Keywords: Wissens- und Technologietransfer, nachhaltiger Wiederaufbau, bilaterale Zusammenarbeit, Resilienz
Gegenstand und Ziele des Projektes
Das Vorhaben leistet einen Beitrag der deutschen Wasser- und Abwasserwirtschaft zu Wiederaufbau, Kapazitätsanpassungen und Modernisierung der durch den Krieg in der Ukraine betroffenen und zerstörten ukrainischen Wasser- und Abwasserinfrastruktur. Wichtige strategische Voraussetzungen für den Wiederaufbau und die notwendige Kapazitätserweiterung bedingt durch die erhebliche Binnenmigration bei gleichzeitiger Modernisierung hin zu einer nachhaltigen Trinkwasserversorgung und Abwasserbehandlung in den ukrainischen Kommunen sollen weitgehend geschaffen werden. Gleichermaßen erfolgt dies unter den Schwerpunktsetzungen Nachhaltigkeit, Effizienz, Versorgungssicherheit, hoher Hygienestandards sowie Umwelt- und Klimafreundlichkeit. Die Resilienz der ukrainischen Wasserwirtschaft wird technisch wie organisatorisch nachhaltig gestärkt. Die Kommunikationskanäle zwischen den Partnern sowie mit und zwischen den Stakeholdern der ukrainischen und deutschen Wasser- und Abwasserwirtschaft sollen etabliert, wiederhergestellt und ausgeweitet werden. Es soll umfassendes Wissen ermittelt und erfasst werden: eine Analyse über Status Quo, den kurz-, mittel- und langfristigen Bedarf der ukrainischen Wasser- und Abwasserwirtschaft generell sowie regional konkret bei ausgewählten Vodokanalunternehmen und Städte, deren Bedarfe typisiert für die Ukraine gelten können. Hierauf aufbauend wird ein genereller Leitfaden für Modernisierung und Wiederaufbau erarbeitet sowie begrenzt ausgewählte, konkretere Roadmaps für Maßnahmen inkl. erforderlicher Finanzierungs- und Umsetzungspläne für ausgewählte typisierbare kommunale Vodokanalunternehmen und Städte.
Innovation und Modellhaftigkeit des Projektes
Unterschiedliche lokale Gegebenheiten, Initiativen wie Mykolaiv Water Hub, die sich auf Innovationen im Bereich Wasserwirtschaft fokussieren, ukrainische Universitäten und Forschungseinrichtungen, ein ukraineweit wirksamer Fachverband, vor allem aber das Know-how ukrainischer Fachexpertinnen bilden ein sicheres Fundament. Zum anderen tragen die Integration des umfassenden Know-hows verschiedener Sparten der im nationalen wie internationalen Netzwerk gebundenen Mitgliedsunternehmen von GWP zum Projekterfolg bei. Der regelmäßige Austausch garantiert nicht nur die zielgerichtete Ausrichtung der Projektmaßnahmen am tatsächlichen Bedarf, sondern auch die Implementierung innovativer, zukunftsfähiger Lösungen. Den Praxisbezug stellen des Weiteren die kleinen und mittelständischen Unternehmen der Branche im GWP-Netzwerk sicher, die sich durch ihre hohe Innovationskraft auszeichnen und auf umfassende Praxiserfahrung in der nachhaltigen Gestaltung von Wasser- und Abwasserinfrastruktur, auch in der Ukraine, zurückgreifen können. Das Projekt kann zudem die Grundlage einer möglichen, späteren und hierauf aufsetzenden Kammer- und Verbandspartnerschaft bilden. Die ausgearbeiteten Kooperationsmodelle, die ein neues effizientes Ökosystem im Bereich Wasserinfrastruktur formen werden, werden auch auf andere wasserarme Regionen übertragbar und dort umsetzbar sein.
Förderthema 0: Themenoffene Förderung
Projektdurchführung:
Assoziierte Partner*innen:
Wirkungsort: Ukraine
Förderzeitraum: April 2025 bis April 2026
Projektkosten: Gesamtvolumen: 172 162 Euro, Förderung durch DBU: 172 162 Euro
DBU-AZ: 38482
Stand: 10.03.2026