Projekt 22617/01

Strategische Unternehmensentwicklung Umweltbildung

ProjekttrÀger

Bundesverband TuWas e. V.
Boxhagener Str. 16, Alte Pianofabrik
10245 BerlinZielsetzung und Anlass des Vorhabens Das Projekt Strategische Unternehmensentwicklung Umweltbildung sollte einen Beitrag zur Sicherung und Weiterentwicklung der vorhandenen Angebotsstruktur der (außerschulischen) Umweltbildung leisten. Sein Ziel war: § die Umweltbildung dabei zu unterstĂŒtzen, die Entwicklung und wirtschaftliche Absicherung der eigenen Einrichtungen selbst in die Hand zu nehmen § die Entwicklungsstrategien auf ein solides, durch Trend- und Marktforschung abgesichertes Fundament zu stellen § professionelle Methoden des Marketings, der Organisationsentwicklung und der QualitĂ€tssicherung wirksam und dauerhaft in das Management der Umweltbildungseinrichtungen einzufĂŒhren. Dahinter steht die Überzeugung, dass ein bedarfsgerechtes und zielgruppenspezifisches Angebot der Umweltbildung mit großer gesellschaftlicher Reichweite nötig ist, um die Nachhaltigkeitsziele in unserer Gesellschaft zu erreichen. Darstellung der Arbeitsschritte und der angewandten MethodenWesentliche Merkmale des Vorgehens im Projekt waren: § Multi-OptionalitĂ€t: Es wird nicht nur eine Lösung fĂŒr die Zukunftssicherung der Umweltbildung erarbeitet, sondern ein Portfolio an Optionen, auf dessen Grundlage der jeweils adĂ€quate Entwicklungspfad einer Umweltbildungseinrichtung definierbar ist § Szenario-Ansatz: Das Konzept ist nicht an der Gegenwart orientiert (Wie kann ich das Bestehende solange als möglich bewahren), sondern an der Erfindung aussichtsreicher ZukĂŒnfte (Welchen Wandel will ich aktiv gestalten). Das Projekt gliederte sich in vier Prozessschritte: § Szenarienentwicklung: Systematische Szenarienerstellung unter Einbezug von Daten aus der Trend- und Zukunftsforschung § SWOT-Analyse: Integration der externen Chancen und der internen Kompetenzen der Umweltbildung § Beratungskonzept: Entwicklung eines strategischen Unternehmensberatungskonzepts fĂŒr Umweltbildungseinrichtungen § Transfer: Einsatz des Beratungsinstruments in ausgewĂ€hlten Bereichen. Ergebnisse und Diskussion Die Ergebnisse des Projekts basieren auf der empirischen Erfahrung in der Entwicklungsberatung von 30 Einrichtungen der Umweltbildung. Diese Einrichtungen decken ein weites Spektrum ab - vom 2-Mann-Betrieb bis zur Organisation mit 40 Angestellten, vom kleinen Verein bis zum Naturschutzverband, von privaten Einrichtungen ĂŒber kommunal getragene bis hin zu staatlichen Teilorganisationen. Regional ver-teilen sich die Piloteinrichtungen quer ĂŒber ganz Deutschland. Gleichzeitig mit der Abschluss-Tagung des STRATUM-Projekts in der Evangelischen Akademie Tutzing erhielten die ersten Umweltbildungs-Einrichtungen ihre Zertifizierung - zehn der dreißig Piloteinrichtungen haben damit die erste HĂŒrde zur Absicherung ihrer Zukunft bereits genommen. Mit seinem neuartigen Beratungsmodell könnte das STRATUM-Team kĂŒnftig eine wesentliche Rolle bei der Zertifizierung von Bildungseinrichtungen spielen, stellte Professor Gerd Michelsen (UniversitĂ€t LĂŒneburg) im Hauptvortrag auf der Tagung fest. Nicht nur die Piloteinrichtungen aus ganz Deutschland sowie aus Österreich bescheinigen STRATUM, auf dem richtigen Weg dahin zu sein. Auch alle Referenten der zweitĂ€gigen Konferenz gaben eine positive Expertise zu dem Projekt ab. Methodisch sehr geeignet fand der Studienleiter der Tutzinger Akademie, Dr. Martin Held, den STRATUM-Ansatz. Professor Gerd Michelsen hatte sich intensiv mit STRATUM beschĂ€ftigt. Seine Stellungnahme betraf sowohl die von STRATUM entwickelten Instrumente als auch die Zukunftspotenziale der STRATUM-Beratung. Michelsen hob den partizipatorischen Charakter der STRA-TUM-Beratung hervor: STRATUM funktioniert als Selbstlernprozess der Einrichtung, stellte er fest. Die Umweltbildungseinrichtungen erhielten auf diese Weise Klarheit ĂŒber die kĂŒnftige Ausrichtung der eigenen Arbeit. Sie bekĂ€men von STRATUM keine Anweisung, was sie zu tun hĂ€tten, sondern eine belastbare Basis fĂŒr die eigene Entscheidung, welche der verschiedenen strategischen Optionen sie nutzen wollten. Der Ansatz von STRATUM ist multioptional, er beschreibt die Zukunft der Einrichtungen nicht einseitig, sondern macht das BĂŒndel strategischer Optionen verfĂŒgbar, so Michelsen. Da der zeitliche Rahmen des STRATUM-Prozesses ĂŒberschaubar und die Ergebnisse unmittelbar verfĂŒgbar seien, unterstĂŒtze die STRATUM-Beratung den VerĂ€nderungsprozess sehr effektiv. STRATUM ist ein guter Weg, urteilt Michelsen, der die QualitĂ€t und Wirtschaftlichkeit von Umweltbildungseinrichtungen steigern kann. Gute Zukunftsaussichten bescheinigt Michelsen STRATUM im Bereich der Zertifizierung. Im Unterschied zu den vorhandenen Systemen beschrĂ€nkt sich STRATUM nicht auf einen formalen Beurtei-lungsprozess, der von außen kommt, sondern hilft den Einrichtungen durch eine besondere Form der Be-ratung, sich aktiv auf VerĂ€nderungen einzustellen und die eigene Entwicklung zu steuern. Öffentlichkeitsarbeit und PrĂ€sentation Die Öffentlichkeitsarbeit im Projekt wurde auf folgenden Ebenen realisiert: § Pressemeldungen: Erschienen laufend auf der Website www.stratum-consult.de - siehe dort § Konferenzen: Im Rahmen einer Szenario-Konferenz (8.-10. Juni 2005, WĂŒrzburg), einer Tagung Zukunftsmarkt Umweltbildung (15. September 2005, MĂŒnster) und der Abschlusskonferenz Nachhaltig erfolgreich - Strategien fĂŒr die Zukunft der Umweltbildung (31. Mai/01. Juni 2006, Tutzing) wurde ĂŒber das Projekt berichtet und mit dem Fachpublikum diskutiert. § Publikationen: Über die Ergebnisse der Szenariokonferenz erschien eine 30-seitige Expertise, die gedruckt vorliegt (Das zukĂŒnftige Umfeld der Umweltbildung in Deutschland - Szenarien und Perspektiven); das Projekt als Ganzes wird in der Buchpublikation Unternehmen Umweltbildung (oekom verlag) dargestellt. Fazit Der besondere nachhaltige Charakter von STRATUM beruht auf: § der Perspektivenerweiterung vom introvertierten QualitĂ€tsmanagement zum extravertierten strategischen Management (marktorientierte Planung) § dem Anspruch, die wirtschaftlich tragfĂ€hige, wertschöpfende Basis der Umweltbildung zu vergrĂ¶ĂŸern (ökonomisches Denken)§ der EinfĂŒhrung betriebswirtschaftlicher Instrumente in das Management der Einrichtungen (SWOT, Wettbewerbsanalyse etc.) § der Ausrichtung auf lĂ€ngerfristige Entwicklungen in den relevanten Umfeldern (strategische Planung) § der Implementierung und VerstĂ€rkung endogener VerĂ€nderungspotenziale in den Einrichtungen (partizipatorisch-systemische Beratung).

Übersicht

Telefon

030-81479068

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Bundesland

Bayern

Fördersumme

99.250,00 €

Förderzeitraum

10.01.2005 - 10.07.2006

Internet

www.tuwas.net