Projekt 12008/01

Produktion einer umweltorientierten Fernsehserie f√ľr Kinder und Jugendliche mit dem Titel Expedition ALDEBARAN

Projektträger

ALDEBARANMarine Research & Broadcast
Deichstr. 48 - 50, 5. OG
20459 HamburgZielsetzung und Anlass des Vorhabens Mit der umweltorientierten Fernsehserie Expedition ALDEBARAN soll die Faszination von Kindern und Jugendlichen f√ľr die Ozeane umgewandelt werden in ein breites Verst√§ndnis f√ľr diesen Lebensraum und f√ľr seine Beziehungen zu menschlichem Handeln. Durch emotionale Bindung zum Thema (vermittelt durch entsprechende Bilder) und die attraktiven, multimedialen Begleitbeitr√§ge, sollen Kindern und Jugendlichen die Auswirkungen ihres eigenen Handelns auf die Umwelt im globalen Zusammenhang auf konstruktive Art und Weise verdeutlicht werden. Darstellung der Arbeitsschritte und der angewandten MethodenDas Forschungs- und Medienschiff ALDEBARAN wird die deutschen und europ√§ischen K√ľstengew√§sser befahren und pro Monat zusammen mit dem Moderator Volker Arzt eine halbst√ľndige Kinder- und Jugend- Meeresumweltsendung die Expedition ALDEBARAN aufzeichnen. Das Rohmaterial wird kurz darauffolgend in den Hamburger Produktionsst√§tten von ALDEBARAN zu einem 30-min√ľtigen Dokumentationsfilm mit Magazincharakter verarbeitet. Pro Jahr sollen vier Folgen in deutschen und acht Folgen in europ√§ischen Gew√§ssern aufgezeichnet werden. Im Mittelpunkt der Produktion steht die Aufzeichnung von attraktiven Unterwasser- und Mikroskop-Aufnahmen, die sich deutlich von vergleichbaren Produktionen abheben sollen. Begleitet wird die Expedition ALDEBARAN durch H√∂rfunk-Aktivit√§ten (z. B. Kooperation mit Kakadu DeutschlandRadio Berlin), einer Online-Expedition ALDEBARAN im Internet und kleinere Events vor Ort (wenn z. B. in den Sommermonaten zuschauenden Kinder und Jugendliche aus Deutschland die Expedition ALDEBARAN in den H√§fen besuchen k√∂nnen). Ergebnisse und Diskussion Wenig Handlungsans√§tze: In den deutschsprachigen Kinder- und Jugendprogrammen gibt es derzeit vergleichsweise wenig Programme an gezielten attraktiven Umweltangeboten mit einem konkreten lokalen oder regionalen Bezug zu dem Verh√§ltnis zwischen Mensch und Natur und den damit verbundenen konkreten Handlungsans√§tzen. Neugier vorhanden: Insbesondere Kinder und Jugendliche besitzen eine Neugier und hohe Sensibilit√§t gegen√ľber Themen aus dem Bereich Natur und Umwelt. Diese Neugier gegen√ľber ihrer Umwelt gilt es zu befriedigen und durch neue Impulse weiter auszubauen. Umwelt ohne Lobby: Ein Grund f√ľr die unzureichende Darstellung von Umweltthemen in den Medien ist darin zu suchen, dass 60% aller Themen in der Tagespresse und in Informationssendungen auf kostenlose Pressemitteilungen sowie auf Pressekonferenzen zur√ľckgehen, die mit erheblichen finanziellen Mitteln der Emittenten lanciert werden. Mitteilungen, die kein Unterhaltungspotential besitzen und auch nicht aktiv den Medien angeboten werden, haben kaum Chancen auf Ver√∂ffentlichung. Umwelt-Katastrophenjournalismus: Das wahre Gef√§hrdungspotential von spektakul√§ren Umweltkatastrophen wird von breitenwirksamen Medien oft √ľberbewertet. Diese Berichterstattung beschr√§nkt sich zu oft auf die reine Darstellung der jeweiligen Katastrophenszenarien, hingegen wird der Bezug zum konkreten menschlichen Handeln, wenn √ľberhaupt, nur ungen√ľgend dargestellt. W√ľnschenswert w√§re eine Berichterstattung, die konkrete L√∂sungs- und Handlungsans√§tze aufzeigt anstatt die Medienkonsumenten zu frustrieren. Insbesondere f√ľr die Zielgruppe der Kinder und Jugendlichen, die oft auf der Suche nach Orientierung ist, ist die Kommunikation mit L√∂sungen und Motivation von zentraler Bedeutung. Diffuses Naturverst√§ndnis: Statt √ľber √∂kosystemare Zusammenh√§nge und Naturschutzprobleme zu informieren und Handlungsm√∂glichkeiten aufzuzeigen, erzeugen die Medien meistens nur ein diffuses, sentimentales Naturverst√§ndnis. Zum Bau der Br√ľcke zwischen Medienkonsumenten und konkreten Umweltinformationen m√ľssen Wissenstr√§ger aus dem Bereich der Forschung und √úbermittler aus dem Bereich der Medien in Zukunft gleicherma√üen mehr aufeinander zugehen. Hierbei kann auf ein erhebliches Potential an vorhandenen Umweltforschungsergebnissen zur√ľckgegriffen werden. Spektakul√§re Umweltaktionen, wie beispielsweise in Mururoa und um die Entsorgung der √Ėlplattform Brent Spar, werden inzwischen kontrovers diskutiert. Diese Auseinandersetzung zeigt, dass zunehmend Sachverstand und neue Herangehensweisen gefragt sind, die nicht ausschlie√ülich durch Interessenverb√§nde befriedigt werden k√∂nnen, sondern eines wissenschaftlichen Inputs aus dem Bereich der angewandten Umweltforschung etablierter Einrichtungen bed√ľrfen. Die vorhandenen wissenschaftlichen Grundlagen m√ľssen mit geeigneten Mitteln verst√§ndlich in eine zeitgem√§√üe und √∂ffentlichkeitswirksame Sprache √ľbersetzt werden. Bereitschaft: Bei einem entsprechend attraktiven Angebot sind die Redaktionen breitenwirksamer elektronischer Medien bereit, wissenschaftlich fundierte Umweltberichterstattung in gr√∂√üerem Umfang in die Programme aufzunehmen. Sendepl√§tze f√ľr Umweltinformationen im Bereich der elektronischen Medien k√∂nnen nur mit attraktiven, marktf√§higen und damit zielgruppenorientierten Produkten gewonnen werden. TV-Serie: Mit einer neuen Fernsehserie auf einem attraktiven Sendeplatz im ZDF Kinder- und Jugend-programm sollen Kinder und Jugendliche vom Lebensraum der Ozeane begeistert werden. Im Hinblick auf das Year of the Oceans 1998 und im Hinblick auf die essentielle Bedeutung der Meere f√ľr die Zukunft der Erde soll insbesondere bei Kindern und Jugendlichen ein breiteres Verst√§ndnis f√ľr einen der wichtigsten Lebensr√§ume geschaffen werden. √Ėffentlichkeitsarbeit und Pr√§sentation Das Projekt wird √ľber ALDEBARAN allen Medien vorgestellt. Durch die direkte Belieferung der Medien mit Teilprodukten der Serie, die wiederum Bestandteil des Refinanzierungsplanes sind, entfallen beson-dere, dar√ľber hinausgehende PR Aktivit√§ten. Fazit Mit einer neuen Fernsehserie sollen Kinder vom Lebensraum der Ozeane begeistert werden. Vorbereitend auf das Year of the Oceans 1998 und im Hinblick auf die essentielle Bedeutung der Meere f√ľr die Zukunft der Erde soll ein breiteres Verst√§ndnis f√ľr einen der wichtigsten Lebensr√§ume erreicht werden. Mit Hilfe der, den begleitenden H√∂rfunkbeitr√§gen und den Multimedia-Aktivit√§ten werden Zusammenh√§nge in unserer Umwelt vermittelt, sowie - soweit wissenschaftlich nachweisbar - bereits definierbare Aus-wirkungen menschlichen Handelns auf unsere Umwelt verst√§ndlich aufgezeigt. Nach dem Vorsorgeprinzip sollen konkrete Handlungsans√§tze recherchiert und vermittelt werden, die zu einer Entlastung der Umwelt beitragen.

√úbersicht

Telefon

040/3257210

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Bundesland

Hamburg

Fördersumme

840.993,34 ‚ā¨

Förderzeitraum

15.05.1998 - 15.05.2000