Projekt 38514/01

„Greener Global Solutions“ – Programm zur Identifikation und Integration neuer Themen, Formate und Akteur:innen in internationale und globale Politikforen zur Bearbeitung globaler Umweltherausforderungen

Projektdurchführung

Global Solutions Initiative Foundation gGmbH
Alexanderstr. 1
10178 Berlin

Zielsetzung

Die Global Solutions Initiative Foundation gemeinnützige GmbH (GSI) unterstützt und koordiniert ein globales Think Tank-Netzwerk, das politische Handlungsempfehlungen für globale Politikforen erarbeitet, mit besonderem Fokus auf die G20- und G7-Prozesse. Die politischen Empfehlungen werden mit einem Netzwerk, bestehend aus führenden Think Tanks und Wissenschaftsorganisationen, erarbeitet und mit Entscheider:innen aus Wissenschaft, Politik, Wirtschaft und Zivilgesellschaft diskutiert und weiterentwickelt.

Die GSI nimmt eine Brückenfunktion zwischen verschiedenen Stakeholdergruppen ein und leistet so einen zentralen Beitrag zur Erarbeitung globaler Lösungen. Mit ihrem Fokus auf die Begleitung der G20- und G7-Prozesse setzt sich die GSI dafür ein, dass wichtige Themen von einer zur nächsten Präsidentschaft transportiert werden und wichtige Diskussionen nicht abbrechen. Die gemeinsame Entwicklung von Lösungen für die größten globalen Herausforderungen unserer Zeit – insbesondere zu umweltpolitischen Themen und zur Erhaltung der natürlichen Lebensgrundlagen – sowie das Einbringen innovativer Lösungsstrategien in globale Policy-Debatten, sind übergeordnete Ziele der GSI. In den letzten drei Jahren hat sich die GSI mit Unterstützung der Deutschen Bundestiftung Umwelt (DBU) unter anderem dafür engagiert, Nachhaltigkeits- und Umweltthemen im Kontext der G20 und G7-Debatten zu stärken und relevante Akteur:innen aus diesem Themenfeld zu integrieren. Umweltschutz, Erhaltung der Biodiversität und die sich beschleunigende Klimakrise zählen aktuell zu den größten Herausforderungen der Weltgemeinschaft. Um diesen Herausforderungen angemessen zu begegnen, bedarf es eines Multi-Ebenen-Ansatzes, der sowohl die globalen Rahmenbedingungen als auch die lokalen Umsetzungsmöglichkeiten in den Blick nimmt und diese sinnvoll verbindet.

Mit dem Projekt „Greener Global Solutions“ hat sich die GSI der Identifikation und Integration neuer Themen, Formate und Akteur:innen in internationale und globale Politikforen verschrieben. Im Rahmen des jährlich stattfindenden Global Solutions Summit (GSS), unterjähriger Veranstaltungen und ganzjähriger Programme wurden konkrete Lösungsansätze für globale Umweltherausforderungen erarbeitet und gefördert.

Arbeitsschritte

Im Projektzeitraum (01.01.2023-31.12.2025) hat sich die GSI verstärkt auf den Ausbau ihrer Nachhaltigkeits- und Umweltaktivitäten fokussiert. Dazu wurden (1.) der interne Programmstrang zu Nachhaltigkeitsthemen wie Umwelt- und Klimaschutz verstärkt und um neue Themen ergänzt, (2.) ein innovatives und praxisnahes Austauschformat auf dem GSS etabliert und (3.) junge Innovationstreiber:innen und Akteur:innen in die Aktivitäten eingebunden.

(1.) Beim Ausbau des Nachhaltigkeitsprogramms wurde kritisch geprüft welche Themen zukünftig anschlussfähig sind, um die Umwelt- und Klima-Debatten im G20/G7 Kontext zu stärken und inhaltlich zu untermauern. Die Auswahl der konkreten Themenfelder hat sich nach den jeweiligen von G20/G7 definierten Prioritäten sowie aktuellen Entwicklungen orientiert, die sich für den Projektzeitraum ergaben. Dabei haben sich die folgenden Themengebiete ergeben: nachhaltige Landnutzung, Green Finance und verwandte Themen aus dem Fokusbereichen Dekarbonisierung, Kreislaufwirtschaft und nachhaltige Wirtschaftssysteme. Veröffentlichungen wie das Global Solutions Journal oder Blogbeträge („Solutions Spaces“) tragen dazu bei.

(2.) Im Rahmen des GSS aber auch unterjährig stattfindender Veranstaltungen (Side-Events, Seminarreihen) wurden innovative und interaktive Formate für die Präsentation praxisnaher Projekte, Initiativen, Organisationen und kleinerer Unternehmen erarbeitet. So wurde ihnen ein Forum für pragmatische Lösungsansätze und Konzepte geboten, die Wandel vor Ort vorantreiben. Der Fokus lag bei den Veranstaltungen und Formaten nicht nur auf der Präsentation der Ansätze, sondern auch auf Interaktion zwischen den Akteur:innen.

(3.) Neben der Arbeit mit renommierten Expert:innen (z. B. GSI Fellows), die sich für Umwelt-, Klima- und Nachhaltigkeitsthemen engagieren, wurden auch Nachwuchsakteur:innen als innovative Impuls- und Ideengeber:innen in die Debatten und die Arbeit der GSI involviert. Anschließend an den Erfolg der 2022 ins Leben gerufenen „Young Global Changers (YGC) Recoupling Awards“, wurde auch in den Jahren 2023-2025 junge Innovationstreiber:innen ausgezeichnet. Die Vorstellung ihrer lösungsorientieren Projekte und Initiativen erfolgte jeweils im Rahmen des GSS. Darüber hinaus und ganz im Sinne des Multi-Stakeholder-Ansatzes der GSI, wurden die „Young Global Changers“ (YGC) auch Teil des GSI-Netzwerkes, und konnten so auch in den direkten Austausch mit Expert:innen treten.

Global Solutions JournalGlobal Solutions Journal - Issue 9 (2023)Global Solutions Journal - Issue 10 (2024)Global Solutions Journal - Issue 11 (2025)Global Solutions BlogsGlobal Solutions Blogs - "Solutions Spaces"Global Solutions Blogs - "Redirecting Business Performance"Global Solutions EventsGlobal Solutions Summit 2023: Realigning Societies: Towards a Sustainable, Inclusive, and Common FutureGlobal Solutions Summit 2024: Moving Beyond the Crisis: Mobilizing Change for Global ProsperityGlobal Solutions Summit 2025: Bridging Divides: New Pathways for Global ProsperityGSI Fellowship ProgramYoung Global ChangersYoung Global Changers Recoupling Awards

Ergebnisse

Es ist der GSI 2023-2025 gelungen, Klima-, Umwelt- und Nachhaltigkeitsthemen in den G20- und G7-Prozessen präsidentschaftsübergreifend zu stärken, innovative Lösungsansätze in internationale Politikdebatten einzubringen und ihr breites Netzwerk für nachhaltige Transformation zu verstetigen. Zentrale Zukunftsthemen wurden konsequent über die T20- und T7-Strukturen adressiert. Insgesamt elf Policy Briefs, die von der GSI erarbeitet oder unterstützt wurden, fanden in Arbeitspapieren Eingang und trugen zur inhaltlichen Priorisierung dieser Themen bei.



Der GSS fungierte dabei als strategische Plattform für Kontinuität. Mit jährlich 1.000-1.800 Teilnehmer:innen, inkl. Delegationen aus nahezu allen G20-Staaten, bot er Raum für die frühzeitige Erprobung von Politikempfehlungen und den Austausch zwischen Wissenschaft, Politik, Wirtschaft und Zivilgesellschaft. Unterjährige Veranstaltungen sowie digitale Dialogreihen knüpften an die Debatten an, stärkten die globale Vernetzung und ermöglichten Koalitionen über Regionen und Präsidentschaften hinweg.



Die folgenden drei gemeinsam mit der DBU gestalteten Sessions im Rahmen des GSS erwiesen sich als besonders wirkungsvoll:

1. „Lessons from Local Climate Resilience Work“

2. „Decentralized Energy Solutions: Local Solutions and Global Impact“

3. „Scaling Grassroots Solutions for Sustainable Development“

Sie verbanden lokale Praxisprojekte mit hochrangigem politischem Feedback und ermöglichten direkten Austausch zwischen Praktiker:innen, indigenen Vertreter:innen und internationalen Entscheidungsträger:innen.



Zugleich wurden junge Innovationstreiber:innen erfolgreich in globale Debatten eingebunden: Die YGC Recoupling Awards, der Ausbau des Netzwerks auf über 580 Mitglieder sowie die Einführung regionaler Ambassadors schufen eine dauerhafte Struktur, über die lokale Lösungsansätze global sichtbar gemacht und skaliert werden konnten. Ergänzt wurde dies durch die Arbeit der GSI Fellows, deren Expertise wesentlich zur wissenschaftlichen Fundierung der Programminhalte beitrug.



Mit Publikationen wie dem GSI Journal, der Solutions Spaces Reihe und regelmäßigen Blog- und Podcast-Beiträgen gelang es zudem, Ergebnisse des Projekts in den internationalen Debattenraum einzuspeisen und Wissensaustausch langfristig sicherzustellen. Insgesamt hat das Projekt "Greener Global Solutions" damit zur inhaltlichen Vertiefung, politischen Anschlussfähigkeit und strategischen Weiterentwicklung globaler Nachhaltigkeitsdebatten beigetragen.

Climate Action and Sustainability ProgramG20 Insights PlatformPolicy Brief: “Investing in women small-scale agripreneurs: Policy priorities for sustainable agrifood systems”Policy Brief: „A G20 Priority: Consolidating and Sustaining Multilateral Collaboration for Bespoke National Energy Transitions 2025“Policy Brief: „Enabling Global Architecture for a Health-Equitable Just Energy Transition Through Country Platforms and Multilateral Diplomacy“Young Global Changers CommunityYoung Global Changers Ambassadors

Öffentlichkeitsarbeit

Die im Rahmen des GSS 2023–2025 erarbeiteten Inhalte wurden umfassend verbreitet – über die englischsprachige Website der GSI, Social Media-Accounts, Newsletter sowie Print und Online Medien. Die Website fungiert als zentrale Plattform für Videoaufnahmen von Sessions, Policy Briefs, Fotos und Informationen zu Veranstaltungen; ergänzend stehen Aufzeichnungen über YouTube und Bildmaterial über Flickr dauerhaft zur Verfügung. Policy Briefs werden zudem über die Plattform „G20 Insights“ zugänglich gemacht, was die Transparenz und Nachvollziehbarkeit der T20-/T7-Prozesse erhöht. Mit dem Global Solutions Journal sowie den digitalen Formaten der Reihe „Solutions Spaces“ werden wissenschaftliche Analysen, Praxisbeispiele und politische Empfehlungen einer internationalen Öffentlichkeit bereitgestellt. Social Media Kanäle der GSI (LinkedIn, X, Facebook) und der YGC (LinkedIn, X, Instagram) verbreiten Inhalte kontinuierlich weiter und fördern den Austausch über nachhaltige Lösungsansätze. Vier verschiedene Newsletter erreichen mehr als 26.000 Empfänger:innen weltweit. Die internationale Medienresonanz – u. a. durch Bloomberg, DW, CNN, The Guardian und Reuters – verstärkte zusätzlich die globale Sichtbarkeit der erarbeiteten Lösungsansätze.

Global Solutions Initiative Foundation - WebsiteGSI YouTube AccountGSI Flickr AccountGSI LinkedIn AccountYGC LinkedIn AccountGSI Facebook AccountYGC X AccountYGC Instagram Account

Fazit

Die gewählte Vorgehensweise hat sich nachweislich bewährt und wurde 2023-2025 wirkungsorientiert weiterentwickelt. Inhaltlich gelang es, Klima‑, Umwelt‑ und Nachhaltigkeitsthemen konsistent in G20/G7‑Prozesse einzuspeisen; prozessual wurden Veranstaltungs- und Austauschformate geschärft (hybride Beteiligung dort, wo sie Teilhabe und Effizienz steigert; interaktive „Greener Global Solutions“-Formate für praxisnahe Projekte; stärkere Verzahnung von Summit und ganzjährigem Policy‑Programm). Die Einbindung des Globalen Südens (Delegationen, CGP, Fellows, YGC), die Publikationsarchitektur (Global Solutions Journal, G20 Insights, Solutions Spaces) und die Mitarbeit in T20/T7 Task Forces/-Advisory Councils erhöhten Reichweite, Anschlussfähigkeit und Kontinuität zwischen den jeweiligen T20- und T7-Präsidentschaften.

Als institutionelles Gedächtnis und durch die entstandenen informellen Koordinierungskanäle, stellt die GSI sicher, dass evidenzbasierte Vorschläge aus Expert:innennetzwerken verlässlich in formelle Entscheidungsprozesse einfließen und dort nachhaltig verankert werden. Die Vorgehenslogik, Wissen zu bündeln, Stakeholder zu vernetzen, lösungsorientiert zu priorisieren und in Entscheidungsprozesse zu überführen, hat sich als tragfähig erwiesen. Für die Folgejahre baut die GSI hierauf auf. Es ist es ein zentrales Ziel ein noch stärker policy‑fokussiertes, ganzjähriges Programm mit regionalen Hubs und einem strategisch fokussierten Summit als Arbeitsplattform aufzubauen.

Übersicht

Fördersumme

399.909,00 €

Förderzeitraum

01.01.2023 - 31.12.2025

Bundesland

Berlin

Schlagwörter

Klimaschutz
Umweltforschung