steffi Lemke, Michael Succow, Übertragung auch im Live-Stream
- Testimonial-Aufbau: Stimmen zum Film (s. Website)

Wie geht Natur?!

Fazit

Mit dem Film wurde ein Grundstein gelegt und ein Angebot gemacht, junge Menschen über Natur zu informieren und für Naturschutz zu begeistern. Er bietet einen ersten Impuls, sich mit dem Thema Natur und Naturschutz zu beschäftigen. Dies ist kein Selbstläufer: Es braucht Zugänge und Übersetzungen in junge Lebenswelten, um die wichtigen und aktuellen Botschaften und Inhalte transportieren zu können (vergleiche pädagogisches Konzept).

Der Film geht darum, junge Menschen mit klaren Botschaften in ihren Lebenswelten (v.a. Social Media) zu erreichen und Multiplizierende und PädagogInnen als Verbündete zu nutzen (z.B. Lehrkräfte der Mittel- und Oberstufe schulfächerbezogen, Akteure in der Umweltbildung wie Fachkräfte in Nationalparks, Förster, UmweltbildnerInnen, Gruppenleitungen, Volunteer Ranger, Naturschutz NGOs, Pfadfinder, selbständige Wald- und Wildnispädagogen, Museumspädagogen, regionale Vereine und Institutionen). Der "Kontaktpunkt" ist hier jeweils der Film: Der Film bietet dafür verschiedene spannende Zugangsthemen. Kommunikative Anknüpfungspunkte können die Liebe zur Natur, zu Naturschutz, Landwirtschaft und Ernährung, Persönlichkeitsentwicklung, Geschichte und ostdeutsche Biografie oder Politik sein. Vom Wissen zum Handeln.

Mit der Distribution des Films wollen wir emotional berühren und individuelles Handeln insbesondere bei jungen Menschen stärken und die Zielgruppe Jugendliche in Breite und Tiefe erreichen (dafür wurden im pädagogischen Konzept Personas erstellt).

Übersicht

Fördersumme

140.000,00 €

Förderzeitraum

03.07.2023 - 01.11.2025

Bundesland

Bayern

Schlagwörter

Landnutzung
Naturschutz
Umweltkommunikation