Hallenbad in Passivhaustechnologie: Das Lippe Bad in L√ľnen

Hallenbad in Passivhaustechnologie

Das Lippe Bad wurde im September 2011 als erstes √∂ffentliches Hallenbad in Passivhausbauweise er√∂ffnet. Ein Monitoring im Betrieb wird zuk√ľnftig weiter Aufschluss geben zu Effizienzbedingungen und weiterem Optimierungspotenzial in den einzelnen Systembereichen. Die bisher aufgezeichneten Daten im ersten gebauten Beispiel stehen in guter √úbereinstimmung mit den theoretischen Simulationsergebnissen des Passivhaus Instituts.

Eine mit F√∂rderung der Deutschen Bundesstiftung Umwelt (DBU) erarbeitete Grundlagenuntersuchung bildete das Fundament zu dieser innovativen Entwicklung. In einem darauf aufbauenden, integralen Planungsprozess wurde das Projekt zur Ausf√ľhrung weiter vorbereitet. Zwei Projektberichte stellten das Grundlagenwissen, die Entwicklungspotenziale und die L√∂sungsans√§tze transparent vor.

Durch die thermisch hochwertige Geb√§udeh√ľlle konnte der Transmissionsw√§rmebedarf relativ zu Standardneubauten stark gemindert werden. Aus der thermischen Verbesserung der Geb√§udeh√ľlle, hier insbesondere der transparenten Bauteile, resultieren h√∂here innere Oberfl√§chentemperaturen. Dadurch ist es m√∂glich, im Bad h√∂here relative Luftfeuchten zuzulassen. Dies f√∂rdert die Behaglichkeit der Badeg√§ste und senkt die Verluste durch Beckenwasserverdunstung erheblich.

In einem integralen Planungsprozess konnten √ľber die jeweiligen Gewerke hinweg vielf√§ltige Ans√§tze zur Energie- und Wassereinsparung formuliert werden: Das Bedarfsminimum konkret zu gestalten, das Erreichen von Effizienzsteigerungen in den technisch unabdingbaren Systemen und der Einsatz erneuerbarer Energie waren die Aufgaben im Entwicklungsprozess, der √ľber die vergleichende Betrachtung der Lebenszykluskosten unterst√ľtzt wurde.

Schwimmerbecken im Lippe Bad

Im Vergleich zum Standard nach Energieeinsparverordnung (EnEV) werden insgesamt 51 % Endenergie durch das Passivhauskonzept eingespart. Die Einsparungen im W√§rmebedarf betragen rund 54 %, die im Strombedarf 43 %. Real werden so um ca. 200.000 Euro/Jahr geringere Betriebskosten erreicht. Die B√§dergesellschaft L√ľnen mbH dankt allen Projektpartnern sowie der DBU, dem Land Nordrhein-Westfalen und dem Bundesministerium f√ľr Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit f√ľr die konkrete Innovationsf√∂rderung.

Kleinkinder- und Warm-/Erholungsbecken im Lippe Bad

Projektthema:
Hallenbad in Passivhaustechnologie

Projektdurchf√ľhrung:
B√§dergesellschaft L√ľnen mbH

Borker Stra√üe 56‚Äď58
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