Projekt 11582/01

Durchführung einer Machbarkeitsstudie zum Aufbau eines Europäischen Kindermuseums mit umweltthematischem Schwerpunkt

Projektdurchführung

Deutsches Kinderhilfswerk e. V.
Rungestr. 20
10179 Berlin
Telefon: 030/2795656

Zielsetzung und Anlass des Vorhabens

Bereits 1992 wurde im Deutschen Kinderhilfswerk die Idee geboren, ein Kindermuseum zu errichten. Die Idee wurde gestützt durch Besuche in den USA, wo die Praxis von Kindermuseen und Science-Centern in Augenschein genommen wurde. Die Beispiele überzeugten und festigten die Auffassung des Deutschen Kinderhilfswerkes, daß es in Deutschland eine Einrichtung geben muß, die Kindern und Jugendlichen ein experimentelles Angebot vorhält, zur Auseinandersetzung mit der Zukunft. Daraus entwickelte sich das konkrete Vorhaben, ein Europäische Kindermuseum zu initiieren.
Zielsetzung des Europäischen Kindermuseums
Zur Umsetzung des Vorhabens wurde die Finanzierung einer Machbarkeitsstudie beantragt, die den Nachweis für den Standort, das Betreibermodell, Finanzierungsmöglichkeiten (einschließlich Sponsoringkonzept) und die Tragfähigkeit der Inhalte erbringen soll.
Die Machbarkeitsstudie hat zum Ziel, eine solide Vorarbeit für den Aufbau des Europäischen Kindermuseums zu leisten.


Darstellung der Arbeitsschritte und der angewandten MethodenZu Beginn der Arbeit wurde eine Lenkungsgruppe installiert, die die Arbeitsschritte und den Ver
lauf der Arbeit begleitete. Die Lenkungsgruppe setzte sich aus Lobbyisten, Fachexperten und Spezialisten zusammen. Über die Sitzungen wurde Protokoll geführt und die gesetzte Zeitleiste, sowie Arbeitsergebnisse überprüft.
Die Arbeitsschritte wurde dann nach dem ausgewiesenen Zeitplan absolviert. Zunächst wurde der Standort Berlin analysiert. Im Anschluß daran wurden ca. 10 Projekte in Berlin ausgewählt, die als potentielle Standorte in Frage kommen. Daran schloß sich die exemplarische Darstellung und Kostenberechnung für 3 Standorte an, die einem Neubau, einer Umnutzung in einem Solitär und einer Einmietung entsprachen. Zwischenzeitlich wurden Kontakte aufgenommen zu den Eigentümern, bzw. zu den Vermietern. Anschließend wurden intensive Gespräche über mögliche Unterstützung geführt. In diesem Prozeß waren Hauptpartner die BOTAG als Vermieter der Spreespeicher, der BEWAG als Eigentümer von zwei ausgewählten Standorten.
Die Kontakte mit der BOTAG wurden zu dem Zeitpunkt intensiviert, als die Berechnungen zur Wirtschaftlichkeit und die Standortfrage positiv bewertet wurden.
Danach wurden in Teilbereichen Partner beauftragt, konkrete Zuarbeiten zu architektonischen Ausbaufragen, bzw. Zuwegsleitungen, Verkehrsführungen usw. vorzunehmen.
Einen besonderen Schwerpunkt bildete die Diskussion um das Thema Umwelt im Kindermuseum. Dazu wurde eine kleinere Gruppe gebildet, die über den hier aufgeführten Zeitpunkt hinaus weiterarbeitet.

In der Zwischenzeit wurden die Voraussetzungen geschaffen, den Rechtsträger für das Europäische Kindermuseum zu gründen. Die Machbarkeitsstudie sieht für das Betreibermodell eine nichtgemeinnützige Kleine Aktiengesellschaft vor. Die Gründung ist vollzogen, der Aufsichtsrat gebildet und die Eintragung ins Handelsregister beantragt. Damit wurde die Rechtsfähigkeit für das Europäische Kindermuseum hergestellt.
Den Auftakt für die Sponsorenwerbung und die Beteiligung von Aktionären bildete die Pressekonferenz mit der Bundesjugendministerin zur Zeichnung einer symbolischen Aktie.


Ergebnisse und Diskussion

Die Ergebnisse zusammengefaßt sind:

· Vergleich verschiedener Kindermuseen in Europa mit dem Ziel, den Nachweis für die Notwendigkeit eines Europäischen Kindermuseums in Berlin zu erbringen
· Standortauswahl für das Kindermuseum und Entscheidung für den Spreespeicher
· Gründung der Kleinen Aktiengesellschaft als Betreibermodell
· Weiterführung der inhaltlichen Diskussion, insbesondere zu den umweltthematischen Aspekten
· Sponsoringkonzept für die Akquise


Öffentlichkeitsarbeit und Präsentation

Der Höhepunkt der Arbeit war die gemeinsam mit der Bundesjugendministerin durchgeführte Pressekonferenz, die zum Ziel hatte, auf das Europäische Kindermuseum aufmerksam zu machen und Sponsoren und Aktionäre zu werben. Während des Zeitraumes der Machbarkeitsstudie wurde das Europäische Kindermuseum in der Fachszene kontinuierlich kommuniziert.
Eine Mediadokumentation zur Pressekonferenz ist beigelegt.


Fazit

Mit der Machbarkeitsstudie ist ein wichtiger Schritt zur Realisierung des Projektes Europäische Kindermuseum vollzogen. Die schwerwiegendste Arbeit allerdings steht mit dem Aufbau allerdings noch bevor. Wir bedanken uns sehr herzlich für die Unterstützung durch die Bundesumweltstiftung.

Übersicht

Fördersumme

52.064,85 €

Förderzeitraum

19.02.1998 - 09.08.2000

Bundesland

Berlin

Schlagwörter

Umweltkommunikation