muna 2007: Nomen est omen – seit Jugendzeiten fĂŒr den Naturschutz aktiv

Schon in Jugendjahren hatte die Natur mit ihrer Vielfalt Hans-JĂŒrgen Stork in ihren Bann gezogen. Diese Begeisterung fĂŒr Flora und Fauna sowie die unterschiedlichen LebensrĂ€ume begleitet ihn bis heute. Daher ist ihm der Schutz und Erhalt der Naturvielfalt und insbesondere die Kommunikation dieses wichtigen Themas ein besonderes Anliegen. In Berlin hat Dr. Stork die Entwicklung des ehrenamtlichen Naturschutzes ĂŒber zwei Jahrzehnte wesentlich geprĂ€gt. Mit der Verleihung der muna 2007 wĂŒrdigen ZDF und DBU sein langjĂ€hriges und erfolgreiches ehrenamtliches Engagement in der Kategorie „Lebensaufgabe Natur“.
Dr. Hans-Jürgen Stork, ein im Fachgebiet Ornithologie habilitierter Zoologe, war bereits in frühesten Kindertagen von der Vogelwelt rund um seine Geburtsstadt Herford fasziniert.

Ornithologische Kartierungen schon in Jugendjahren
Schon als Schüler wurde er aufgrund seines besonderen ökologischen Interesses von seinem Biologielehrer mit der Aufnahme der Avifauna des Dümmers, einem Flachwassersee im Süd-Oldenburger Land, betraut. Damit war die Grundlage für seine späteren Naturschutzaktivitäten gelegt. Später gehen Hobby, ehrenamtliches Engagement und Beruf fließend ineinander über.

Zugpferd des Berliner Naturschutzes
Große Verdienste erwarb sich der inzwischen pensionierte Studiendirektor in seiner Zeit als Vorsitzender des NABU Berlin bzw. seines Vorläufers, dem Deutschen Bund für Vogelschutz (DBV). Nach fast 20 Jahren übergab er den Vorsitz jüngeren Nachfolgern, ist aber bis heute als Beisitzer im Vorstand aktiv.

Stadtmenschen & Naturschutz

Früh erkannte Hans-Jürgen Stork die Notwendigkeit, bei Stadtmenschen das Interesse für urbane Flora und Fauna zu wecken. Nachfolgende Generationen sollen bereits früh positive Erfahrungen im Natur- und Umweltschutz machen – dies ist Storks besonderes Anliegen. Daraus resultiert der Schwerpunkt seines ehrenamtlichen Engagements: die Umweltbildung. Als Vorsitzender des NABU Berlin konzipierte er verschiedene naturschutzpädagogische Konzepte, aus denen sich im Verlauf der Zeit ein umfangreiches Programm entwickelte.
Wesentlichen Anteil hatte Hans-Jürgen Stork beim Aufbau eigenständiger Naturschutzgruppen im Stadtgebiet Berlins, aber auch im Umland, da sein Naturschutzengagement weit über die Stadtgrenze hinausreicht.

Nomen est omen – Engagement für das Storchendorf Linum

Nach der Grenzöffnung strömten die Berliner am Wochenende hinaus in die Natur des brandenburgischen Umlands. Stork erkannte hier die Verantwortung der Berliner Natur- und Umweltschutzverbände in Brandenburg den Naturschutz zu unterstützen. Mit großem persönlichem Einsatz engagierte sich Hans-Jürgen Stork daher für den Aufbau eines Naturschutzzentrums für das havelländische Storchendorf Linum. Ziel dieser Arbeit ist, die naturschutzfachliche und -pädagogische Betreuung der zahlreichen Naturtouristen, die in großer Zahl den Ort besuchen.

Wegbereiter für sanften Tourismus
Heute umfasst das Programm regelmäßige Vorträge, Ausstellungen, Führungen zu den Storchennestern oder ins umliegende Teichland, Beobachtung des Frühjahrs- und Herbseinflugs großer Kranich- und Wildgansschwärme sowie Projekttage für Kinder, Schulklassen, Senioren und Besuchergruppen. Linum ist heute ein starker Anziehungspunkt für Naturtouristen und ein großartiges Projekt für sanften Tourismus.
Ein besonderer Schwerpunkt des jahrzehntelangen ehrenamtlichen Engagements von Dr. Hans-JĂŒrgen Stork ist die Umweltbildung.
FĂŒr den Vogelschutz muss man manchmal auch hoch hinaus. FĂŒr die Installation von WaldkauznistkĂ€sten nutzen Hans-JĂŒrgen Stork und ein Berliner Naturschutzkollege einen Hubsteiger.
EinfĂŒhrung in die Ornithologie: Hans-JĂŒrgen Stork erlĂ€utert Studenten im Rahmen einer Exkursion ökologische Details und ZusammenhĂ€nge am Beispiel einer toten SaatkrĂ€he.
Ein Teil des Vogelzug entzieht sich unserer visuellen Beobachtung, da er nachts geschieht oder die Tiere in großen Höhen ziehen. Man sieht hier Hans-JĂŒrgen Stork bei der Analyse von Radarbildern, die genaue RĂŒckschlĂŒsse auf das Zugverhalten von Vögeln ermöglichen.