Projekt 04038/32

Alternative Energieerzeugung – innovativ und umweltfreundlich

Projektträger

Berufsschulzentrum Gotha
Kindleber Str. 99 b
99867 GothaZielsetzung und Anlass des Vorhabens F√ľr die Berufssch√ľler und andere Zielgruppen, zum Beispiel Kursteilnehmer der Elektromeister-Ausbildung, sollten die M√∂glichkeiten geschaffen werden, durch handlungsorientiertes Lernen vorrangig an realen Objekten, F√§higkeiten und Fertigkeiten bei der Errichtung (1. Projektphase) und Nutzung (2. Projektphase) alternativer Elektroenergie-Erzeugungsanlagen zu erwerben und resultierende Erfahrungen in die berufliche Praxis zu tragen. Darstellung der Arbeitsschritte und der angewandten MethodenDas Gesamtprojekt wurde in zwei Hauptphasen gegliedert: 1. Phase der Errichtung der Anlagentechnik und 2. Phase der Nutzung (begleitet von einer Erweiterung der technischen Ausstattung). Als inhaltliche Schwerpunkte wurden gesetzt:- Planung: Dokumentation, Bemessung und Installation der Solaranlage, - Fehlersuche, Wartung, Experimente an realen und an Modellobjekten sowie - Erfassung, Auswertung und Pr√§sentation energetischer Gr√∂√üen und Verbrauchsdaten. Letzteres vor allem im Hinblick darauf, den Beitrag zur Umweltentlastung durch Nutzung der mit den F√∂rdermitteln der DBU erworbenen Anlagentechnik und anderer umweltschonender Technologien herauszuheben. Anstrebenswert wurde eine Zusammenarbeit mit anderen Einrichtungen (Schulen, Umweltschutz-Institutionen) erachtet, die es erm√∂glicht, gemeinsam und kooperativ Umwelttechnik zu nutzen, die dem Einzelnen (zum Beispiel aus finanziellen Gr√ľnden) ansonsten nicht praktisch zur Verf√ľgung st√§nde. Ergebnisse und Diskussion In der 1. Projektphase Errichtung der Anlagentechnik errichteten und installierten Sch√ľler mehrerer Klassen (Elektroinstallateur-Berufssch√ľler und Vollzeitsch√ľler des BVJ und der BFS) in Kooperation mit dem Projektpartner, der Firma Solarhof GmbH, und mit organisatorischer und didaktisch begleitender Unterst√ľtzung durch die Lehrkr√§fte - eine netzgekoppelte Photovoltaikanlage mit Direkteinspeisung (20 Solarmodule mit einer Gesamtnennleistung von 2,4 kW) und dazu eine Anzeigetafel zu verschiedenen Leistungs- und Energiedaten sowie - ein Photovoltaik/Windkraft-Lehr- und Lernsystem (3 Solarmodule - jeweils eines mit monokristallinen, polykristallinen und amorphen Solarzellen - und ein 0,2 kW-Windrad gekoppelt mit eine Versuchsstand zur Darstellung diverser Anlagen-Parameter und zur Durchf√ľhrung verschiedener Experimente zur Anlagenkonfiguration Inselbetrieb mit bzw. ohne Energiespeicherung. Um zur Thematik Alternative Energieerzeugung der Zielgruppe ein umfassendes Angebot bieten zu k√∂nnen, wurden zus√§tzlich zu dieser installierten Anlagentechnik weitere Experimentiers√§tze (meist in Kofferform) beschafft. Somit war es m√∂glich, ein separates Unterrichtskabinett f√ľr berufsfeld√ľbergreifenden Unterricht entstehen zu lassen. F√ľr die 2. Projektphase Nutzung der Anlagentechnik waren nun beste Bedingungen vorhanden. Die Solaranlage mit allem Zubeh√∂r im neu geschaffenen Unterrichtskabinett regenerative Energiequellen wurde planm√§√üig im Unterricht f√ľr die Sch√ľler der Berufsschule, sowie bei der Aus- und Weiterbildung, z. B. von Meistersch√ľlern verschiedener Handwerksberufe genutzt. Dar√ľber hinaus wurde das Kabinett von Sch√ľlern aus dem Landkreis Gotha und von Handwerkern der Innungen Elektrotechnik und Hei-zung/Sanit√§r zu Informationsveranstaltungen und Exkursionen besucht. Schwerpunkt bildete die Integration der entsprechenden Labor√ľbungen und Demonstrationsexperimente in die Stoffverteilungspl√§ne der einzelnen Fachabteilungen. Die in den staatlichen Lehrpl√§nen festgelegten Zielstellungen zur Nutzung regenerativer Energiequellen konnten in einem neu geschaffenen Unterrichtskabinett anschaulich, interessant und nachhaltig erreicht werden. Gro√üe Bedeutung besitzt das neue Kabinett auch bei der Weiterbildung der Kollegen, Lehrer und Ausbilder. Viele der Kollegen konnten sich mit den Wirkprinzipien und Problemen der Solar- und Windenergietechnik vertraut machen. √Ėffentlichkeitsarbeit und Pr√§sentation J√§hrlich beginnen ca. 700 Sch√ľler bzw. Auszubildende an der Berufsschule eine Ausbildung. Diese werden im Verlauf ihrer Ausbildungszeit entsprechend der Lehrplaninhalte f√ľr den jeweiligen Bildungsgang an der Anlage ausgebildet. Des weiteren f√ľhrt die Handwerkskammer Erfurt an der Schule Meistervorbereitungslehrg√§nge durch. Die zuk√ľnftigen Handwerksmeister f√ľr die Elektro- und Metallbranche nutzen somit ebenfalls die Anlagentechnik. Auch den Firmen und Innungen des Elektro- und Sani-t√§r/Heizung/Klima-Handwerkes des Landkreises Gotha steht die Anlage zur Verf√ľgung. J√§hrlich findet an der Einrichtung eine Sch√ľlermesse statt. Hier zeigen Sch√ľler aller Fachbereiche die in Projekten angefertigten Produkte. Diese Messe ist √∂ffentlich und somit einem breiten Publikum zug√§nglich. Projekte zur alternativen Energiegewinnung sind Bestandteil der Sch√ľlermessen. Zum Tag der offenen T√ľr, der allj√§hrlich durchgef√ľhrt wird, steht die Solaranlage im Mittelpunkt der Pr√§sentation der Schule. Sch√ľler der Klassen 9 und 10 aus den Schulen der Stadt und des Landkreises kommen jedes Jahr zum Kennenlernen einer Berufsschule. Auch diesen Jugendlichen wird die Anlage zur Gewinnung alternativer Energien vorgestellt und ausf√ľhrlich erkl√§rt. Im Rahmen der Fachtagung Multimedia und Sonnenenergie in D√ľsseldorf am 08.02.2001 wurde das Projekt durch den Projektleiter vorgestellt. Gegenstand war insbe-sondere die Zusammenarbeit mit der DBU. Des weiteren wurde mit dem Fachbereich Umwelttechnik der Fachschule Gotha ein zuk√ľnftiger Kooperationspartner gewonnen. Es ist vorgesehen, in K√ľrze eine Pr√§sentation der Solaranlage auf der Homepage zu ver√∂ffentlichen (www.gtbs-gotha.de). Fazit Die Anlagentechnik leistet einen Beitrag zur Vermeidung von Umweltsch√§den. Beispielsweise wurde errechnet, dass aufgrund der alternativ erzeugten Energiemenge j√§hrlich ca. 1,2 Tonnen CO2-Emissionen vermieden werden konnten. Bei einem Kilowattstunden-Preis von zur Zeit ca. 30 Cent h√§tten die erzeug-ten 5160 kWh Elektroenergie 1548 Euro gekostet. Nach einer 20-j√§hrigen Laufzeit, die man als Mindest-lebensdauer der Anlage annehmen kann, w√§ren das etwa 30.000 Euro. Die Anschaffungskosten w√§ren praktisch amortisiert. √úber einen Zeitraum von mehr als 4 Jahren haben sch√§tzungsweise mindestens 200 bis 300 Sch√ľler allein aus den Fachbereichen Elektrotechnik und Gas-, Wasser-, Heizungs- und L√ľftungsbauer das Fachkabinett Alternative Energien durchlaufen und sich in experimentellen und lehrgangsm√§√üig organisierten Unterricht mit der Photovoltaik-/Windkraft- und anderer alternativer Anlagen- bzw. Experimentiertechnik auseinander gesetzt. Und nicht wenige von ihnen waren gemeinsam mit der Th√ľringer Partnerfirma, der Solarhof GmbH, unmittelbar an der Installation und Errichtung der Anlage beteiligt.

√úbersicht

Telefon

03621/850153

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Bundesland

Th√ľringen

Fördersumme

41.578,26 ‚ā¨

Förderzeitraum

13.10.1997 - 27.03.2003