Projekt 11931/01

Erprobung innovativer Formen der Umweltinformationsvermittlung durch den Info-Kanal im Kabel-TV im lokalen Fernsehen GĂŒstrow

ProjekttrÀger

Grafik BĂŒro WolfSender Hallo GĂŒstrow
Clara-Zetkin-Str. 9
18273 GĂŒstrowZielsetzung und Anlass des Vorhabens Gegenstand des Projektes ist die modellhafte Erprobung innovativer Formen der Anwendung moderner Kommunikationstechniken zur Umweltinformationsvermittlung. Exemplarisch soll dazu die mediale Begleitung des Gesamtprozesses Die umweltgerechte Stadt durch den Info-Kanal im Kabel-TV Hallo GĂŒstrow erfolgen. Darstellung der Arbeitsschritte und der angewandten Methoden- zielgruppenorientierte Informationsvermittlung unter Nutzung bereits vorhandener Strukturen, wie z. B. die Koordinierungsstelle Umweltgerechte Stadt und das EXPO-BĂŒro - die Gestaltung eines kontinuierlichen Informationsprozesses mit verschiedenen Elementen der die BĂŒrger in ihrer PrivatsphĂ€re anspricht - öffentliche Bekanntmachung/mediale Begleitung der AktivitĂ€ten von regionalen Akteuren, wie z. B. der Stadtverwaltung, von Unternehmen, Vereinen/VerbĂ€nden, sowie BĂŒrgern im Rahmen des Vorhabens Die umweltgerechte Stadt GĂŒstrow - die Erweiterung der BĂŒrgerbeteiligung bei Planungsprozessen, Erhöhung der Transparenz von Verwaltungsentscheidungen - Darstellung von Entwicklungsprozessen einzelner Projekte durch Vergleiche von Vorher-Nachher-Situationen bzw. von Planung und Realisierung im Sinne eines öffentlichen Controllings - Sensibilisierung der BĂŒrger zur bewussten Auseinandersetzung mit Umweltbelangen und zur aktiven Mitarbeit an Teilprojekten Umweltgerechte Stadt GĂŒstrow - BeitrĂ€ge zur AusprĂ€gung der StadtidentitĂ€t - aktive BĂŒrgermitwirkung an der Programmgestaltung der TV-Informationen Ergebnisse und Diskussion Sicher wird von diesem Projekt eine Erfolgsanalyse erwartet, die den Aufwand rechtfertigt. Jedoch ist eine analytische Abrechnung so nicht zu erstellen. Eine Resonanz auf die einzelnen FilmbeitrĂ€ge ist erst zu einem spĂ€teren Zeitpunkt möglich. Allerdings sind auch einige Aktionen erst durch diese BeitrĂ€ge lebensfĂ€hig geworden. Beispielsweise der Bau des Arbeitsamtes. Durch die Ausstrahlung des Filmes hat die Bevölkerung regen Anteil an der Protestaktion genommen - ca. 6.000 Unterschriften wurden gegen den Prachtbau in der geschĂŒtzten Uferregion der Nebel gesammelt. Leider hörte man nicht auf den Ruf gestandener BĂŒrger, was eigentlich vom BĂŒrgermeister als TiteltrĂ€ger Ökomanager erwartet wurde. Die Bekanntheit des Senders Hallo GĂŒstrow machte die Arbeit der Umweltinformationsvermittlung nicht all zu schwer. Die gesamte EXPO-Vorbereitung lief in der Stadt sehr, sehr schwer an. Straßenumfragen ergaben ein mageres Wissen gerade bei Kindern und Jugendlichen. Umso mehr wurden Veranstaltungen aufgezeichnet und mehrfach gesendet. Die Erstellung eines Videofilmes ĂŒber alle Expo-Vorhaben in der Stadt, besonders in Schulen angeboten, brachte ein gesteigertes Interesse bei den Jugendlichen. Beachtung fanden die Entstehung des Umweltbildungszentrum im Natur- und Umweltpark GĂŒstrow und das Projekt Wasser in GĂŒstrow. Hier konnten sich die BĂŒrger mit den Themen identifizieren. Die Wasserbaumaßnahmen, die die Umwelt entlasten, wurden besonders durch die alten GĂŒstrower frequentiert, da es sich um die Herstellung des Urzustandes handelt. Besonderes Interesse bei den Schulkindern fand die Entstehung und Eröffnung des Umweltbildungszentrums. Hier konnten wir stĂ€ndig aktuell berichten. Wichtige Ereignisse der umweltgerechten Stadt GĂŒstrow wurden in den tĂ€glichen 19:00 Uhr Nachrichten aufgearbeitet. Eindeutig ist, dass die umfangreichen Umweltthemen und die allgemeine Stadtentwicklung durch die FilmbeitrĂ€ge unterstĂŒtzt wurden. Viele Maßnahmen wĂ€ren ansonsten nicht in die Öffentlichkeit getreten, z. B die umfangreichen archĂ€ologischen Ausgrabungen in der Baugrube des Kreishauses. Konfliktherde zwischen Experten und BĂŒrgern konnten durch FilmbeitrĂ€ge ausgerĂ€umt und geklĂ€rt werden. Standbilder in der Kanalbildfolge, die auf UmweltsĂŒnder aufmerksam machen, wie beispielsweise illegale MĂŒllentsorgung, erreichten oftmals schnelle Abhilfe. Öffentlichkeitsarbeit und PrĂ€sentation Standbilder in der Kanalbildfolge und Videotextinformationen ĂŒber 24 Stunden Aktuelle Nachrichten von Montag bis Freitag, ab 19:00 Uhr Aktuelle Filmberichte und Wiederholungen im Abend- und Vormittagsprogramm Fazit Dieses Projekt war in der Vielfalt der Umwelt- und umweltnahen Themen sehr anspruchsvoll. Einerseits war die Vorbereitung der EXPO-Teilnahme durch die Stadt GĂŒstrow vorteilhaft, andererseits auch hinderlich, da nur positive Ergebnisse erwartet wurden. Eine kontinuierliche Zusammenarbeit mit der Stadtverwaltung und dem EXPO-BĂŒro war sehr schwierig. Immer wieder wurden Termine zu kurzfristig gestellt, so dass die Vorbereitungen fĂŒr Filmaufnahmen nur knapp und mit sehr viel Improvisation erfĂŒllt werden konnten. Die Auswahl der RĂ€umlichkeiten behinderte sehr oft die Filmarbeiten. Durch unsere Aufzeichnungen wurde die kommunale Politik fĂŒr den GĂŒstrower BĂŒrger transparenter, was nicht unbedingt allen Politikern gefiel. Einige Öko-Audit Betriebe der Stadt und Umgebung erreichten nicht ihre Ziele und waren auch nicht bereit dazu Stellung zu nehmen. Bei den BĂŒrgern der Stadt GĂŒstrow haben wir einen höheren Beliebtheitsgrad erfahren, da sie mit unverfĂ€lschten Informationen ĂŒber ihre umweltgerechte Stadt, bis in ihr Wohnzimmer versorgt wurden.

Übersicht

Telefon

03843/334084

Telefon

03843/334084

Bundesland

Mecklenburg-Vorpommern

Fördersumme

97.554,49 €

Förderzeitraum

16.03.1998 - 26.09.2001

Internet

www.halloguestrow.de