Projekt 06824/01

Modellvorhaben eines Kindergartenneubaus in ökologischer Bauweise

Projektträger

Ev.-Luth. Kirche Dresden-Leubnitz-Neuostra
Altleubnitz 1
01219 DresdenZielsetzung und Anlass des Vorhabens Der Bauherr, die Ev.-luth. Kirchgemeinde Dresden-Leubnitz-Neuostra, hatte gemeinsam mit den Architekten die Absicht, eine √∂kologische Bauweise f√ľr den Kindergarten zu verwirklichen. Dabei lie√ü man sich vom Verantwortungsgef√ľhl gegen√ľber dem Erhalt der Sch√∂pfung leiten. Die Schonung der Umwelt als ganzheitliche Betrachtung vom Landschaftsschutz √ľber das Einf√ľgen in die Stadtstruktur bis zur Ressourcenschonung und Verwendung recycelbarer Baustoffe wurde bei die-sem Bauvorhaben als Ziel verfolgt. Darstellung der Arbeitsschritte und der angewandten MethodenFolgende Aspekte wurden in den einzelnen Arbeitsschritten - Vorplanung - Entwurfsplanung - Werkplanung - Bauleitung ber√ľcksichtigt und ganzheitlich optimiert: - Verh√§ltnis Geb√§ude-H√ľllfl√§chen/-Volumen - Temperaturzonierung - Fensteranordnung unter Ber√ľcksichtigung thermischer Aspekte und der Tageslichtnutzung - Optimale Tageslichtnutzung - Umweltgerechte Konstruktion - Heizenergieverbrauch durch erh√∂hten W√§rmed√§mmstandard und einer L√ľftungsanlage mit W√§rmer√ľckgewinnung - L√ľftung Erg√§nzend wurde eine Solaranlage und eine Regenwasserzisterne realisiert. Ergebnisse und Diskussion Mit folgenden L√∂sungen wurden die einzelnen √∂kologischen Aspekte realisiert: Verh√§ltnis Volumen - Au√üenwand Ein optimales Verh√§ltnis von maximalem Volumen bei minimaler H√ľllfl√§che reduziert die W√§rmeverluste des Geb√§udes. Mit dem gro√üen Schalendach auf der Nordseite wurde zur sonnenabgewandten Seite eine geringe Oberfl√§che erzielt. Temperaturzonierung Bei der Zuordnung von R√§umen gleicher Temperatur zu einheitlich temperierten Raumgruppen wurden nicht nur aus energetischen, sondern sinnvollerweise auch aus psychologischen Gr√ľnden die Aufenthaltsr√§ume nach S√ľden und die Nebenfunktionen nach Norden angeordnet. Fensteranordnung Aufbauend auf den vorangegangenen Punkten sind zur Ausnutzung der passiven Solargewinne und zur Optimierung der energetischen Verh√§ltnisse die gro√üen verglasten Fl√§chen nach S√ľden orientiert. Nach Norden liegen nur die kleinen Fenster der Nebenr√§ume. Optimale Tageslichtnutzung Die Oberlichter √ľber der Innentreppe und dem Flur sowie hohe weit in den Raum wirkende Fenster f√ľhren zu einer besseren Ausnutzung des Tageslichtes. Umweltgerechte Konstruktion F√ľr die Wahl des Holzes als Hauptbaustoff waren die haptischen Vorteile der warmen nat√ľrlichen Ausstrahlung, die M√∂glichkeiten der Vorfertigung und die gute Umweltbilanz als nachwachsender Rohstoff die wichtigsten Gr√ľnde. Es wurde kein chemischer Holzschutz eingesetzt. Ebenso wurden f√ľr die anderen Bauteile auf k√ľnstlich - chemische Produkte weitestgehend verzichtet. Niedrigenergiehausstandard Nach W√§rmebedarfsberechnung ergibt sich der j√§hrliche Heizenergiebedarf von 27 kWh/m¬≤. L√ľftung Aus energetischen und hygienischen Gr√ľnden wurde sich f√ľr den Einbau einer Be- und Entl√ľftungsanlage mit W√§rmer√ľckgewinnung entschieden. Solarkollektoren Der prognostizierte t√§gliche Warmwasserbedarf von ca. 750 l soll zum Teil durch Sonnenenergie aus Solarkollektoren (13 m¬≤) gedeckt werden. Regenwassernutzung Das anfallende Regenwasser auf ca. 660 m¬≤ Dachfl√§che wird f√ľr die Senkung des hohen Wasserverbrauchs der Toilettenanlagen verwendet. Kosten Die geplanten Kosten f√ľr die √∂kologischen Mehraufwendungen wurden nicht √ľberschritten. Durch optimale Planung wurden bei gleichem √∂kologischen Standard die Mehraufwendungen f√ľr die Umweltma√ünahmen in Teilen verringert. √Ėffentlichkeitsarbeit und Pr√§sentation Das Ergebnis wurde in folgenden Formen ver√∂ffentlicht: Brosch√ľre der Kirchgemeinde, Fachpublikationen, Teilnahme an der Ausstellung √∂kologisches Bauen in Sachsen, zahlreiche Vortr√§ge Fazit Die √∂kologischen Ma√ünahmen wurden ohne nennenswerte Ver√§nderungen umgesetzt. Das Geb√§ude wurde von den Kindern und Eltern sehr gut angenommen. Inwieweit das Beispiel des Geb√§udes und die aktive √Ėffentlichkeitsarbeit zur Anregung f√ľr weitere Bauherrn gef√ľhrt hat, ist schwer zu beurteilen.

√úbersicht

Telefon

0351/4370880

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Bundesland

Sachsen

Fördersumme

99.701,92 ‚ā¨

Förderzeitraum

17.11.1995 - 11.12.2000