Projekt 10753/01

Einsatz eines mobilen Solargenerators zur Vermittlung schulischer Umweltbildung

ProjekttrÀger

Berufsbildene Schulen LingenGewerbliche Fachrichtungen
Beckstr. 23
49809 LingenZielsetzung und Anlass des Vorhabens Nach der Neuordnung der Berufsausbildung weisen die berufsbezogenen Vorbemerkungen der RahmenlehrplĂ€ne umweltbezogene Lernziele aus, deren Inhalte fĂ€cherĂŒbergreifend zu vermitteln sind. Berufliche Umweltbildung versteht sich als ganzheitlicher Prozeß im Denken und Handeln der Auszubildenden. Aufgabe der beruflichen Ausbildung ist es daher, diesen Prozeß bei den Auszubildenden durch geeignete Lernangebote zu fördern. Idee und Ziel unseres Projektes: Mobiler Solargenerator ist es, sowohl dem Umweltaspekt als auch den geĂ€nderten Anforderungen an die Berufsausbildung gerecht zu werden. Darstellung der Arbeitsschritte und der angewandten MethodenDer Mobile Solargenerator wurde fĂŒr drei verschiedene Einsatzgebiete konzipiert. Bei seiner ersten Anwendung als Demonstrationsobjekt im Klassenraum wurde zunĂ€chst die Funktionsweise der einzelnen Solarzelle und anschließend das Zusammenschalten mehrerer Zellen zu einem gebrauchstĂŒchtigen Solargenerator untersucht und meßtechnisch analysiert. In seiner zweiten Anwendung arbeitet der Mobile Solargenerator als KernstĂŒck einer horizontalen Nachlaufregelung. Dabei soll die AbhĂ€ngigkeit der Solarernte vom horizontalen Fehlwinkel der Lichteinstrahlung in Langzeitversuchen an einem gĂŒnstigen Ort auf dem Flachdach des SchulgebĂ€udes nĂ€her untersucht werden. Der vertikale Neigungswinkel soll dabei nicht durch eine automatische NachfĂŒhrung, sondern durch manuelles Verstellen des Kollektors geĂ€ndert werden. Bei seiner dritten Anwendung arbeitet der Solargenerator als Energielieferant fĂŒr einen Solarbrunnen. WĂ€hrend der Solarbrunnen im Blickfeld der Pausenhalle errichtet wurde, fand die Installation der energieliefernden Solarzellen auf dem Dach der Schule statt. Die Ansteuerung des Solarbrunnens geschieht vom Schaukasten aus ĂŒber eine Intervallschaltung mittels Schaltuhr, wobei die Anlage nur zu den Pausenzeiten betrieben wird. Ferner enthĂ€lt der Schaukasten stĂ€ndig Informationen ĂŒber den neuesten Stand der Projektarbeit. Ergebnisse und Diskussion Die bereits in der Antragsstellung eingebrachten Ideen zum Bau der horizontalen Nachlaufregelung konnten voll und ganz verwirklicht werden. Bei den ersten Versuchen mit dem Demonstrationswagen im Klassenraum zeigte sich allerdings, dass die VerĂ€nderung der Zusatzbeleuchtung durch hinzuschalten von mehreren kleinen 12V-Lampen zu keinen brauchbaren Meßergebnissen fĂŒhrte. Durch die jetzige AusfĂŒhrung der Zusatzbeleuchtung in Form von dimmbaren Halogenstrahlern mußten wir auch den Planungsgedanken, den Solargenerator ausschließlich im Inselbetrieb zu nutzen, fallen lassen. Die Ausgangsidee, dass ein Mobiler Solargenerator fĂŒr drei verschiedene Einsatzgebiete Verwendung findet, wurde aufgegeben. Durch die finanzielle UnterstĂŒtzung der VEW konnten zusĂ€tzlich noch zwei Solarmodule eingeplant werden. Dadurch war es uns möglich, den Solarbrunnen mit zwei stĂ€ndig angeschlossenen Solarmodulen zu betreiben. Verglichen mit unserem ursprĂŒnglichen Ziel ist es uns jetzt möglich, neben einem stĂ€ndig laufenden Solarbrunnen, gleichzeitig einen Mobilen Solargenerator mit zwei verschiedenen Modularten den SchĂŒlern zu Meßzwecken zur VerfĂŒgung zu stellen. Die AusfĂŒhrung des Solarbrunnens ist nicht alltĂ€glich und soll daher als Ergebnis einer kreativen Zusammenarbeit zwischen Lehrern und SchĂŒlern besonders hervorgehoben werden. Um das Auge des Betrachters intensiv auf den Solarbrunnen zu lenken, sollten möglichst viele sich bewegende Teile vorhanden sein. So kam uns die Idee, die Archimedische Schraube zur Wasserbeförderung einzusetzen. Da Archimedes bei seiner Konstruktion das Wasser ĂŒber ein Schneckenrad innerhalb einer geschlossenen Röhre fördert - der Betrachter also das Wasser nicht sieht - war sie so fĂŒr unseren Brunnen nicht brauchbar. In AbĂ€nderung der archimedischen Idee haben wir einen durchsichtigen PVC-Schlauch spiralförmig außen um eine Rohrkonstruktion angebracht. Jetzt ist es dem Betrachter möglich, die einfache aber geniale Idee des Archimedes zur Förderung von Wasser nachzuvollziehen. Der Zeitplan konnte leider nicht eingehalten werden. Als Grund dafĂŒr muß der ungĂŒnstige Projektbeginn am 01.05.1997 genannt werden. Um möglichst viele SchĂŒler an der praktischen AusfĂŒhrung zu beteiligen, ist im Berufsgrundbildungsjahr die sogenannte Vertiefungsphase zu nutzen. Im Schuljahr 1997 begann die Vertiefungsphase bereits 3 Wochen nach Projektbeginn und konnte daher zum Bau des mobilen Solargenerators nicht genutzt werden. Eine 12-monatige Laufzeit hĂ€tte allerdings zur Umsetzung der Projektidee gereicht, wenn wir den Projektbeginn mit dem Beginn des Schuljahres 1998 verbunden hĂ€tten. Bei der finanziellen Kalkulation sind erheblich mehr Eigenmittel aus dem Verbrauchsetat der einzelnen Fachbereiche der Schule in das Projekt eingeflossen, als ursprĂŒnglich geplant. Eine genaue Angabe dieser Mittel ist allerdings schwer möglich. Öffentlichkeitsarbeit und PrĂ€sentation Am 20.7.1998 wurde das Projekt im Rahmen einer kleinen Feierstunde ĂŒbergeben. In der örtlichen Presse wurde in diesem Zusammenhang eine Gesamtdarstellung des Projektes veröffentlicht. Fazit Mit dem Mobilen Solargenerator ist es gelungen, viele SchĂŒler aus den verschiedensten Fachbereichen mit den Ideen der alternativen Energiegewinnung zu konfrontieren. Nach der Fertigstellung kann gesagt werden, dass die wesentlichen Planungsgedanken voll und ganz umgesetzt wurden. Mit diesem mobilen Solargenerator steht den Lehrern der Berufsschule ein geeignetes Demonstrationsobjekt zur Vermittlung schulischer Umweltbildung zur VerfĂŒgung

Übersicht

Telefon

0591/710020

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0591/710020

Bundesland

Niedersachsen

Fördersumme

5.112,92 €

Förderzeitraum

19.02.1997 - 10.02.1999