Keywords: Landschaftliche Resilienz, Verlassene Landschaften, Landschaftsfunktionen, Ökosystemleistungen, Landschaftsplanung, Kommunale Raumplanung, GIS-basierter Methodenbaukasten, Digitaler Landschaftsplan, WebGIS, Partizipation, Postkonflikt-Landschaftsentwicklung
Gegenstand und Ziele des Projektes
Das Projekt LaRe entwickelt und erprobt einen resilienzorientierten Ansatz der Landschaftsplanung für die durch Bevölkerungsrückgang, Degradierungen und kriegsbedingte Belastungen geprägten Landschaften Polesiens (Nordukraine). Ziel ist eine fachlich fundierte Grundlage, mit der Kommunen ökologische Prioritäten in Planung und Umsetzung verankern können – insbesondere für Natur- und Gewässerschutz sowie die Sicherung zentraler natürlicher Landschaftsfunktionen und Ökosystemleistungen. Dazu werden ein diagnostischer Rahmen zu natürlichen Resilienzfaktoren und Stressoren sowie ein GIS-gestützter Methodenbaukasten entwickelt, der die fachliche Grundlage für resilienzorientierte Landschaftspläne bildet.
Innovation und Modellhaftigkeit des Projektes
Innovativ ist die systematische Verknüpfung des Phänomens verlassener Landschaften in Polesien mit dem Konzept der landschaftlichen Resilienz. Dieser Ansatz wird praxisnah im Pilot-Inkubator der Gemeinde Snovsk erprobt, sodass die Ergebnisse unmittelbar in die kommunale Raumplanung überführt und dort in Planungsdokumenten und -verfahren verankert werden können. Modellhaft ist dabei die direkte Überführung der Ergebnisse in verbindliche kommunale Planungsprozesse mit langfristiger Steuerungswirkung. Im Rahmen des Projekts werden standardisierte und reproduzierbare Ansätze der digitalen Planung entwickelt. Sie basieren auf GIS-Modellen zur Bewertung wesentlicher Landschaftsfunktionen und ermöglichen die Erstellung eines digitalen Landschaftsplans. Die konsolidierten Ergebnisse werden als WebGIS in Form eines Referenzmodells und eines Leitfadens für kommunale Planungs- und Entscheidungsträger aufbereitet – zur Anwendung in über 200 Gemeinden Polesiens.
Besondere Aspekte des Projektes
LaRe wird in enger deutsch-ukrainischer Zusammenarbeit umgesetzt und baut gezielt Anwendungskompetenz vor Ort auf. Gemeinden und Planungsinstitutionen werden darin geschult, den GIS-gestützten Methodenbaukasten praktisch anzuwenden und die Ergebnisse als belastbare Arbeitsgrundlage in kommunale Planungs- und Abstimmungsprozesse zu übernehmen.



Förderthema 9: Naturschutz und Gewässerschutz
Projektdurchführung:
Wirkungsort: Ukraine
Förderzeitraum: März 2026 bis Februar 2028
Projektkosten: Gesamtvolumen: 175 128 Euro, Förderung durch DBU: 160 128 Euro
DBU-AZ: 40848
Stand: 10.03.2026