Projekt 38438/01

Die Windwende – praxisnah zum Anpacken

Projektdurchführung

Protect the Planet gGmbH
Gotzinger Str. 48
81371 München

Zielsetzung

Für die Beschleunigung des Ausbaus der Windenergie in Deutschland als eine der größten Herausforderungen beim Umbau der Energieversorgung hin zu Erneuerbaren Energien und damit zur Erreichung der bundespolitischen Klimaschutzziele soll das Projekt „Die Windwende – praxisnah zum Anpacken“ dazu beitragen, die Akzeptanz beim Windenergie-Ausbau zu stärken und Vertrauen im Rahmen der konkreten Planungen vor Ort aufzubauen.
Durch die innovative Form der dokumentarischen Vermittlung eines konkreten Handlungsleitfadens („Lehrfilm“) anhand von erfolgreichen best-practice-Beispielen aus dem gesamten Bundesgebiet mit Beiträgen anerkannter wissenschaftlicher Fachexpert*innen wird den lokalen und kommunalen Akteuren vor Ort konkretes Wissen vermittelt und „Rüstzeug“ an die Hand gegeben, spezifische Hemmnisse bei der Umsetzung von Windenergieprojekten vor der eigenen Haustür erfolgreich zu überwinden.
Die Maßnahme ist eingebettet in ein nachhaltiges und langfristiges begleitendes Marketing-Konzept. Dies besteht zum einen aus einer breit angelegten Strategie zur öffentlichkeitswirksamen Verbreitung der Inhalte. Gleichzeitig werden passgenau angelegte und moderierte praxisnahe Fort- bzw. Weiterbil- dungsmaßnahmen entwickelt, mit denen die Zielgruppen/lokalen Akteure mit den best-practice-Bei- spielen vor Ort in Berührung kommen, angelehnt an die Wissensvermittlung durch das Video-Material und sich konkret sowohl mit Experten wie auch den lokalen Akteuren austauschen. Dazu werden entsprechende Formate zusammen mit den Partnern des WindRats, zugeschnitten auf die jeweiligen Bedürfnisse vor Ort, entwickelt und umgesetzt, z.B. in Form der Entwicklung von Workshops, Weiterbil- dungsseminaren, Vortragsreihen wie auch Exkursionsprogrammen zu den best-practice-Beispielen. Damit kann im Austausch miteinander das medial erworbene Wissen direkt vor Ort vertieft, Maßnahmen diskutiert, Strategien entwickelt und Lernerfahrungen gesammelt werden.
Damit trägt das Projekt dazu bei, durch intensive Unterstützung der Akteure vor Ort eine Forcierung des Ausbaus der Windenergie als dem zentralen Bestandteil für den Umbau der Energieversorgung in Deutschland zu erreichen und zur Erfüllung der Klimaschutzziele in Deutschland beizutragen („Windwende“).

Arbeitsschritte

Januar bis März 2023:
• Recherche der in Frage kommende Projekte
• Konzeption und Angebotseinholung
März bis Mai 2023:
• Angebotssichtung und Auswahl der Filmproduktion
• Drehbucherstellung, Timing
Mai bis Juli 2023
• Auswahl der in Frage kommende Projekte • Drehplanung
Juli bis Oktober 2023
• Dreharbeiten
• Post Production
Oktober bis Dezember 2023
• Erstellung Konzept für breit angelegte begleitende Öffentlichkeitsarbeit (gezielte PR-/Pressearbeit, Social Media; Regionale Infoveranstaltungen, z.B. für Messen, Kommunalforen, Symposien; Medienbeiträge etc.)
• Erarbeitung geeigneter Formate für Exkursionen, Seminare , Workshops, z.B. Fort- bzw. Weiter- bildungsmaßnahmen mit entsprechenden Experten

Januar 2024 bis Dezember 2024
- Veröffentlichung und Bewerbung der Best-Practice Wind-Kurzfilme auf den Webseiten des WindRats, Social Media-Kanälen, Printmedien, Veranstaltungen.
- Planung, Organisation und Durchführung in geeigneten Formaten:
Regionalspezifische Exkursionen vor Ort in Zusammenarbeit mit WindRat-Partnern zu erfolgreichen Projekten.
Regionsspezifische Kommunalforen, Workshops, Seminare, Fort-, Weiterbildungs-Veranstaltungen auf kommunaler und regionaler Ebene für lokale Akteure vor Ort (z.B. Landrät*innen, Bürgermeister*innen in Zusammenarbeit mit WindRat-Partnern (z.B. Servicestellen Windenergie der Bundesländer etc.).

Ergebnisse

Durch das Projekt erfolgt eine „Übersetzungsleistung“: Zentrale Ergebnisse der zahlreichen sozialwissenschaftlichen Untersuchungen bzw. der Arbeiten aus der Akzeptanzforschung werden sich hier zu Nutze gemacht und den Akteuren vor Ort mit einen konkreten „Instrumentenkoffer“ an die Hand gegeben, um eine erfolgreiche Energiewende („Windwende“) zu unterstützen.
Mit diesem Handlungsleifaden werden die Menschen vor Ort in die Lage versetzt, durch Erlernen und Erfahren selbst anzupacken, umzusetzen und nachhaltig zu gestalten.
Das Augenmerk des Projektes „Windwende“ liegt dabei nicht auf der allgemeingültigen Darstellung technischer Möglichkeiten, rechtlicher Normen bzw. Wissensstandes in der Akzeptanzforschung – es geht ganz konkret um das Aufzeigen von Anwendungsmöglichkeiten vor Ort unter Berücksichtigung und Anerkennung der lokalen/regionalen Lebenswirklichkeit der Menschen.Die Erfahrung im Rahmen der Umsetzung von erfolgreichen Energiewendeprojekten zeigt, dass dabei grundlegende Aspekte beachtet werden müssen, damit die jeweiligen Zielgruppen vor Ort in ihren Le- benswelten erreicht werden können.Viele Projekte zeigen, dass nur durch das konkrete Erleben und Erfahren von Verteilungs- und Verfahrensgerechtigkeit bei der Planung von Maßnahmen Vertrauen vor Ort geschaffen wird. Dies ist eine Grundvoraussetzung, damit sich Menschen konkret an gemeinsamen Projekten, an der Mitgestaltung in ihrem Lebensraum beteiligen.
2. Das Projekt „Windwende“ zielt darauf ab, durch die Informationsvermittlung von „Gleichge- sinnten“ aus deren Lebenswirklichkeit vor Ort die Akteure mitzunehmen bzw. erlernen und er- fahren zu lassen, wie durch das Schaffen von entsprechendem Vertrauen und Transparenz le- bendige Teilhabe und Wertschöpfung vor Ort aussehen kann.
3. Erfahrungen zeigen auch, dass die Akzeptanz umso grösser ist, je mehr die reale Situation der Menschen vor Ort berücksichtigt und mit einbezogen wird.
Deshalb ist es auch ein zentraler Bestandteil des Projektes, regional unterschiedliche best-practice-Bei- spiele aus verschiedenen Bundesländern in Deutschland abzubilden. Damit werden die jeweils unter- schiedlichen Rahmenbedingungen vor Ort berücksichtigt (politisch, rechtlich, gesellschaftlich) und den jeweiligen Möglichkeiten vor Ort Rechnung getragen.
Somit bietet dieses Projekt einen deutlichen Mehrwert da es dabei ganz konkret um Erfahren, Erlernen und Anwendung von Handlungsoptionen geht vor dem Hintergrund der spezifischen Rahmenbedingungen vor Ort.

Öffentlichkeitsarbeit

Für die Öffentlichkeitsarbeit der Inhalte wird ein
begleitendes Konzept erarbeitet. Dabei werden passgenaue Materialien und Strategien erarbei-
tet und den Zielgruppen unterstützend an die Hand gegeben. Dazu gehören neben Fachbeiträ-
gen bzw. Veröffentlichungen in fach- und kommunalspezifischen Printmedien, Verbreitung
über die Social Media Kanäle und Web-Sites sowohl des Antragstellers wie auch der Mitglieder
des WindRats auch die Anfertigung von Postern, Roll-outs, Flyern, Postkarten etc.
Die Filme werden mit entsprechender fachlicher und zielgruppenspezifischer Moderation bei Fachveranstaltungen, Messen oder Kongressen gezeigt werden (z.B. Husum Wind, Mitteldeut- scher Windbranchentag), Fachmesse Kommunale). Auch auf verschiedensten Ebenen kommunaler Fachforen und Veranstaltungen werden die Filme in Form von moderierten Workshops bzw. Seminaren gezeigt.

Fazit

Ein Fazit kann hier noch nicht gegeben werden, da das Projekt eine Laufzeit hat von 1.1.2023 - 31.12.2024.

Übersicht

Fördersumme

122.844,00 €

Förderzeitraum

01.01.2023 - 01.01.2025

Bundesland

Bayern

Schlagwörter

Klimaschutz
Ressourcenschonung
Umweltforschung
Umwelttechnik