Unidome Deutschland GmbH
Große Hub 10
65344 Eltville
Der Baustoff (Stahl)beton dominiert nach wie vor die weltweite und deutsche Baubranche, seine Herstellung ist jedoch mit hohen Treibhausgasemissionen verbunden. Mangelnde Leichtbauansätze führen dazu, dass aktuell unnötig viel Beton sowie Stahl verbraucht werden und Decken sowie Fundamente stärker ausgelegt werden als erforderlich. Eine Lösung zur Reduktion des Betoneinsatzes in Decken und Fundamenten bieten Hohlkörper, die den Beton in Bereichen verdrängen, in denen er für die Tragfähigkeit kaum benötigt wird. Zentrales Ziel des Projektes war es, die Querkrafttragfähigkeit von Hohlkörper-basierten zweiachsig gespannten Decken zu steigern und auf diese Weise das Einsatzgebiet der Hohlkörpertechnologie sowie das Einsparpotenzial hinsichtlich Material, CO2 und auch Kosten zu maximieren, sodass Hohlkörper-basierte Decken erstmals einen Preisvorteil gegenüber Massivdecken bieten. Übergeordnetes Ziel war es, das Einsparpotenzial bzgl. Ressourcen, Kosten und CO2 von Hohlkörperbasierten Decken und Fundamenten zu maximieren sowie nun im Anschluss an das Projekt flächendeckend in die Anwendung zu überführen und somit eine schnelle, akute und hohe Umweltwirkung zu erzielen.
Die Arbeiten erfolgten in Zusammenarbeit von UNIDOME und der Hochschule Bochum. Wesentliche Arbeitsschritte waren die Detailkonzeption und Ausarbeitung der Hohlkörpergeometrie sowie des Hohlkörper-Decken-Systems auf Basis kegelstumpfförmiger Hohlkörper. Neben einer FEM-Parameterstudie erfolgten dabei die Detailkonstruktion der Hohlkörper sowie die Ausarbeitung der Verschlussmechanismen und der Montage-Technologie. Zudem erfolgten die Werkzeugentwicklung und -anfertigung, die Herstellung von Versuchskörpern sowie die Durchführung von Versuchen an Hohlkörperdecken sowie die Untersuchung der Rezyklierfähigkeit.
Die Umsetzung zeigt enormes Potential für die Senkung der Emissionen der Baubranche. Erste Ergebnisse zeigen, dass die benötigten Querkräfte erreicht wurden und bereits mit der im Demonstrationsmaßstab integrierten Technologiereife erhebliche Einsparungen im Vergleich zum konventionellen Bau erreichen lassen.
Beide Partner haben bereits während der Projektlaufzeit Blogbeiträge auf ihren Webseiten veröffentlicht. Dabei hat Unidome folgenden Beitrag veröffentlicht:
• https://www.unidome.de/post/oktober-2023-unidome-erhalt-bewilligung-fur-dbu-forderung-effizientehohlkorpertechnologie-mit-hoher-querkragtragfahigkeit-fur-dasressourcenschonende-bauen---hochquer
An der Hochschule Bochum wurde veröffentlicht:
• https://www.hochschule-bochum.de/en/news/n/bauteilversuche/
• https://www.hochschule-bochum.de/aktuelles/n/veroeffentlichung-zu-hohlkoerperdecken/
Gemeinsame Veröffentlichung in der Fachzeitschrift Beton- und Stahlbetonbau Ausgabe 1 121 Jahrgang, Januar 2026, ISSN 0005-9900, "Untersuchungen an Stahlbetonplatten mit neuartigen Hohlkörpern", Autoren: T. Schmidt; D. Busch; K. Pfeffer; A. Dridiger, A. Albert, Verlag: Ernst und Sohn
Die großen Einsparungen, die Hohlkörper in Betondecken ermöglichen, gelingen sowohl mit Neubeton als auch mit Recyclingbeton. Auch die entstehenden Hohlkörperdecken selbst sind gut rezyklierbar. Im Projekt wurden erfolgreich Hohlkörper entwickelt, die für die Herstellung von Betondecken geeignet sind. So wurde eine wichtige Grundlage für die weitere Nutzung des Materials geschaffen und die Einhaltung relevanter Normen bestätigt. Sehr erfolgreich war der Nachweis über die Rezyklierbarkeit.