Neues Produktionsverfahren fĂŒr GFK-Bauteile

Alternatives Konzept mit Gelcoat reduziert Styrol

Sanitärgegenstände aus Glasfaser verstärktem Kunststoff (GFK) wie z. B. Duschwannen, werden bisher in zwei Verfahrensschritten produziert: Zunächst wird die Sichtseite des Produkts mit einem energieaufwendigen Tiefziehverfahren geformt. Anschließend wird die mechanische Stabilität mit auflaminiertem glasfaser-verstärktem Polyesterharz geschaffen. Bei der Verarbeitung der Polyesterharze wird Styrol als Reaktivverdünner eingesetzt. Dieses gilt als umwelt- und gesundheitsschädlich und schädigt möglicherweise das Kind im Mutterleib. Die Firmen formatherm Kunststoff GmbH und BÜFA Composite Systems GmbH & Co. KG entwickelten ein alternatives Konzept: Zur Ablösung des energieintensiven Tiefziehprozesses wird die Sichtseite aus einem sogenannten Gelcoat hergestellt. Dabei wird eine Schicht Gelcoat mit einer Spritzpistole auf eine Positivform aufgebracht. Danach wird ebenfalls Polyesterharz auflaminiert und nach dessen Aushärtung das fertige Produkt entformt. Der Styrolgehalt der Polyesterharze konnte bereits von 45 % auf 26 % reduziert werden und soll zukünftig vollständig vermieden werden.

Abschlussbericht 1

Abschlussbericht 2

Projektthema:
Entwicklung eines neuen Verfahrens zur umweltfreundlichen Herstellung von Sanitärprodukten auf Basis eines styrolfreien Gelcoats
  
Projektdurchführung:
formatherm Kunststoff GmbH
Scheidentaler Straße 15
69427 Mudau
Telefon +49 6284-9218-0
Fax +49 6284-9218-20
E-Mail: info@formatherm.de
Internet: www.formatherm.de
 
Kooperationspartner:
BÜFA Composite Systems GmbH & Co. KG
Hohe Looge 2-8
26180 Rastede
Telefon +49 4402 975-0
Telefax +49 4402 975-300
E-Mail: compositesystems@buefa.de
Internet: http://www.buefa.de
 
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