Projekt 07943/01

Kooperatives Regionalmanagement und Umweltkommunikation in der Region Oberlausitz-Sebnitz – Vorstudie

ProjekttrÀger

UniversitĂ€t HannoverInstitut fĂŒr Entwicklungsplanung und StrukturforschungGmbH
Lister Str. 15
30163 HannoverZielsetzung und Anlass des Vorhabens Mit dem Vorhaben wurden fachliche und politische Ziele und Schwerpunkte fĂŒr die Regionalentwicklung im Zusammenwirken von Kommunen und Wirtschaft definiert und projektbezogen ausgearbeitet. Dies wurde im Rahmen von Impulsprojekten und eines PROJEKTFORUMs-Entwicklung in der Oberlausitz verwirklicht. In einem Abstimmungsprozeß verstĂ€ndigten sich der Landkreis Löbau-Zittau in Zusammenarbeit mit Gemeinden, Bezirksregierung, Landesverwaltung, regionale Wirtschaftsförderung, IHK, Handwerkskammer usw. ĂŒber konkrete Entwicklungsprojekte und ĂŒber Ziele und Wege der Regionalentwicklung. Das PROJEKTFORUM prĂŒfte Möglichkeiten fĂŒr besondere Investitionsvorhaben in der Wirtschaft und im Bereich der regionalen Infrastruktur. Das Instrument PROJEKTFORUM war ein Ergebnis der Werkstattveranstaltung am 10./11.09.1996 im IBZ St. Marienthal. Im weiteren Verlauf des Projekts wurde mit der Verstetigung des Instruments PRO-JEKTFORUM durch Bindungs- und Bildungsarbeit begonnen. Darstellung der Arbeitsschritte und der angewandten MethodenMethodisch wurden zwei Wege beschritten: 1. Die regionalen Akteure wurden fachlich und organisatorisch unterstĂŒtzt und Erfahrungen anderer Regionen/Akteure in die Diskussion einbezogen, damit das PROJEKTFORUM rasch zu einem effektiven Instrument ausgestaltet werden konnte. Zu diesem Zweck ist ein KooperationsbĂŒro eingerichtet, das die Arbeit des PROJEKTFORUMs fachlich mit vorbereitete. Es erarbeitete VorschlĂ€ge fĂŒr die im Projektforum vereinbarten regionalen Entwicklungsziele und Kriterien einer integrierten Regional- und Umweltentwicklung. Das KooperationsbĂŒro unterstĂŒtzte so die zĂŒgige Umsetzung des Förderprogramms zum Nutzen der regionalen Wirtschaft und der Menschen. DarĂŒber hinaus half es den regionalen Akteuren bei der Ausarbeitung fachlich qualitĂ€tsvoller FörderantrĂ€ge. Parallel zur Arbeit des PROJEKTFORUMs wurden die Fragen der integrierten Regional- und Umweltentwicklung Multiplikatoren in Wirtschaft, Politik, Verwaltung und Medien nahegebracht. Diese regionale Bildungs- und Informationsarbeit wurde sowohl auf die Akteure in der Planungsregion als auch auf zu pflegende grenzĂŒbergreifende Kontakte ausgerichtet. Sie bereitete den Boden fĂŒr eine Verstetigung der regionalen Entwicklungspolitik vor. In Zusammenarbeit mit der SĂ€chsischen Akademie fĂŒr Natur und Umwelt, dem Internationalen Hochschulinstitut Zittau und dem Bildungszentrum Mensch-Umwelt-Kultur in St. Marienthal wurden und werden entsprechende Fortbildungs- und Informationsveranstaltungen vorbereitet und durchgefĂŒhrt. So ist 1997 u.a. eine Veranstaltung im IBZ St. Marienthal geplant zu dem Thema Energiedienstleistungen durch alternative Energietechnik zur Standortsicherung im lĂ€ndlichen Raum, die sich an regionale Akteure richtet. Ergebnisse und Diskussion Mit dem Instrument PROJEKTFORUM und der wissenschaftlichen Begleitung werden neuartige Erfahrungen gesammelt, die in der wissenschaftlichen und politischen Kommunikation und in den Wissenstransfer einbezogen werden. Dies wurde in Zusammenarbeit mit der SĂ€chsischen Akademie fĂŒr Natur und Umwelt prozeßbegleitend, insbesondere im IBZ St. Marienthal, organisiert. Dabei wurden die im Landkreis Löbau-Zittau und in der Region Oberlausitz-Sebnitz gewonnenen Erkenntnisse mit den Erfahrungen zusammengefĂŒhrt, die in anderen Regionen (z.B. Mittleres Erzgebirge, Harz) gesammelt. Partner dieses Wissentransfers in der Region waren: · der TrĂ€gerbeirat des Bildungszentrums Mensch-Umwelt-Kultur St. Marienthal, · die SĂ€chsische Akademie fĂŒr Natur und Umwelt Dresden, · die Hochschule fĂŒr Technik, Wirtschaft und Sozialwesen Zittau/Görlitz (FH) sowie das Internationale Hochschulinstitut Zittau, · die Euroregion Neiße, · externe Fachleute aus unterschiedlichen Disziplinen. Öffentlichkeitsarbeit und PrĂ€sentation In der Startphase des Vorhabens wurden gegenwĂ€rtig Ziele und Konzeption des Vorhabens mit ReprĂ€sentanten aus Politik, Verwaltung, Wirtschaft und Wissenschaft erörtert. Vortrag von H.-G. Rothe (Umweltdezernent des Landkreises Löbau-Zittau), zum Thema Notwendigkeit eines nachhaltigen Umweltmanagements am Beispiel des Landkreises Löbau-Zittau am 13. November 1996 im Rahmen der Werkstattveranstaltung Umweltkoordination zur nachhaltigen Entwicklung im IES Hannover. Am 29.11.1996 wurde das Projekt auf der 3. SĂ€chsischen Regionalplanertagung in Delitzsch (organisiert durch das SĂ€chs. Staatsministerium fĂŒr Umwelt und Landesentwicklung) von Herrn Prof. Dr. Schramm vorgestellt, als ein Beispiel fĂŒr die Synthese von Regionalplanung und Regionalentwicklung im Blickpunkt der besonderen Erfordernisse strukturschwacher peripherer RĂ€ume. Auf einem Workshop am 18.12.1996 im IES Hannover wurde das Projekt dem Institut fĂŒr Landesplanung und Raumforschung (UniversitĂ€t Hannover) vorgestellt und im Ergebnis eine Kooperation zu dem dort laufenden Projekt REGIONALMANAGEMENT HARZ vereinbart. Fazit Die vorgefundenen Rahmenbedingungen in der strukturschwachen peripheren Region Löbau-Zittau belegen die Dringlichkeit des auf die Verstetigung ausgerichteten Projektansatzes, zielgerichtet den Prozeß des Regionalmanagements und der Umweltkommunikation als subsidiĂ€res Instrument von unten zu fĂŒhren. Dabei sind gerade konkrete, umsetzungsorientierte und unmittelbar erfolgstrĂ€chtige Impulsprojekte aus Sicht der Akteure von Bedeutung.

Übersicht

Telefon

0511/399-7215

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0511/399-7215

Bundesland

Sachsen

Fördersumme

100.634,51 €

Förderzeitraum

01.02.1996 - 25.09.1998