Schulbauten fĂŒr die Zukunft

Neues Wissen ĂŒber nachhaltige GebĂ€udekonzepte zu generieren und zu verbreiten, ist ein zentrales Anliegen der Deutschen Bundesstiftung Umwelt.
Holz verdeckt den Beton: das Gymnasium Sonthofen nach der Sanierung.

Der Fokus der Förderung liegt auf der umweltgerechten Sanierung oder dem Neubau von Schulen und weiteren kommunalen GebĂ€uden, da diese Standorte besonders im Licht der Öffentlichkeit stehen und komplexe Nutzungsanforderungen aufweisen. Neben einer gesteigerten Energieeffizienz der GebĂ€ude wird Wert auf eine verbesserte Lern- und Lehrsituation gelegt.

Dabei werden sowohl bauphysikalische Faktoren wie RaumluftqualitĂ€t, Akustik und Lichtversorgung als auch eine möglichst flexible Raumnutzung und eine gestalterische Aufwertung berĂŒcksichtigt. Die geförderten Modellprojekte sind Ergebnisse integraler Planungs- und Umsetzungsprozesse, die sich auf eine Vielzahl weiterer Bauvorhaben ĂŒbertragen lassen.

Eine stark sanierungsbedĂŒrftige Bausubstanz, ein enormer Energieverbrauch aufgrund mangelnder DĂ€mmung und ein als unangenehm empfundenes Raumklima – so die Ausgangslage am Gymnasium Sonthofen, einer Schule in der fĂŒr die 60er- und 70er-Jahre typischen Stahlbeton-Bauweise (»Kasseler Modell«).

Inzwischen erfolgt eine umfassend geplante Generalsanierung des Gymnasiums, die wĂ€hrend des laufenden Schulbetriebes in drei Bauabschnitten umgesetzt wird: Eine neue, hoch wĂ€rmedĂ€mmende Holzfassade, eine LĂŒftungsanlage mit WĂ€rmerĂŒckgewinnung und die Nutzung erneuerbarer Energien durch eine WĂ€rmepumpe sollen die Schule zu einem energiesparenden Passivhaus machen. Der Jahresendenergiebedarf wird nur noch etwa ein Zehntel des Ausgangswertes betragen. Damit verringert sich der Ausstoß an klimaschĂ€dlichem Kohlendioxid um ĂŒber 80 %.

FĂŒr ein freundliches Lernklima sorgt eine optimierte Fensterfront durch eine bessere Tageslichtnutzung. Insgesamt zeigen die Maßnahmen: Mit markteingefĂŒhrten Bauweisen und Technologien lassen sich auch bei schlechten Ausgangsbedingungen erhebliche Energieeinsparungen erreichen. Die sinkenden Betriebskosten eines sanierten GebĂ€udes machen eine derartige Investition in die Nachhaltigkeit auch finanziell lohnend.

Der Ausgangszustand am Gymnasium Sonthofen

Umweltgerechtes Bauen muss nicht teurer sein als eine konventionelle Bauweise. Das zeigt der im Passivhaus-Standard errichtete Erweiterungsbau des Schulzentrums Mitte in Nordhorn: FĂŒr einen geringen HeizwĂ€rmebedarf von nur etwa 15 Kilowattstunden pro Quadratmeter sorgen eine hohe WĂ€rmedĂ€mmung und eine ausgeklĂŒgelte LĂŒftungsanlage, die das GebĂ€ude mit Frischluft versorgt, ohne dass WĂ€rme verloren geht. Um Kosten zu sparen, wurden vorgefertigte Bauteile aus dem Industriebau verwendet.

Energie- und kosteneffizient: der Erweiterungsbau des Schulzentrums Mitte in Nordhorn

Projektthema:
Umsetzung und Monitoring der ganzheitlichen Sanierung einer in Fertigteilbauweise errichteten Bestandsschule zu einer Passivhausschule

ProjektdurchfĂŒhrung:
Stadt Sonthofen
Rathausplatz 1
87527 Sonthofen
Telefon 08321|615-0
stadt@sonthofen.de
www.sonthofen.de

AZ 25812


Projektthema:
Neubau des »Schulzentrums Mitte« in Nordhorn in einem dem Passivhausstandard angenĂ€herten Energiestandard unter besonderer BerĂŒcksichtigung der Raumluft-qualitĂ€t

ProjektdurchfĂŒhrung:
Hochbauamt der Stadt Nordhorn
Bentheimer Straße 14
48522 Nordhorn
Telefon 05921|878-0
info@nordhorn.de
www.nordhorn.de/staticsite/staticsite.php?menuid=196&topmenu=6

AZ 24515