Projekt 12366/01

Netzwerk umweltfreundliche Hochschulen Deutschlands

Projektträger

Universit√§t Osnabr√ľckInstitut f√ľr Umweltsystemforschung
Artilleriestr. 34
49076 Osnabr√ľckZielsetzung und Anlass des Vorhabens eco-campus.net, das Netzwerk f√ľr eine umweltgerechte Entwicklung der Hochschulen, verbindet diejenigen Akteure an Hochschulen, die sich aktiv f√ľr eine umweltgerechte Gestaltung der Hochschulen in Forschung, Lehre und Verwaltung einsetzen. Angestrebt wird eine Hochschule, deren Ziele und Gestaltungsprinzipien in Forschung, Lehre und Verwaltung im Einklang mit einer nachhaltigen Entwicklung stehen. Entscheidungen der Hochschule k√∂nnen nicht mehr nur fachlich, politisch und √∂konomisch begr√ľndet sein, sondern m√ľssen um soziale und √∂kologische Aspekte erg√§nzt werden. An erster Stelle steht dabei die Aufgabe, die vorhandenen Stoff- und Energiefl√ľsse an Hochschulen auf ein notwendiges Minimum zu reduzierten. Um dieses Ziel zu erreichen, ist ein kontinuierlicher Wissens- und Erfahrungsaustausch zwischen den Hochschulen im Bereich des Umweltschutzes und der nachhaltigen, umweltgerechten Entwicklung sowie eine gemeinsame Interessenvertretung notwendig. Das Netzwerk soll allen Einzelpersonen und Organisationen offen stehen, die sich im weitesten Sinne mit den Themenbereichen Umweltmanagement, Agenda 21 und Nachhaltigkeit an Hochschulen besch√§ftigen und die das Ziel des Netzwerks unterst√ľtzen. Darstellung der Arbeitsschritte und der angewandten Methoden¬∑ Zielgruppenspezifische Umfrage an allen Hochschulen zur Kl√§rung des Bedarfs der Hochschulen an das Netzwerk und der Ist-Analyse des Umweltschutzes an Hochschulen ¬∑ Aufbau des Internet-Servers www.eco-campus.net mit Informations- und Kommunikationsangeboten ¬∑ Entwicklung von Veranstaltungskonzepten zur Vermittlung und Diskussion netzwerkspezifischer Themenfelder, die einen ad√§quaten Transfer des vorhandenen Wissens und der praktischen Erfahrungen erlauben sowie zu weiterem umweltbezogenen und eigenverantwortlichem Handeln an Hochschulen anregen Politische Lobbyarbeit zur Verdeutlichung von eco-campus.net als Interessensvertretung aller im Bereich des hochschulbezogenen Umweltschutzes T√§tigen. Ergebnisse und Diskussion Der Aufbau des Netzwerkes wurde insgesamt von den Hochschulakteuren sehr begr√ľ√üt. Seit dem Start des Internet-Servers am 1. Juli 1999 konnte das Netzwerk 172 aktive Mitglieder gewinnen, die 67 Hochschulen bzw. sieben hochschulnahe Institutionen vertreten (Stand: M√§rz 2001). 19 Mitglieder sind aus dem - vorwiegend deutschsprachigen - Ausland. Seit Pr√§senz des Netzwerkes im Internet wurden 220.000 Zugriffe registriert, die sich auf 57.000 Seiten verteilten. Pro Monat wurde durchschnittlich von 430 verschiedenen Rechnern auf den Server zugegriffen und dabei 330 Seiten erreicht. Das Hauptaugenmerk der Besucher/innen lag auf der Projektdatenbank der Hochschulen und dem Kommunikationsangebot (Diskussionsforum, Chat und Mitgliederliste), danach folgten der Mitgliederservice, der Veranstaltungskalender und der Informationsservice (Literatur, Medien). F√ľr die vom Netzwerk allein und in Kooperation mit anderen Organisationen durchgef√ľhrten Veranstaltungen sowie die im Rahmen der Netzwerkarbeit besuchten Veranstaltungen kann man ein √ľberwiegend positives Res√ľmee ziehen. Die Themen stie√üen allgemein auf gro√ües Interesse, und die Teilnehmer/innen √§u√üerten sich zufrieden √ľber den Inhalt der Veranstaltungen. Die angestrebte Dezentralisierung konnte jedoch eher nicht erreicht werden. Indem einzelne Mitglieder Teilaufgaben des Netzwerkes √ľbernehmen w√ľrden, k√∂nnten die Aufgaben auf verschiedene St√ľtzpunkte verteilt werden (z.B. Pflege von Links, Veranstaltungen, ...). Dies h√§tte den Vorteil, dass das Netzwerkmanagement von diesen operativen T√§tigkeiten entlastet w√ľrde, so dass z.B. die politische Lobbyarbeit erheblich mehr ausgebaut werden k√∂nnte. Der Input der Mitglieder in das Netzwerkmanagement war jedoch - bis auf wenige Ausnahmen - eher d√ľrftig. Auch das Engagement der Mitglieder hinsichtlich der Projektdatenbank war weit geringer als erwartet. W√§hrend die zugrunde liegende Datenbank auf mehrere tausend Projekte ausgelegt ist, wurden bisher nur 37 Projekte von den Mitgliedern eingegeben. Obwohl uns bekannt ist, dass viele Mitglieder entsprechende Projekte bearbeiten, konnten sie trotz regelm√§√üiger Aufforderungen in den Mitglieder-Infos nicht zu einer Darstellung der Projekte bewegt werden. Dies ist um so bedauerlicher, als auf diese Rubrik von den Internetnutzern am h√§ufigsten zugegriffen wird (dies zeigt den hohen Informationsbedarf) und die Information √ľber konkrete Aktivit√§ten an Hochschulen eine der vordringlichen Ziele des Netzwerks darstellt. √Ėffentlichkeitsarbeit und Pr√§sentation Nach Aufbau des Netzwerkservers www.eco-campus.net wurden die wichtigsten politischen Akteure der Hochschulentwicklung √ľber das Netzwerk sowie deren Zielsetzung informiert. Genutzt wurden hierbei sowohl der direkte Weg √ľber die pers√∂nliche Kontaktaufnahme zu den Akteuren der Hochschulentwicklung als auch der indirekte Weg √ľber die √∂ffentlichen Medien und hochschulspezifischen Veranstaltungen, Tagungen und Arbeitstreffen. Zur verst√§rkten Werbung f√ľr die Netzwerkziele und der Darstellung seiner Aktivit√§ten dienen auch die seit Anfang 2000 viertelj√§hrlich erscheinenden eco-campus-Netzwer-News (eNN). Mit diesem offline-Angebot sollen auch verst√§rkt Personen angesprochen werden, die noch nicht mit dem Internet vertraut sind. Die drei bisher erschienen Ausgaben wurden dankenswerter Weise von der HIS GmbH finanziert und √ľber das mit einer Auflage von 1.500 St√ľck erscheinende HIS-Mitteilungsblatt verteilt. Die geplante vierte Ausgabe konnte nicht mehr erstellt werden. Fazit Zur dauerhaften Sicherung von eco-campus.net ist eine Institutionalisierung desselben unabdingbar, so dass zur Zeit nach Mitteln und Wegen gesucht wird, die Fortf√ľhrung des Netzwerks - √ľber die gef√∂rderte Aufbauphase hinaus - sicherstellen zu k√∂nnen. Eine M√∂glichkeit w√§re die Finanzierung √ľber Mitgliedsbeitr√§ge der Hochschulen. Bisher meldet sich jedes Mitglied in seiner eigenen Verantwortung an, aber es w√§re auch denkbar, dass Hochschulen als Organisation dem Netzwerk beitreten und es dadurch st√ľtzen. Als ein erster Schritt in diese Richtung ist die Initiative der HRK zu werten, in der sie die Hochschulen auf eco-campus.net hinweist und sie zur Umsetzung der Loccumer Resolution auffordert. Aufbauend hierauf k√∂nnten die Hochschulen nun zur Unterst√ľtzung und Nutzung von eco-campus.net aufgerufen werden. Denkbar w√§re ein Mitgliedsbeitrag von 1000 DM pro Hochschule und Jahr. Ein weiterer Entwicklungsschritt w√§re schlie√ülich die Internationalisierung des Netzwerks. Denkbar w√§re z.B., eco-campus.net als Dachorganisation aufzubauen und jeweils bestimmte Serviceangebote f√ľr einzelne L√§nder auszuarbeiten. Interesse besteht z.B. bereits bei den niederl√§ndischen und den schwedischen Umweltbeauftragten der Hochschulen. Das Netzwerk hat bisher auch bereits 19 ausl√§ndische Mitglieder, vorwiegend jedoch aus dem deutschsprachigen Raum. Die Teilnahme steht jedoch bereits jetzt jedem Interessierten offen; ein Gro√üteil der Internetseiten wurde bereits zweisprachig angelegt, und auch der monatliche Mitglieder-Rundbrief wird in englisch und deutsch verfasst.

√úbersicht

Telefon

0541/969-2576

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Bundesland

Bundesrepublik Deutschland

Fördersumme

96.122,87 ‚ā¨

Förderzeitraum

15.01.1999 - 18.07.2001

Internet

www.uni-osnabrueck.de