Wiederherstellung des Internationalen Lebensraumes Doggerbank (WILD)

Ökologische Bedeutung der Doggerbank

Die Doggerbank ist eine flache überspülte Sandbank inmitten der Nordsee und als Natura-2000-Schutzgebiet ein ökologisch bedeutsames marines Ökosystem. Sie beherbergt eine charakteristische Benthosfauna und dient zahlreichen Arten von Wirbellosen, Fischen und Meeressäugern als wichtiges Laich-, Aufwuchs- und Jagdgebiet. Zudem stellt sie einen bedeutenden Lebensraum für Seevögel dar.

Nutzung und Veränderungen

Die Doggerbank liegt in der „Ausschließlichen Wirtschaftszone“ Deutschlands, Großbritanniens, der Niederlande, und Dänemarks und wird durch verschiedene Nutzungen wie die Fischerei, die Schifffahrt, die Förderung von Erdöl und Gas und den Bau sowie den Betrieb von Offshore-Windparks (OWPs) beeinflusst. Infolge dieser Nutzung, aber auch aufgrund des durch den Klimawandel verursachten Hitzestresses, hat sich die Artenzusammensetzung der Doggerbank stark verändert: Vor allem bodenlebende, wenig mobile Arten sind kaum noch zu finden. Charakteristische Arten fehlen in weiten Bereichen, und viele Strukturen und Funktionen des Ökosystems sind bereits nachhaltig geschädigt.

Schutz- und Wiederherstellungsmaßnahmen

Das Projekt „WILD“ (Wiederherstellung des Internationalen Lebensraumes Doggerbank) hat zum Ziel, Maßnahmen zum Schutz und zur Wiederherstellung der Biodiversität auf der Doggerbank zu entwickeln. Als Grundlage dafür werden im Rahmen des Projektes die historische Entwicklung und der aktuelle Zustand der Biodiversität sowie die Auswirkungen anthropogener Aktivitäten erfasst. Darauf aufbauend werden geeignete Gebiete, Habitate und Schlüsselarten für konkrete Maßnahmen unter Einbindung von Behörden, Politik und Stakeholdern identifiziert.

Projektdurchführung:
Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) e. V.
BUND-Meeresschutzbüro
Bremen

Kooperationspartner:
Alfred-Wegener-Institut (AWI), Helmholtz-Zentrum für Polar- und Meeresforschung, Bremerhaven, Bremen
Senckenberg Gesellschaft für Naturforschung, Abteilung für Marine Zoologie, Frankfurt, Hessen

DBU-AZ: 40514/01

Förderzeitraum: 01.04.2026 – 01.04.2029