Kirchengemeinden für die Sonnenenergie

Treibhausgase wie Kohlendioxid (CO2) tragen in entscheidendem Maße zur Klimaveränderung bei.

Eine alternative Energieversorgung frei von CO2-Emissionen bieten beispielsweise Anlagen zur Nutzung der Sonnenenergie.
Die Demonstration der Solarenergienutzung an exponierter Stelle ist ein nützliches Instrument, um die gesellschaftliche Akzeptanz der Solartechnik zu verstärken. Mit diesem Ziel führte die DBU von 1999 bis 2001 die Förderinitiative »Kirchengemeinden für die Sonnenenergie“ durch. Aufgrund ihrer Multiplikatorfunktion können engagierte Kirchengemeinden mit dem beispielhaften Einsatz von Solartechnik ein Vorbild in der Gesellschaft sein und einen Beitrag zur Bewusstseins-änderung leisten.

Öffentlichkeitswirksame Demonstrationsanlagen
Im Rahmen der Förderinitiative erhielten über 700 Kirchengemeinden eine finanzielle Unterstützung zur Errichtung solarthermischer oder fotovoltaischer Anlagen auf ihren Liegenschaften. Dabei entschied sich die weitaus größere Anzahl für die Strom-erzeugung aus Sonnenlicht (Fotovoltaik).
Ein deutlicher Schwerpunkt des Förderprogramms lag bei der aktiven Umsetzung öffentlichkeitswirksamer Aktionen. Dazu gehörte insbesondere die Installation einer Visualisierungstechnik in Form einer Anzeigentafel, die über die Ertragswerte der Anlage und die Technik informiert.

Mit gutem Beispiel voran
Das Dach der katholischen Kirche St. Georg in Burgwalde besteht zu großen Teilen aus Dachziegeln, auf denen Fotovoltaikmodule in kleinen Einheiten angebracht sind. Damit stellt diese Anlage ein gelungenes Beispiel für die harmonische Integration von Solartechnik in ein denkmalgeschütztes Gebäude dar. Seit ihrer Inbetriebnahme am 6. Dezember 2000 wurden über 20.000 Kilowattstunden in das öffentliche Energieversorgungsnetz eingespeist.
Das vorbildhafte Engagement der Gemeinde blieb nicht ohne Wirkung: Die Demonstrationsanlage zieht Besucher an, die sich über das Projekt informieren wollen. Darüber hinaus gründete sich in der Gemeinde die Initiative »Solar aktiv«. In den Nachbardörfern wurden weitere Solaranlagen installiert, darunter die erste nachgeführte Fotovoltaik-Anlage
Thüringens im Pfarrgarten der Kirchen-gemeinde St. Pankratius in Rohrberg.


Projektthema
Kirchengemeinden für die Sonnenenergie

Projektdurchführung
Zentrum für Umweltkommunikation
der Deutschen Bundesstiftung Umwelt gGmbH
An der Bornau 2
49090 Osnabrück
Telefon 0541|9633-911
Telefax 0541|9633-990
www.dbu.de

 

Die Visualisierungstafel hat nahezu in allen Kirchengemeinden entscheidenden Anteil an der positiven Öffentlichkeitswirkung der Solaranlagen.