Projekt 38776/01

Lernerlebnis Wasserstoff: Eine nachhaltige Reise durch die Energiewelt von Heute und Morgen

Projektdurchführung

F. S. Infotainment
Hermannstr. 73
45479 Mülheim



Zielsetzung und Anlass des Vorhabens

Eine der zentralsten Herausforderungen unserer Zeit ist der Klimaschutz. Ein mit der Industrialisierung beginnender und ein bis heute immer noch steigender CO2-Ausstoß, versursacht durch menschliches Wirken und dem damit verbundenen Fortschritt haben den Stoffhaushalt der gesamten Atmosphäre massiv verändert und steigende Treibauskonzentrationen ausgelöst. In der Folge verzeichnen wir einen Klimawandel, der sich heute nicht nur in einem Anstieg der Erd-Erwärmung sondern auch in Extremwetterlagen zeigt. Das Ziel der Bundesregierung, Deutschland bis 2045 zur Klimaneutralität zu wandeln, erfordert auch eine Umweltbildung aller Menschen, durch die sie zu den Themenfeldern Energiewende, Klimaschutz und Energiesicherheit umfassend informiert und sensibilisiert werden.

Das Lernerlebnis Wasserstoff leistet hier (s)einen Beitrag, in dem es der jungen nachfolgenden Generation die Energiepolitik mit dem Schwerpunkt der Bedeutung von grünem Wasserstoff im Themenfeld Klimaschutz transparent macht und sie für ein individuelles wie auch gemeinschaftliches Tun zu sensibilisiert und zu aktiviert; dies umfasst auch Informationen und Impulse zu Ausbildungs- und berufliche Entwicklungsmöglichkeiten.



Darstellung der Arbeitsschritte und der angewandten MethodenDas Lernerlebnis Wasserstoff wird in vier Arbeitsphasen entwickelt und produziert: Konzeption/Planung, Produktion, Finalisierung einschließlich Generalprobe an einer öffentlichen Schule und Auswertung der Rückmeldungen von allen Beteiligten sowie erste Akquise/Tourenplanung.

Das Lernerlebnis fokussiert speziell auf Schüler*innen der Klassenstufen sieben bis zehn an weiterführenden Schulen aller Schulformen. Es lässt sich sowohl im Klassenverbund als auch für Großgruppen mit bis zu 250 Schüler*innen einsetzen (z. B. mehrere Klassen einer Klassenstufe).

Die Diversität der Schüler*innen als auch ihre unterschiedlichen Lernvoraussetzungen werden durch das Forma, das sich an unterschiedliche Lernformen und den Grundlagen mediendidaktischer Entscheidungen orientiert, berücksichtigt (Binnendifferenzierung).

Das Programm „Lernerlebnis Wasserstoff“ besteht aus fünf Kapitel mit jeweils vier Modulen. Es ist ein interaktives und multimediales Bildungsformat, das modular aufgebaut ist.

Eingesetzt werden u. a. Film- und Videosequenzen, (animierte) Informationsgrafiken sowie verschiedene Interaktionen wodurch die Zielgruppe umfassend informiert, zu eigenen Diskussionsbeiträgen angeregt sowie abwechslungsreich unterhalten und durch spielerische Interaktionen für die Bedeutung des Wasserstoffs für den Klimaschutz sensibilisiert wird. Begleitet werden alle Elemente von einem Techniker und von einer professionellen Moderation und/oder Entertainment, was die Neugier und Aufmerksamkeit bindet und die Inhalte vom Publikum nicht als „Unterrichtseinheit“ wahrgenommen werden.

Durch seine Modulstruktur lässt sich das Thema „Ausbildung und Beruf“ vertiefen, um es z. B. an Berufskollegs, Bildungseinrichtungen zur Berufsorientierung und in weiteren außerschulischen Bereichen einzusetzen, um Jugendlichen Impulse in ihrer Berufsorientierung zu geben und/oder für eine Ausbildung oder Studium zu gewinnen.

Das Lernerlebnis Wasserstoff zeichnet sich durch seine Mobilität aus: Das bedeutet, dass die technische Ausstattung transportabel ist und damit ein Touren durch das gesamte Bundesgebiet möglich ist. Zur Ausstattung gehören: Eine Großbildleinwand, ein lichtstarker Tageslichtbeamer, eine drahtlose Beschallungsanlage einschließlich Mikrophon und Headset sowie ein 40 Zoll Touchscreen-Monitor einschließlich weiterer Hard- und Software. Dadurch wird jeweils vor Ort nur ein Platz/Raum für die Anzahl der Schüler*innen und ein 250 V-Elektroanschluss benötigt.


Ergebnisse und Diskussion

Bis zur Invasion russischer Truppen in die Ukraine (02/2022) war das Thema Energiesicherung für die Zielgruppe kein „spürbares“ Thema, sondern eine eher theoretische Auseinandersetzung in Unterricht und, in Abhängigkeit der sozialen Einbindung, auch in Familie und Peergroup. Erst durch das Reduzieren der Gaslieferungen Russlands rückten die Themen Energieknappheit und Energiesicherheit auch in den Fokus/in die Wahrnehmung der Zielgruppe. Die massiv angestiegenen Preise für Energie wie z. B. Strom, Kraftstoff und Heizung haben und zwingen viele Familien dazu, Energie zu sparen, um die Kosten bezahlen zu können. Viele Teilnehmende haben durchaus erfahren, was es bedeutet, die Raumtemperatur zu senken und die Heizung nicht einfach „aufzudrehen“ und die Vorstellung, ggf. frieren zu müssen, weil Energie erst gar nicht zur Verfügung gestellt werden kann, sorgt für Verunsicherung und gleichzeitig für eine erhöhte Bereitschaft, sich mit diesen Themen auseinanderzusetzen.

Eine Herausforderung in der Gestaltung des Programms Lernerlebnis Wasserstoff war, Wasserstoff als ein Baustein im Energiemix zu verorten. Des Weiteren, Inhalte so einzugrenzen, das grundlegende Prozessschritte und ihre Auswirkungen in die Themenfelder: Energiewende, Klimaschutz und Energiesicherheit nachvollzogen werden können, ohne die Schüler*innen mit zu viel „theoretischen Wissen“ zu überfordern und dadurch ihre Aufmerksamkeit zu verlieren. Der gewählte Mix aus Interaktion und multimedialer (damit auch vorwiegend interaktiven) Formaten für die Darstellung fachlicher Inhalte, die durchgehend durch Moderation und z. T. Entertainment begleitet werden, wurde von den Schüler*innen gut angenommen.



Öffentlichkeitsarbeit und Präsentation

Die Premieren des Lernerlebnis Wasserstoff wurden an weiterführenden Schulen in Mülheim an der Ruhr aufgeführt, für es positiven Resonanzen gab:

„…für das schülernahe und interessante Lerntheater bedanken. Die beiden Akteure haben einen guten Draht zu den Schüler*innen aus der Mittelstufe, die ja bekanntlich schwer zu begeistern sind aufgebaut. Die Resonanz der Kolleg*innen und der Schüler*innen war sehr positiv.“ (Gymnasium Heißen)

„…das Urteil unserer Schüler*innen und der beteiligten Lehrer*innen ging bzw. geht von „klasse bis super“, also insgesamt superklasse!!! Dieses verdiente Lob bezieht sich sowohl auf den Inhalt … als auch auf die ansprechende und motivierende „Verpackung, sprich medthodisch-mediale Gestaltung. Der kurzweilige Wechsel von digital präsentierten Informationen, Mitmachaktionen, aktivierenden Aufgaben erzeugte durch Ihre oft humorvolle Kommunikation und Interaktion fördernde Moderation eine erfreuliche Resonan und ausdauernde Mitarbeit bei den Schüler*innen: Prädikat: Sehr empfehlenswert!!! (Gymnasium Broich)

„… von Herzen für die beeindruckende Aufführung bedanken. Die Schüler*innen hatten eine Menge Spaß und haben enorm von dieser lehrreichen Erfahrung profitiert. Die Art und Weise, wie sie die Inhalte präsentiert haben, war äußerst wirkungsvoll und ansprechend. Die Schüler*innen wurden nicht nur informiert, sondern auch aktiv eingebunden, was die Lernerfahrung besonders nachhaltig gestaltete. (Gesamschule Saarn)

„…Wir danken Ihnen als Schulteam sehr für diese gelungene Aktion…machen Sie weiter so! (Realschule Mitte)



Fazit

Die Brisanz der Thematik ließ sich durch das gewählte Format urteilsfrei darstellen und Unsicherheiten in Fragestellungen wandeln, die für ein Überdenken individueller Verhalten sensibilisiert haben.

Übersicht

Fördersumme

167.500,00 €

Förderzeitraum

06.04.2023 - 06.04.2024

Bundesland

Nordrhein-Westfalen

Schlagwörter

Klimaschutz
Ressourcenschonung
Umweltforschung
Umweltkommunikation
Umwelttechnik